Heft 
(1.1.2019) 08
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Campus

Viele Bibliotheken ­eine Suchmaschine

Universitäten gemeinsam ins Internet

Berlins und Brandenburgs Hochschulen haben damit be­gonnen, ihre Bibliotheken zu vernetzen. Jetzt lassen sich die verstreuten Buch-Bestände über denKooperativen Bi­bliotheksverbund Berlin-Bran­denburg, kurz KOBV, im In­ternet einsehen.

In dem Verbund sind neben der Universität und der Fach­hochschule: Potsdam; der Technischen und Freien Uni­versität und Humboldt-Uni­versität zu Berlin vier weitere Bibliotheken in Brandenburg. Im Frühjahr 2000 soll auch die Berliner Staatsbibliothek hinzu kommen.Der KOBV ist der Keim eines modernen Dienst­leistungsangebotes, sagte Prof. Dr. Hans-Jürgen Ewers, Präsident der TU Berlin, zur Eröffnung des Verbundes in Berlin.

Über das Internet lassen sich die Bestände nach Autoren, Titeln, Stichworten oder Jahr­gängen durchsuchen. Die Suchmaschine zeigt an, wo das Buch steht und ob es dort ver­fügbar ist. Über einen Link auf den Server der jeweiligen Bi­

bliothek lässt sich der Titel vormerken. Auch brandenbur­| gische Studenten können so Berliner Titel ausleihen. Aller­dings brauchen sie für jede Bi­bliothek einen eigenen Benut­zerausweis. Langfristig sollen alle Biblio­theken in den beiden Ländern an die Suchmaschine ange­schlossen werden. Bis dahin ist es allerdings noch ein weiter Weg. Allein die Entwicklung des KOBV hat zwei Jahre ge­dauert und insgesamt 1,5 Mio. DM gekostet. Lediglich die 255 Millionen Titel in den brandenburgischen Bibliothe­ken sind vollständig erfasst. Von den 40 Millionen Büchern, die in den Berliner Bibliotheken stehen, sind nur die nach 1987 angeschafften Titel über das Internet recher­chierbar: Das ist höchstens ein Drittel. Ob der Berliner Senat das Geld für die nachträgliche Erfassung derZettelkatalo­ge bereitstellt, ist noch offen. mf Internet: http://www.kobv.de

Berlins und Brandenburgs Hochschulen vernetzen ihre Bibliotheken

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Spitzenplatz für Uni ­Studienberatung

Die Entscheidung für den richtigen Studienort und die richtige Studien­richtung ist nicht einfach, aber entscheidend für die weitere Lebensplanung. Sachkundige Beratung für zukünftige Studierende gibt es an der Univer­sität Potsdam. Dies bestätigte jetzt auch das Ergebnis eines Rankings.

Jährlich gibt es rund 70 000 Studienabbrecher. Der Grund dafür liegt nicht selten in falschen Vorstellungen über das künftige Studium. Also ist eine gründliche und kompe­tente Studienberatung wichtig. Die Wahl der richtigen Hoch­schule erweist sich aber nicht zuletzt auch im Wettbewerb um die lukrativsten Stellen auf dem Arbeitsmarkt als Plus­punkt.

Jetzt sind erstmals im Rahmen eines Hochschul-Rankings von STERN, START und dem Centrum für Hochschulent­wicklung(CHE) Studienbera­tungen bewertet worden. Dar­an nahmen rund 20 000 Stu­dierende und über 4000 Pro­fessoren teil. An diesem mehr­dimensionalen Ranking waren 140 Universitäten, darunter auch die Universität Potsdam, und Fachhochschulen Deutschlands beteiligt.

Sechs Studienbereiche- Jura, Informatik, Mathematik, Phy­sik, Chemie und Wirtschaft ­wurden dabei unter die Lupe genommen. Die Untersu­chung ist das Ergebnis ver­schiedener Erhebungen. Es wurden Fakten abgefragt, wie die Zahl der Studierenden, der Absolventen oder der Ausstat­tungsgrad. Ebenso gab es biblometrische Analysen, Er­hebungen bei Justizprüfungs­

Foto: Fritze

ämtern und in Studentenwer­ken. Des Weiteren gaben Stu­dierende und Professoren in schriftlichen Befragungen ihr Urteil ab. Es ging beispielswei­se darum, wo Studierende am zufriedensten sind, wo der Stu­dentenaustausch am besten klappt, wo die meisten Dritt­mittel eingeworben werden, wo die Profs ihre Kinder stu­dieren lassen würden.

Die Universität Potsdam schneidet bei diesem Ranking äußerst erfreulich ab. Sie liegt im. ‚Urteil der Studierenden hinter der-TU* Chemnitz (Note 2,1) gleichauf mit der Universität Passau(Note 2,3).

B.E.

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