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(1.1.2019) 06
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Campus

Bibliothek der Zukunft=

Immer mehr Dienste online

Barbara Schneider-Eßlinger, die Direktorin der Uni-Bibliothek (UB), treibt die Entwicklung hin zu einer virtuellen Bibliothek energisch voran(siehe auch Interview S. 6).Für Potsdam ist dies besonders wichtig, weil wir drei verschiedene Standorte ha­ben, auf die unser Bestand verteilt ist, sagt sie. Fast alle Bü­cher, Monographien und Zeitschriften der UB sind inzwischen in dem elektronischen Katalog OPAC erfaßt. Über die Home­page der Uni-Bibliothek können wissenschaftliche Mitarbeiter und Studierende viele Dienste direkt am Bildschirm abrufen, beispielsweise nach Büchern oder Zeitschriften suchen, über das Intranet in einer der 90 CD-ROM-Datenbanken stöbern oder Artikel aus einer der 1000 verfügbaren elektronischen Fachzeit­schriften lesen. Vom Schreibtisch aus kann ein Wissenschaftler nachsehen, wo das gesuchte Buch zu finden ist und es mit ei­nem Telefonanruf an den Standort seiner Wahl bestellen.

Bücher werden nicht überflüssig, aber die Suche nach dem richtigen Buch wird leichter. Foto: Tribukeit

Das Tor zur virtuellen Biblio-| beitsplatz oder von zu Hause| Doktorarbeiten im Netz?

thek ist die Internet-Adresse| aus kontrollieren, wieviele-| Die Mitarbeiter der Uni-Bi- N http: //info.ub.uni-potsdam. de.| cher sie entliehen haben, wann bliothek planen zur Zeit auch| kataloge(OPAC), | Im OPAC der UB sind sämt­

die Installation eines Publika­tionsservers, auf dem Doktor­arbeiten und Habilschriften von Uni-Mitarbeitern in elek­tronischer Form veröffentlicht| werden sollen. Dieses Projekt könne nur in enger Zusam­

die Leihfrist abläuft und gegebe­nenfalls eine Verlängerung be­antragen, sowie Bücher reservie­ren.

Die klar gegliederte Homepage ist dem WWW- Team unter der Leitung des EDV-Dezernen­ten, Dr. Andre­as Degkwitz, zu verdanken. Auf

liche Medienbestände der UB(Bücher, Zeitschriften, Mikrofiches, CD-ROMs) elektronisch erfaßt. Mit dem Titelnachweis werden Stand­ort und Signatur angegeben.

Dokumentlieferdienste

Über Dienste wie SUBITO oder JASON können Nutzer

bei einer externen Bibliothek|ntelli gentere

| Zeitschriftenaufsätze bestel-.... Der OPAC gehört zur virtu­der Homepage Jen, die ihnen unmittelbar zu- Suchmaschine menarbeit mit den Wissen- Sllen Bibhorhek der UB und werden auch gestellt werden. Diese kosten- Auch die Such-| schaftlern der Universität ent-| lien 1 fh alle Angebote pflichtigen Dienste können maschine der vir- stehen und gestaltet werden,| 1st von alch ınternetfähigen der Bibliothek über die virtuelle Bibliothek+yJellen Biblio- betont Barbara Schneider-| Arbeitsplatzrechnern aus erläutert(siehe der UB aufgerufen werden.| ‚peK soll dem-| Eßlinger. recherchierbar.

Einige Vorteile liegen auf der Hand: Doktorarbeiten in der von der Prüfungsordnung ge­forderten Mindestauflage ko-| sten den Promovenden nicht | nur einige tausend Mark, son­dern verstauben auch meist in den Regalen, weil die darin ver­steckte Information nicht leicht zu finden ist. Ein Uni-Publika­

tionsserver könnte dagegen mit 7 E einer Volltextsuche durchfor- Artikeln recherchiert wer­Stet werden: ar| den. Von allen Arbeitsplät­| zen des Campus aus können ia zZ; Artikel ausgedruckt oder auf ; Diskette geladen werden.

Kästen). nächst verbessert| werden. Während sie gegenwär-| tig stoisch auflistet, wo überall das Suchwort vorkommt, er­möglicht die neuentwickelte Suchmaschine E-Lib eine ge­nauere Recherche und erzielt| kleinere Treffermengen. Kommt das Suchwort beispielsweise in einer Quelle mehrmals vor, wird diese zur Zeit auch mehrmals aufgezählt. Mit E-Lib würden solche Häufungen vermieden.

Zeitschriften elektronisch Etwa 1000 Titel von insge­samt 4000 Zeitschriften, die die UB abonniert hat, sind parallel zu ihrer Printversion über die virtuelle Bibliothek der UB verfügbar. In diesem Bestand kann nach Titel und Jahrgängen in Inhaltsver­zeichnissen und einzelnen

Zweispurige Kommunikation in Planung

Noch ist die Kommunikation mit der Bibliothek jedoch eine Art Einbahnstraße. Vom eige­nen Arbeitsplatzrechner kann der Nutzer zwar abrufen, was| die Bibliothek zu bieten hat, aber nicht die Bücher elektro­nisch vorbestellen oder sein Leihkonto einsehen.Wir sind gerade dabei, ein neues Biblio­thekssystem zu beantragen,| erklärt Schneider-Eßlinger. Da-| mit könnten die Leser vom Ar-|

Datenbanken Innerhalb der virtuellen Bi­

Hochschulpublikationen bliothek kann der Nutzer auf

Elektronische Publikationen

von Wissenschaftlern der Universität Potsdam können in der virtuellen Bibliothek angeklickt und ausgedruckt werden. Zur Verbesserung dieses Angebots ist die Ein­richtung eines Publikations­servers vorgesehen, auf dem auch Dissertationen langfri­stig vorgehalten werden kön­nen. Die gespeicherten Doku­mente sind volltextrecher­chierfähig.

Suchmaschinen besser eingegrenzt.

Literaturrecherche am Computer die Treffer werden durch intelligentere

Foto: Tribukeit

Bibliographien, Bibliotheks­kataloge, CD-ROM-Daten­banken, Fachinformations­datenbanken, Zeitschriften­inhaltsdienste und fachliche Linksammlungen zugreifen. Auf Datenbanken kommer­zieller Anbieter kann aus Li­zenzgründen nur vom Uni­versitätscampus aus zugegrif­fen werden.