Heft 
(1.1.2019) 02
Einzelbild herunterladen

RUFE

Einen Ruf nach Potsdam haben erhalten:

Dr. habil. Klaus Dethloff, Alfred-Wegener- Institut für Polar- und Meeresforschung, Forschungsstelle Potsdam (AWI), auf eine C3-Professur für Physik der Atmosphäre im Institut für Theoretische Physik und Astro­physik der Mathematisch-Naturwissen­schaftlichen Fakultät der Universität Pots­dam als gemeinsame Berufung des AWI und der Universität Potsdam.

Dr. Hans-Wolfgang Hubberten, Alfred-We- gener-Institut für Polar- und Meeresfor­schung, Forschungsstelle Potsdam (AWI), auf eine C4-Professur für Isotopengeologie im Institut für Geowissenschaften der Ma­thematisch-Naturwissenschaftlichen Fakul­tät der Universität Potsdam als gemeinsame Berufung des AWI und der Universität Pots­dam.

Dr. habil. Brigitte Sandig, Forschungs­schwerpunkt Literaturwissenschaft der För­dergesellschaft wissenschaftlicher Neuvor­haben m.b.H., Berlin, auf eine C3-Professur für Romanische LiteraturwissenschafVFran- zösisch im Institut für Romanistik der Philo­sophischen Fakultät I der Universität Pots­dam.

Prof. Dr. Arne Skerra,technische Hoch­schule Darmstadt, auf eine C4-Professur für Physikalische Biochemie im Institut für Bio­chemie und Molekulare Physiologie der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Potsdam.

Einen Ruf hat angenommen:

Prof. Dr. Wolfgang Schröder-Preikschat,

Institut für Informatik der Mathematisch-Na­turwissenschaftlichen Fakultät der Univer­sität Potsdam, auf eine C4-Professur für In­formatik an der Universität Magdeburg.

PROMOTIONEN

Dr. rer. nat.

Thilo Buchholz mit der Arbeit:Paraboli­sche Pseudodifferentialoperatoren mit ope­ratorwertigen Symbolen (29.11.1996);

Ralf Bundschuh mit der Arbeit:Kritisches Verhalten von Fäden und halbsteifen Poly­meren (26.11.1996);

Robert Heger mit der Arbeit:Dünne Schichten vernetzter und unvernetzter Poly­mere mit polaren Kopfgruppen (18.12.1996) und

Bernd Kallies mit der Arbeit:Eigenschaf­ten und Hydrolysemechanismen von Acyl- verbindungen in der Gasphase und in wäßriger Lösung - Untersuchung mit Hilfe quantenmechanischer Methoden (20.11.1996).

P1RSONALIA

Dr. phil.

Christoph Mötsch mit der Arbeit:Die ver­hinderte Grenze und der ausgehaltene Staat. Herrschaftsüberschneidungen und lokale Machtausübung im preußischen Pfandbesitz Draheim im 17. und 18. Jahr­hundert (18.12.1996) und Claudia Wilke mit der Arbeit:Die Landrä­te der Kreise Tbltow und Niederbarnim im Kaiserreich. Eine biographisch-verwal­tungsgeschichtliche Studie zur Leistungs­verwaltung in der Provinz Brandenburg (16.12.1996).

Helene Harth Mitglied im Wissenschaftsrat

Die Romanistin und Prorektorin für Entwick­lungsplanung und Finanzen der Universität Potsdam, Prof. Dr. Helene Harth, ist neues Mit­glied im Wis­senschaftsrat. Sie wurde als bisher erste und einzige Vertreterin Branden­burgs in die Wissenschaftliche Kommission des Expertengremiums gewählt, dessen Empfehlungen für Bundestag und Bundes­regierung im Bereich von Lehre und For­schung von ausschlaggebender Bedeutung sind. Helene Harth trat ihr Amt am 1. Febru­ar 1997 an und gehört dem Rat für zunächst drei Jahre an. Bei der Wintersitzung des Gre­miums, die letzten Monat in Berlin stattfand, war sie jedoch schon dabei und wurde vom Bundespräsidenten, Prof. Dr, Roman Herzog, begrüßt. Der Aufgabenbereich der Potsda­mer Romanistin, die u.a, bereits als Mitglied des DAAD-Vorstandes und der Kommission für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs der Hochschul­

rektorenkonferenz tätig ist, dürfte durch das neue Amt noch facettenreicher werden: Ist doch der Wissenschaftsrat für die Erarbei­tung von Empfehlungen zur inhaltlichen und strukturellen Entwicklung der Hochschulen, der Wissenschaft und der Forschung zustän­dig. Außerdem erarbeitet er auf Anforderung eines Landes, des Bundes, der Bund-Län- der-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung oder der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder gutachterliche Stellungnahmen und spricht im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe Hochschulbau Empfehlungen für den Bund bei der Erstellung der Rahmenplanung aus. Der Rektor der Universität Potsdam, Prof. Dr. Wolfgang Loschelder, drückte Prof. Dr. He­lene Harth jedenfalls im Namen der gesam­ten Hochschule seine herzlichsten Glück­wünsche zu der ehrenhaften Wahl aus. Hg.

Jürgen Kurths leitet Millionenprojekt

Das Bundesministerium für Bildung, Wissen­schaft, Forschung und Ttechnologie (BMBF) fördert mit rund einer Million DM für zwei Jahre ein Verbundforschungsprojekt, in dem moderne Methoden der Chaosforschung auf Fragestellungen der Bildverarbeitung angewendet werden. Das Projekt wird von Prof. Dr. Jürgen Kurths, Professor für Nicht­lineare Dynamik am Institut für Theoretische Physik und Astrophysik der Universität Pots­dam, geleitet. Neben seiner Arbeitsgruppe sind die Gesellschaft für Angewandte Infor­matik (GfAI) sowie die mittelständige Soft­warefirma IMTRONIK, die auf Bildverar­beitung spezialisiert ist, an dem Projekt be­teiligt. Ziel ist es, neueste Ergebnisse der Chaosforschung, die von der Arbeitsgruppe für Nichtlineare Dynamik entwickelt wurden, mittels moderner Softwarekonzepte der GfAI so umzusetzen, daß sie in verschiedenen Bereichen von Medizin undfechnik genutzt werden können. Ein Schwerpunkt des Pro­jektes ist die Entwicklung eines Systems zur automatischen Erkennung von Mustern in unscharfen Pixelbildern, wie sie beispiels­weise bei medizinischen Ultraschallunter­suchungen anfallen. Ein weiteres Ziel be­steht dann, mithilfe eines geeigneten Verfah­rens die automatische Auswertung von digi­tal aufgezeichneten Partikelströmen zu er­möglichen, die u. a. bei der Konstruktion von Flugzeugturbinen eine Rolle spielen, ade

Karl-Scheel-Preis an Siegfried Bauer

Seit 1958 verleiht die Physikalische Gesell­schaft zu Berlin den Karl-Scheel-Preis für hervorragende Leistungen junger, in Berlin tätiger Physiker. 1997 nun wurde der Preis erstmals einem Physiker der Universität Potsdam zugesprochen: Der diesjährige Preisträger, Dr. habil. Siegfried Bauer, schloß seine preisgekrönten wissenschaftlichen Arbeiten an der Professur für Angewandte Festkörperphysik (Sensorik/Materialfor­schung) Prof. Dr. Reimund Gerhard-Mult- haupts ab, dessen Arbeitsgruppe er seit 1995 als Assistent angehört und an der er sich 1996 habilitierte. Wesentlicheteile der Forschungsarbeiten entstanden schon zuvor an der Universität Karlsruhe und vor allem am Heinrich-Hertz-Institut für Nachrichten­technik Berlin GmbH. Dort erhielt der Preis­träger auch am 7. Februar 1997 seine Aus­zeichnung überreicht.

Polymere, im täglichen Leben meist als Kunststoffe bezeichnet, bilden heute men­genmäßig den größten Anteil der industriell hergestellten Werkstoffe. Sie werden über­wiegendpassiv", z.B. als Konstruktions- und Verpackungsmaterial, für Isolierungen und Beschichtungen oder als Drägermatenal ein-

Seite 25

PUTZ 2/97