Bilanz der USAProgramme
Nach Aussage des Präsidenten des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), Prof. Dr. Theodor Berchem, wird der DAAD auch in Zukunft jährlich 36 Mio DM, das sind zehn Prozent seines Programmbudgets, in die USA-Programme investieren. Besorgt äußerte sich Berchem über die nachlassende Finanzierungsbereitschaft auf amerikanischer Seite:„Partnerschaft darf nicht zur Einbahnstraße werden. Internationale Kooperation, akademischer Austausch und persönliche Begegnung über die Grenzen hinweg sind gerade auch für die führende Nation der Welt vonnöten.“ Nach wie vor sind die USA für deutsche Studierende und Nachwuchswissenschaftler das Zielland Nummer eins. Dies spiegelt sich auch in der Austauschbilanz des DAAD mit den USA wider: 1996 wurden 2.923 deutsche Studierende, Graduierte und Wissenschaftler gefördert. pm.
Mehr Geld für Wissenschaft und Forschung
Der Etat des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung für 1998 ist im Vergleich zum Vorjahr um 132 Millionen auf 14,95 Milliarden Mark erhöht worden. Die Steigerungsrate wird nur noch von den Haushalten für Städtebau und Inneres übertroffen.„Der Zuwachs gibt mir die Möglichkeit, ohne Abstriche meine zentralen Ziele weiter umzusetzen“, teilte Bundesforschungsminister Jürgen Rüttgers mit. Dazu gehören in den Bereichen Wissenschaft und Forschung die Hochschulreform, die Bildung von sogenannten Kompetenzzentren sowie die verstärkte Förderung von Biotechnologie, Umwelttechnik und Multimedia.
Die Projektförderung in der Biotechnologie wird im kommenden Jahr um drei Prozent auf 170 Millionen Mark erhöht. Der Etat für den Multimedia-Bereich steigt um 2,5 Prozent auf 163 Millionen Mark. Für die Umwelttechnik sollen 304 Millionen Mark ausgegeben werden und damit 1,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Gekürzt wird vor allem bei der Meerestechnik(7,7 Prozent) und der Sicherheitsforschung für kerntechnische Anlagen(3,6 Prozent): Neu im Wissenschaftsetat ist der Posten„Internationale Studiengänge“ mit 8,3 Millionen Mark. Für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses will das Ministerium 1998 1,2 Milliarden Mark aufwen
Wissenschaftspreise der SmithKline Beecham Stiftung 1998
Auch für 1998 schreibt die SmithKline Beecham Stiftung ihre Wissenschaftspreise„Klinische Forschung“ und„Medizinische Grundlagenforschung“ sowie den Publizistikpreis aus. Die Preise sind jeweils mit bis zu DM 25.000,- dotiert. Die Benennung geeigneter Bewerberinnen und Bewerber für die Wissenschaftspreise erfolgt durch Nominierung von Fachvertretern naturwissenschaftlicher und/ oder medizinischer Fakultäten, MaxPlanck-Institute oder entsprechender Fachgesellschaften. Die eingereichten Publikationen der Arbeiten sind nicht an ein bestimmtes medizinisches Fachgebiet gebunden. Für den Publizistikpreis können die Journalisten ihre Bewerbungen selbst einreichen. Es sind Veröffentlichungen, keine Bücher, und audiovisuelle Medien zugelassen, die biomedizinische Themen einer breiten Öffentlichkeit allgemeinverständlich darstellen. Die Bewerber müssen ihren Hauptwohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland haben. Bewerbungen mit den entsprechenden Unterlagen, wie Nominierungsschreiben bei Wissenschaftspreisen, Publikation— nicht älter als November 1996— Publikationsliste und ausführlichem Lebenslauf sind in zweifacher Ausfertigung bis zum 15. November 1997(Datum des Poststempels) bei der Geschäftsstelle der SmithKline Beecham Stiftung, Martina Zeitlmann, Leopoldstraße 175, 80804 München,"Tel: 089-36044-690, einzureichen. Zg.
DFG—- Neuer Präsident
Zum 1. Januar 1998 tritt der Münchner Biochemiker Prof. Dr. Ernst-Ludwig Winnacker die Nachfolge von Prof. Dr. Wolfgang Frühwald an, der sich nach sechsjähriger Amtszeit als Präsident der DFG nicht mehr zur Wiederwahl stellte. Die Mitgliederversammlung hat ebenfalls im Rahmen der DFG-Jahrestagung in Augsburg eine neue Vizepräsidentin in das Präsidium der DFG gewählt. An Stelle von Prof. Dr. Widmar Tanner tritt Prof. Dr. Bärbel Friedrich, Mikrobiologin an der Humboldt-Universität zu Berlin. Bei den Wahlen zum Senat wurde u.a. Prof. Dr. Lothar Willmitzer, der Direktor des Max-Planck-Instituts für Molekulare Pflanzenphysiologie in Golm und Honorarprofessor an der Universität Potsdam, für weitere drei Jahre in selnem Amt bestätigt. Als neue Mitglieder der DFG wurden das Max-Delbrück-Centrum
Kanadisches Zentrum gegründet
Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD), die Universite de Montreal und die York University haben ein kanadisches Zentrum für Deutschland- und Europastudien gegründet, das bereits im Herbst offiziell eröffnet wird. Das Zentrum wird an beiden Universitäten untergebracht sein und gemeinsam von ihnen und dem DAAD aus Mitteln des Auswärtigen Amtes mit mehr als zehn Millionen kanadischen Dollar für zehn Jahre finanziert. Aufgrund des interdisziplinären Lehrund Forschungsansatzes wird eine der Hauptaufgaben der Einrichtung darin bestehen, eine neue Generation von kanadischen Deutschland-Experten für den Hochschulbereich, die Politik, die Wirtschaft oder nichtregierungsbezogene Berufe heranzuziehen. Darüber hinaus sollen Forschungsprojekte zu deutschen und europäischen Themen gefördert und durchgeführt sowie die Kenntnisse über deutsche und europäische Fragen er
weitert werden. pm. Grundsteinlegungen in Cottbus
Gleich zwei Grundsteinlegungen konnte der Hochschulstandort Cottbus kürzlich feiern. Für insgesamt 61,1 Millionen DM werden in den nächsten Jahren zwei hochmoderne Laborgebäude für technische Fächer der Fachhochschule Lausitz und der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus entstehen. So wurde der Grundstein für den Neubau eines Laborgebäudes Umweltwissenschaften und Verfahrenstechnik der Fakultät 4 der BTU Cottbus gelegt. Auf 5404 Quadratmetern Hauptnutzfläche werden die Fakultät Umweltwissenschaften und die integrierten Institute Umwelttechnik, Abfall- und Abwassertechnik sowie die Lehrstühle Konstruktiver Wasserbau, Rohstoffwirtschaft, Neuwertwirtschaft und Baustoffneuwerttechnik untergebracht. Die Gesamtbaukosten betragen 34,5 Millionen DM. Die Bauzeit ist mit zweieinhalb Jahren veranschlagt. Die Übergabe an die Universität wird zum Wintersemester 1999 sein. Die zweite Grundsteinlegung betraf den 26,6 Millionen DM teuren Laborneubau der Fachhochschule Lausitz am Standort Cottbus. Zum Wintersemester 2000 wird der dreigeschossige Neubau für die labortechnischen Studieninhalte der Studiengänge Bauingenieurwesen und Ver- und Entsorgungstechnik der Fachhochschule Lausitz übergeben werden können. Auf 4088 Quadratmetern Hauptnutzfläche werden Labore für Bautechnologie, Baustoffprüfung,
den. Insgesamt 23.000 junge Frauen und für Molekulare Medizin in Berlin/Buch sowie Holz- und Stahlbau, Raumlufttechnik, Männern sollen mit diesem Geld gefördert die FernUniversität/Gesamthochschule Ha- Immissionsschutz und ähnliche bauliche werden. mcecf gen aufgenommen. ri. Fachrichtungen geschaffen. Zg.
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