PERSONALIA
gesetzt. Einige spezielle Polymere weisen jedoch Eigenschaften auf, die für Anwendungen in der elektrischen und optischen Informationstechnik sehr attraktiv sind. Dazu gehören u.a. die Pyroelektnzität, die zur empfindlichen Messung thermischer Größen verwendet werden kann, und die optische Nichtlinea- ntät, mit der sich Lichtstrahlen schalten, modulieren und modifizieren lassen. Voraussetzung für diese besonderen Eigenschaften ist eine elektrische Präparation der Polymere, die man als Polung bezeichnet. Zur elektrischen Polung von Polymeren und zur Untersuchung der dabei entstandenen Eigenschaften hat der Preisträger wichtige Beiträge geleistet. So gelang es ihm beispielsweise, die mikroskopische Abtastung der elektrischen Polymereigenschaften wesentlich zu verbessern, so daß die Polung genauer kontrolliert und gesteuert werden kann. Das Heinrich-Hertz-Institut interessiert sich für diese gepolten Polymere wegen der Möglichkeiten, die sie z.B. für das Schalten von Licht mit anderem Licht oder für die Umsetzung von Licht einer Wellenlänge (Farbe) in Licht einer anderen Wellenlänge (Farbe) bieten; solche Funktionen werden für die Weiterentwicklung der optischen Kommunikationstechnik dringend benötigt. In der Arbeitsgruppe Prof. Dr. Gerhard-Multhaupts stehen dagegen die grundlegenden physikalischen Eigenschaften der gepolten Polymere und anderer organischer Materialien, die Weiterentwicklung der Präparations- und Untersuchungsmethoden sowie die Vielfalt der denkbaren Anwendungen im Vordergrund des wissenschaftlichen Interesses. HHI.
Neuer administrativer Direktor am DlfE
Das Kuratorium des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DlfE) hat Dr. Hartmut Schulz mit sofortiger Wirkung zum administrativen Vorstandsmitglied berufen. Schulz ist Physiker und hat an der Universität Jena promoviert. Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Halbleiterphysik und später am Zentralinstitut für Elektronenphysik der Akademie der Wissenschaften. Nach der Wende übernahm Schulz Aufgaben in der Wissenschaftsverwaltung, zunächst bei der KAI- AdW als stellvertretender Geschäftsführer, seit 1993 als administrativer Geschäftsführer des Instituts für angewandte Chemie Berlin- Adlershof e.V Die Universität Potsdam arbeitet eng mit dem DlfE zusammen. zg.
DFG-Förderung
Mit rund 300.000,- DM fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) für zwei Jahre das Projekt „Aushandlungsprozesse zwischen Müttern und Kindern in Brandenburg; Der Einfluß der Mutter-Kind-Bindung und der Erziehungseinstellungen von Alleinerziehenden und Nichtalleinerziehenden" von Prof. Dr. Hans Oswald, Professor für allgemeine Pädagogik, Erziehungs- und Sozialisationstheorie in der Philosophischen Fakultät II. Die Mittel dienen u.a. der Finanzierung von zwei wissenschaftlichen Mitarbeitern, Geräten und Verbrauchsmatenalien. Weiterhin unterstützt die DFG an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät das von Prof. Dr. Ingo Balderjahn, Professor für Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Marketing (Absatz und Beschaffung), beantragte Projekt „Die Wahrnehmung und Bewertung von Umweltproblemen sowie Handlungspräferenzen zur Umweltvorsorge" mit rund 100.000,- DM. Damit kann u, a. für zwei Jahre die Stelle eines wissenschaftlichen Mitarbeiters finanziert werden. ade
Neuer DFN-Vorstand
Der Verwaltungsrat des Vereins zur Förderung eines Deutschen Forschungsnetzes e.V - DFN-Verein hat Prof. Dr. Eike Jessen, TU München, zum neuen Vorsitzenden sowie Prof. Dr. Heinz-Gerd Hegering, Leibniz- Rechenzentrum der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, München, und Dr, jur. Bernhard Raiser, GeoForschungsZentrum Potsdam, zu dessen Stellvertertern gewählt.
mt.
Das neue
VORLESUNG«- UND PERSONALVERZEICHNIS SOAKMERSEIYIESTER 1997
erscheint am 24. März 1997
erhältlich bei: Alexander von Humboldt Buchhandlung, Das Internationale Buch, Literaturladen Wist & Ressel, Buchhandlung am Neuen Palais, Buchhandlung A. Kanis in Golm, Bücher in Bewegung im Park Babelsberg, Schweitzer Sortiment, Stiftungsbuchhandlung, Buchhandlung Hugendubei im Stern-Center, Wohlthatsche Buchhandlung, Beckers Buchhandlung in Griebnitzsee
GESETZLICHER UNFALLVERSICHERUNGSSCHUTZ
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Im Dezember 1996 stellte sich die Landesbehörde für Unfallversicherung Brandenburg im Rahmen einer Info-Veranstaltung an der Universität vor. Unser Bild zeigt Gerd Tblemann (Mitte) und Klaus Floß (links) von der Landesbehörde sowie die Sicherheitsingenieurin der Universität Potsdam, Helga Krieger (Zweite von links). Sie gaben Auskunft über den gesetzlichen Unfallversicherungsschutz an der Hochschule. Die gesetzliche Unfallversicherung ist ein Zweig der Sozialversicherung und somit eine Pflichtversicherung, für die der Arbeitgeber die Beiträge entrichtet. Der Abschluß privater Unfall- und Haftpflichtversicherungsverträge beeinflußt und ersetzt die Versicherung in der gesetzlichen Unfallversicherung nicht. Vielmehr ist jeder aufgrund eines Arbeits-, Dienst-oder Ausbüdungs- verhältnisses Beschäftigte sowie Studierende während der Aus- und Fortbildung ohne Rücksicht auf Alter, Geschlecht, Höhe des Einkommens und unabhängig davon, ob es sich um eine ständige oder nur vorübergehende Tätigkeit handelt, kraft Gesetzes gegen die Folgen von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten versichert. Arbeitsunfälle schließlich sind Unfälle, die ein Versicherter m ursächlichem Zusammenhang mit seiner versicherten Tätigkeit (z.B. als Arbeitnehmer oder Studierender) erleidet. Als Wegeunfälle gelten Unfälle auf einem mit der Tätigkeit an der Universität zusammenhängenden Weg nach und von der Stätte der versicherten Tätigkeit. Bei Arbeits- oder Wegeunfällen, die eine Arbeitsunfähigkeit von mehr als drei Kalendertagen zur Folge haben, ist eine Unfallmeldung zu erstatten. Unfallmeldungen sind im Bereich Sicherheitswesen der Universität oder direkt über die Landesausführungsbehörde für Unfallversicherung Brandenburg zu beziehen. kr./Foto: Fritze
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PUTZ 2/97