Heft 
(1.1.2019) 06
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PUTZ 6/99

Campus

Ehrendoktorwürde an

Hubert Markli

Der diesjährige, nun schon traditionelle Tag der Mathe­matisch-Naturwissenschaftli­hen Fakultät stand im Zei­chen des fünfjährigen Beste­hens der Fakultät. Am 8. Juli 1999 gaben Mathematiker und Naturwissenschaftler der Hochschule und kooperie­render Einrichtungen der in­teressierten Öffentlichkeit Einblicke in ihre Lehr- und Forschungstätigkeit.

Beteiligt waren die Fachgrup­pen Biologie /Biochemie, Che­mie, Ernährungswissenschaft, Geographie /Geoökologie, Geowissenschaften, Informa­tik, Mathematik, Physik und Sportmedizin. Vorträge von Preisträgern, Computerpräsen­tationen und die Übergabe von Promotions- und Habilitations­urkunden standen auf dem Pro­gramm. Den Abschluß bildete ein Open-Air-Fakultätsfest.

Höhepunkt der Veranstaltung war die Verleihung der akade­mischen WürdeDoktor der Naturwissenschaften ehrenhal­ber an den Präsidenten der Max-Planck-Gesellschaft, Prof. Dr. Hubert Markl. Damit ehr­te die Fakultät seine herausra­genden wissenschaftlichen Bei­träge auf dem Gebiet der Bio­logie und anerkannte seine be­sonderen Verdienste um die Entwicklung der Naturwissen­schaften in Potsdam. Schon als Präsident der Berlin-Branden­burgischen Akademie der Wis­senschaften(1993 bis 1995) begleitete er aktiv die Verknüp­fung der Mathematisch-Natur­wissenschaftlichen Fakultät der

Prof. Dr. Hubert Markl, Ehrendoktor der Uni Potsdam, sprach in seinem Fest­

Universität Potsdam mit den außeruniversitären Forschungs­einrichtungen im entstehenden Wissenschaftspark Golm. An diesem für Deutschland einzig­artigen Projekt ist Markl als Präsident der Max-Planck-Ge­sellschaft(seit 1996) beteiligt. Der 1938 in Regensburg gebo­rene Markl studierte Biologie, Chemie und Geographie an der Universität München. Er pro­movierte und habilitierte sich im Fach Zoologie. Ursprünglich

| forschte der Wissenschaftler auf

dem Gebiet der Sinnesphysio­logie, so beschäftigte er sich unter anderem mit dem Schwe­resinn der Bienen. Später be­trieb er zunehmend Verhaltens­

biologie. In Fachkreisen gilt er|

als einer der ersten Vertreter der modernen Soziobiologie in Deutschland. Forschungsgebie­te, auf denen er bahnbrechend arbeitete, waren akustische Kom­munikation, Fragen der Brut­pflege bei Mäusen und Proble­me der diurna-len Rhythmik. Neben diesen national wie inter­national hoch geachteten wis­senschaftlichen Beiträgen wid­met sich Hubert Markl dem Na­tur- und Umweltschutz und der Wissenschafts- und Forschungs­förderung. Das belegt auch die Tatsache daß Ser bereitsfseit 1986 Präsidentenämter wichti­ger Wissenschaftsorganisationen Deutschlands innehat. B.E.

vortrag überNatur und Wissenschaft in evolutionärer Perspektive. Foto: Fritze

Ingeborg

Spriewald geehrt

Unter dem MottoAlles nur Theater? haben die Mitarbeiter und Studierenden der Philoso­phischen Fakultät I am 1. Juli ihr Sommerfest gefeiert. Es gab

| Workshops, Rezitationen, Thea­

teraufführungen und Musik. Einer der Höhepunkte des Ta­ges war der Festakt, auf dem der Hochschuldozent Dr. Adelbert Schübel die Würde eines außer­

| planmäßigen Professors verlie­

hen wurde. Promotionsurkun­den wurden feierlich überreicht. Dr. phil. sc. Ingeborg Spriewald (Berlin) wurde für ihre Beiträge

| zur germanistischen Literatur­

wissenschaft mit der Ehrendok­torwürde ausgezeichnet.

Spriewald studierte von 1948

bis 1952 Germanistik, Anglistik und Pädagogik an der Potsda­mer Brandenburgischen Lan­deshochschule beziehungswei­

se Pädagogischen Hochschule,

promovierte 1956 zum Thema Gesellschaftskritik und Erzie­

Ehrendokturwürde der Philosophi­schen Fakultät I an Dr. Ingeborg Spriewald Foto: Tribukeit

hung im Werk der Marie von Ebner-Eschenbach und habi­litierte sich 1971 in Potsdam mit einer Arbeit überJörg Wickram und die Anfänge der Prosaerzählung in Deutsch­land, nachdem sie bereits 1956 an das damalige Institut für Deutsche Sprache und Lite­ratur der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin gewechselt hatte. Auch nach der Emeritierung setzte die Wissenschaftlerin ihre For­schungstätigkeit fort, immer wieder begleitet durch vielfälti­ge Vorträge im In- und Aus­land. PUTZ

Semesterabschluß mit Sport und Tanz

Ze

Wer sich zum Studienjahres-| ende noch einmal so richtig verausgaben möchte, hat dazu bei den Tagen des Hoch­schulsports am 14. und 15. Juli 1999 ausgiebig Gelegenheit. Die Sportanlagen des Uni-| Komplexes Am Neuen Palais sind dann der Ort vielfältiger Wettbewerbe, so im Fußball, Streetball, Volleyball. Sportli­che Qualitäten können auch beim Dart, Kricket, Badminton| oder bei der Aerobic unter Be­weis gestellt werden.(Nähere Informationen dazu im Sekre­tariat des Zentrums für Hoch­schulsport, Tel. 0331/977­1261.) Anschließend besteht am 15. Juli die Gelegenheit, das Studi­enjahr in lockerer Atmosphäre mit Musik, Imbiß und Geträn­ken ausklingen zu lassen. Ab 18.00 Uhr gibt es auf dem Universitätssportplatz Am Neuen Palais Tanz-Open Air mit den Big Beat Boys und ab 22.30 Uhr Disco in der Oberen Mensa. Vorher lädt der Kanzler an die­sem Tag um 14.30 Uhr alle Mitarbeiterinnen und Mitar­beiter der Verwaltung zu einem kleinen Empfang bei Sekt und Selters in die Foyerräume des Hauses 8 ein. In diesem Rah­men wird erstmals eine Mitar­beiterin der Universität für ihre Leistungen ausgezeichnet. PUTZ /Foto: Archiv

MM Katastrophenhilfe

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