PUTZ 4/99
Kuratorium mit namhaften
Persönlichkeiten Vorgestellt: Dr. h. c. Hinrich Enderlein
Im Oktober 1997 wählte der Senat der Universität Potsdam die ersten Mitglieder in das Kuratorium der Einrichtung. Inzwischen gehören
dem Gremium 14 namhafte Persönlichkeiten an, die sich|
für die Hochschule einsetzen. Die„PUTZ“ stellt sie in den folgenden Ausgaben näher vor.
Die Aufgabe des Kuratoriumssprechers hat Dr. h. c.. Hinrich Enderlein übernommen. Als jemand, der maßgeblich am Aufbau der Universität Potsdam beteiligt war, liegt ihm die Entwicklung der Alma mater besonders am Herzen. Der einstige Wissenschaftsminister des Landes Brandenburg will, so seine Einschätzung, gemeinsam mit den anderen vor allem beratend wirken, Kontakte zu den verschiedenen Bereichen der Gesellschaft herstellen helfen sowie Anregungen von außen in die Universität hineintragen. ‚Der. Gedanke des Transfers zwischen Hochschule und Gesellschaft erscheint ihm wichtig. Zum Ausdruck
Dr. h.c. Hinrich Enderlein Foto: Archiv
komme dieser nach seiner Ansicht bereits durch die Zusam
„Es geht um Kontakte zu weiteren Wissenschaftseinrichtungen, zur Wirtschaft, zu den verschiedenen Politikebenen und zu den Medien“, erläutert Enderlein.
Einigkeit herrscht bei allen Be
teiligten über die Verfahrens-|
weise der ehrenamtlichen Tätigkeit. In Arbeitsgruppen zu Themen wie Wissenstransfer, Weiterbildung, Hochschule und Medieneinsatz, Hochschulmar
| Enderlein
Campus
keting und Sponsoring, Strukturbildung sowie Sport erfolgt die inhaltliche Diskussion, die konkrete unterstützende Bera
| tung einzelner Uni-Bereiche.
„Der Gedanke der Gruppe Wissenstransfer ist es beispielsweise, den Technologietransfer für einige hier entwickelte Projekte und Produkte durch Verbindungen zu verschiedenen Firmen zu befördern“) erklärt er.
stammt aus dem
_ Brandenburgischen. Geboren in | Luckenwalde, studierte er später
| mensetzung des Gremiums.
in Marburg und Tübingen Geschichte, Politik und Slavistik. Von 1990 bis 1994 übernahm er das Amt des Ministers für Wissenschaft, Forschung und
| Kultur des Landes Branden
_ burg. In dieser Zeit verlieh ihm
die schwedische Universität Lund die Ehrendoktorwürde.
in Teltow ansässigen SEMICON GmbH engagierte sich immer auch politisch. So bekleidete er zahlreiche Funktionen in der F.D.P.:; seit 1995 führt er den Landesverband der Partei in Brandenburg an. P.G,
Neustrukturierung im Rektorat
Aufgrund der Entscheidung des Rektorats und mit Zustimmung des Personalrats der Universität Potsdam sind am 1. April diesen Jahres Veränderungen in der Organisationsstruktur des Rektorats in Kraft getreten.
Mit dem Ziel, die Verwaltungsarbeit der Universitätsleitung und der Zentralen Verwaltung zu verbessern, wurde das Referat für Akademische Angelegenheiten aus dem Dezernat 2 Akademische und studentische Angelegenheiten herausgelöst und als Dienstleistungseinrichtung‘: für die‘: akademische Selbstverwaltung in das Rektorat integriert. Hochschulpolitischer Referent des Rektors mit
Aufgabenstellungen im Bereich der hochschulpolitischen Analyse, Konzeption und Koordination ist nunmehr Till HeyerStuffer. Der bisherige Leiter des Referates Akademische Angelegenheiten, Peter Brestrich, hat die Büroleitung des Rektorats übernommen. Zu seinen Aufgaben zählt die Leitung der Verwaltungsvorgänge im Rektorat und die Koordination der Arbeit der zentralen Gremien der Uni.
Den Bereich Controlling, verbunden mit der Aufgabe, das Hochschulberichtswesen zu
entwickeln, hat Frank Witte|
übernommen(siehe Beitrag Seite 30). Marina Zimmermann wird neben ihrem Aufgabengebiet, der Betreuung der Arbeit
des Wahlausschusses, künftig zusätzlich Systemadministratorin für die Datenverwaltungsprozesse im Rektorat. Weiterhin arbeiten in verschiedenen Geschäftsbereichen Birgit Köhler, Kerstin Fangmann und Dr. Birgit Nelte. In den Sekretariaten des Rektors und der Prorektoren sind Jutta Schmidt und Viola Grellmann tätig.
Insgesamt erhofft sich das Rektorat mit dieser Organisationsreform, den kommenden Veränderungen der Leitungsstruktur aufgrund des neuen Brandenburgischen Hochschulgesetzes besser Rechnung tragen zu können und die zusätzlichen Anforderungen an die Universitätsleitung kompetenter und effizienter zu bewältigen. gl
| Reform von Studium
Emeriti sollen helfen
Sechs deutsche Stiftungen haben die„Stiftungsinitiative Johann Gottfried Herder“ zur und
Lehre in Mittel- und Ost
| europa ins Leben gerufen.
Damit sollen die Hochschulen bei der Anpassung ihrer Lehrinhalte an internationale Entwicklungen unterstützt werden.
Die Gemeinschaftsaktion richtet sich an im Ruhestand befindliche deutsche Professoren und Dozenten, die mit ihren Erfahrungen zur Verbesserung der Hochschulbildung in den Ländern des östlichen Europa zur Verfügung stehen wollen.
Von den Emeriti werden wichtige Impulse auf mehreren Gebieten erwartet: bei der Ergänzung und Erneuerung des‘ Lehrangebots, bei der Curriculum-Entwicklung und bei der Qualifizierung. des
| Nachwuchses in der Lehre. Der heutige Geschäftsführer der
Die Gastdozenten kommen vorwiegend im Rahmen bestehender Kooperationsprojekte deutscher Hochschulen mit: Partnern in der Region zum Einsatz.
Kandidaten besitzen die Möglichkeit, eigene Vorschläge für eine bestimmte Zielhochschule zu unterbreiten. Das Programm läuft zunächst drei Jahre. Erste Erfahrungen zeigen, daß unter den deutschen Hochschullehrern im Ruhestand ein großes Interesse für ein solches Programm besteht.
Für die Teilnahme können sich Vertreter aller Fachgebiete bewerben. Die Auswahl der Gastdozenten erfolgt durch eine unabhängige, aus Hochschullehrern zusammengesetzte Kommission.
Weitere Informationen erteilen beim DAAD Dr. Ulrich Lins, Tel. 0228/882-367, und bei der HRK Rudolf Smolarczyk, Tel. 0228/887171. Bewerbungen(mit Begründung, Lebenslauf und Schriftenverzeichnis) richten Interessenten an den DAAD, Referat 321, Kennedyallee 50, 53175 Bonn. PUTZ
BB