Heft 
(1.1.2019) 03
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Wissenschaft und Wirtschaft

PUTZ 3/99

Mathematiker präsentierten Neuigkeiten Uni Potsdam auf der CeBIT99

An der im März ausgetragenen CeBIT99 in Hannover beteilig­te sich auch die Universität Potsdam. Zusammen mit den anderen Hochschulen und sie­ben weiteren Unternehmen des Landes hatte man die Mög­lichkeit, am Gemeinschafts­standInnovationsmarkt Bran­denburg auf sich aufmerksam zu machen.

Vertreten war die Uni schon im vierten Jahr hintereinander durch Wissenschaftler aus dem Institut für Mathematik/Be­reich Numerische Mathematik, geleitet von Prof. Dr... Peter Maaß. Das Team stellte Ergeb­nisse aus einem vielfältigen Forschungsprogramm vor.

Die jeweiligen Methoden der

vorbereitet.

Mathematiker können auf die Probleme verschiedener An­wender angepaßt werden. Als ein Beispiel sei das folgende Praxisproblem angeführt: Bei der Androsselung von Flug­zeugturbinen können kritische Situationen im Strömungsver­halten entstehen. Im schlimm­sten Falle kann das dazu füh­ren, daß es zu einem unvermit­telten Abbruch der Schubwir­kung und damit zum Absturz des Flugzeuges kommt. In den Meß- und Prüflabors wird an der Beseitigung dieses Phäno­mens mit hohem Einsatz gear­beitet. Auf der Grundlage mo­dernsten mathematischen Know-hows wurden nun Indi­katorfunktionen entwickelt, die mit einer Mindestvorwarnzeit

Die Flugzeugturbine BR 710 wird für den mathematischen Qualitätscheck

Foto: zg.

den Strömungsabbruch detek­tieren und bereits während des Androsselns den Aufbau kriti­scher Stukturen erkennen. Die Grundidee besteht darin, daß in den Meßwerten(Zeitreihen) wesentliche Informationen über den technischen Vorgang in verschlüsselter Form vorlie­gen. Mit den jetzt entwickelten Methoden erfolgte gewisser­maßen ihre Dechiffrierung. Damit stehen diese wichtigen Prozeßinformationen für die weitere Nutzung zur Verfü­gung: Jene Forschungsleistung erfolgte nicht im luftleeren Raum. Hintergrund bildete eine konkrete Kooperation mit der BMW Rolls-Royce AeroEngines einem Großun­ternehmen, das als Problem­lieferant für die Forschungsstät­te Universität.diente: Die be­reitgestellten mathematischen Grundlagen erfahren ihre spä­tere Umsetzung in der WiSenT GmbH. Untersuchungen, auch auf anderen Gebieten, sind mit BMW Rolls-Royce vereinbart. Nähere Informationen gibt es beim Potsdamer Innovations­und Technologie-Transfer (PITT) unter Tel. 0831 /977­1117 sowie www.pitt.uni­potsdam.de und www.tina­brandenburg.de /cebit99/ uni_potsdam/index.htm. Brunhilde Schulz, PITT

Hannover-Messe99

Vom 19.-24. April öffnen sich die Pforten der Hannover-Mes­

| se99. Mit dabei sind Vertreter | des Instituts für Mathematik/ | Numerische Mathematik der

Universität Potsdam unter Lei­tung von Prof. Dr. Peter Maaß. In Halle 18, Standnummer K 16, präsentieren die Wissen­schaftler ihre Exponate. Die 3D-Kontur-Tomographie stellt eine zerstörungsfreie Werk­stoffprüfung nach Maß dar, die speziell an eine Problemstellung angepaßt werden kann und jeg­liche Qualitätsabweichungen von Produkten für Unterneh­men aufspürt. Die Geotomographie dagegen ermöglicht, dreidimensionale Leistungsfähigkeiten des Un­tergrundes aus elektrischen Oberflächenmeßdaten zu ge­winnen. Mit ausgefeilten Inver­sitionstechniken und leistungs­fähigen numerischen Verfahren können praktische Aufgaben­stellungen aus unterschiedli­chen Einsatzbereichen gelöst werden. Neben diesen Neuerungen er­wartet den Besucher das erste zweidimensional bewegliche Klettergerüst der Welt. Sein Er­finder ist Dr. Dieter Lazik aus dem Potsdamer Uni-Institut für Sportmedizin und Prävention. Weitere Informationen unter http: //www.pitt.uni-pots­dam.de. Ursula Wagenschütz, PITT/UP Transfer GmbH

Informationen zur Forschungsförderung

Graduiertenkollegs

Die DFG hat den 01. Oktober 1999 zur Vorlage von Anträgen auf Einrichtung und Förderung von Graduiertenkollegs mitge­teilt. Infos sind im WWW un­ter http: //www.dfg.de oder im Dezernat 1 bei Dr. Richter, Tel. 977-1778, erhältlich. ri.

Emmy Noether-Programm Die DFG schreibt erstmals das Emmy Noether-Programm aus, mit dem besonders qualifizier­ten Nachwuchswissenschaftlern ermöglicht werden soll, sich für eine Berufung als Hochschul­lehrer zu qualifizieren. Ausführliche Informationen zu

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den Bewerbungsbedingungen gibt es bei der DFG-Geschäfts­stelle, Christiane Burgbacher, Referat III O 3, Kennedyallee 40, 53175 Bonn, Tel 0228/ 885 2124, Fax 0228/885 2777. Infos sind auch im WWW unter http: //www.dfg.de /auf­gaben/Zemmy_noether _programm.html oder im Dezernat 1 bei Dr. Richter, Tel: 977-1778, erhältlich. mn.

Gewinner-Projekte

Die Bundesministerin für Bil­dung und Forschung hat die Gewinner-Projekte des BMBF­WettbewerbsMensch-Tech­nik-Interaktion in der Wissens­

gesellschaft bekanntgegeben. Nähere Informationen sind im Internet unter http://www. bmbf.de oder im Dezernat 1 bei Dr. Norbert Richter, Tel. 977-1778, erhältlich. ri

Preis gestiftet

Die Pädagogische Stiftung Cassianeum schreibt den Preis für eine wissenschaftliche Ar­beit zum ThemaKinder. in Sondersituationen aus. Be­werben können sich Wissen­schaftler aus dem In- und Aus­land. Der Preis wird für eine Habilitationsschrift, Disserta­tion, Magisterarbeit, Diplom­arbeit oder eine vergleichbare

schriftliche Arbeit verliehen. Sie sollte sich, gleich in wel­cher Disziplin, in herausragen­der Weise mit Kindern in er­schwerten Lebenslagen ein­schließlich ihrer gesundheitli­chen und sozialen Umfeld­bedingungen auseinanderset­zen und realisierbare Perspek­tiven zur Bewältigung eröff­nen. Das: Preisgeld beträgt 5.000; DM: Die Arbeiten müssen bis spätestens 30. April 1999 bei der Stiftung vorlie­gen. Kontakt: Pädagogische Stiftung Cassianeum, z.Hd. Frau Schmid, Heilig-Kreuz­Straße 16, 86609 Donau­wörth. ri.