Heft 
(1.1.2019) 08
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Neu ernannt

Zu den in der letzten Zeit er­nannten Professoren gehö­ren Prof. Dr. habil. Hans­Jürgen Holdt, Prof. Dr. ha­bil. Hermann Kaufmann und Prof. Dr. Joachim Wambsganß.

Hans-Jürgen Holdt bekleidet eine«Professur für Anorgani­sche Chemie im Institut für Anorganische Chemie und Di­daktik der Chemie der Mathe­matisch-Naturwissenschaftli­chen Fakultät. Er wurde 1952 in Wismar geboren und stu­dierte: von 1973: bis 1977 an der Universität Rostock Che­mie. Anschließend arbeitete er an dieser Hochschule als wis­senschaftlicher Assistent im Wissenschaftsbereich Anorga­nische Chemie. Ebenfalls in Rostock promovierte er 1982 zum ThemaUntersuchungen zur Synthese von Alkoxy­und Trime­thylsiloxysi­lanolen und zur Substitu­entenabhän­gigkeit der Acidität.. der SiOH-Grup­pe der darge­stellten Modellsubstanzen. Als Ingenieur für Lehre und Forschung war Holdt von 1981 bis 1983 im Wissen­schaftsbereich Pflanzenphysio­logie der Sektion Biologie in Rostock und anschließend bis 1991 als Assistent im Wissen­schaftsbereich Chemie der Pädagogischen Hochschule Güstrow tätig.;

Der Wissenschaftler habilitier­te sich 1991 an der Uni Ro­stock mit der ArbeitSynthese und Komplexbildungsverhal­ten von Thiokronenethern und verbrückten Bis-benzo­kronenethern. Er arbeitete in den 90-er Jahren als Vertre­tungsprofessor an der Univer­sität Hamburg und an der Universität Rostock. Zu den gegenwärtigen Forschungs­schwerpunkten des Chemikers zählen Acyclische und ma­krocyclische Derivate ungesät­tigter Dithiolate.

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Hermann Kaufmann nimmt eine Professur für Angewandte

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Fernerkundung in den Geo­wissenschaften wahr. Es han­delt sich um eine gemeinsame Berufung der Universität Pots­dam und des GeoForschungs­Zentrums Potsdam. Der 1949 in München Geborene studier­te von 1974 bis 1980 Geologie an der Ludwig-Maximilians­Universität München. Ansch­ließend arbeitete er dort als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe Ferner­kundung. Zum Thema Rechnergestützte methodi­sche Untersuchungen multi­spektraler und multi­temporaler Satellitenbild­daten für ge­] ologische Fragestellun­gen promo­vierte er 1986. Da­nach war er bis 1990 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Photogrammetrie und Ferner­kundung der Universität Karls­ruhe tätig. 1992 habilitierte er sich zuStrategien digitaler Verarbeitung multi-hyperspek­traler Abtasterdaten für die La­gerstättenexploration. Von 1990 bis 1993. baute er im Auftrag des Bundesministeri­ums für Wirtschaftliche Zu­sammenarbeit ein Nationales Fernerkundungszentrum in Zimbabwe auf. Seit 1993 leitet der Wissenschaftler die Abtei­lung Fernerkundung des Geo­ForschungsZentrums in Pots­dam. Er ist gleichfalls Leiter des Koordinations- und the­matischen Auswertezentrums für ‚den. ‚deutschen Sensor MOMS. Zu den derzeitigen Arbeitsschwerpunkten des Ge­ologen gehören unter anderem Methodik-Entwicklungen, Bildverarbeitung und Applika­tionen im optischen Bereich.

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Joachim Wambsganß erhielt eine Professur für Astroteil­chenphysik 22 im Institut az für Physik der Mathema­tisch-Natur­wissenschaft­lichen. Fakul­tät. Er wurde 1961 in Lan­

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boren und studierte von 1981 bis 1987 Physik und Astrono­mie an der Ruprecht-Karls­Universität Heidelberg und an der Ludwig-Maximilians- Uni­versität in München. Ein USA­Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdien­stes führte ihn 1987/1988 an die Princeton University, wo er auch von 1990 bis 1992 als Postdoc arbeitete.Gravitatio­nal Microlensing ist der Titel seiner 1990 an der Universität München erstellten Promoti­on. Nach seinem Amerika-Auf­enthalt war er als wissenschaft­

Personalia

licher Mitarbeiter am Max­Planck-Institut für Astrophysik in Garching beziehungsweise am Astrophysikalischen Insti­tut Potsdam tätig. Der Astro­physiker ist Mitglied in ver­schiedenen wissenschaftlichen Vereinigungen,. so. in der Astronomischen Gesellschaft, in der Deutschen Physikali­schen Gesellschaft und in der American Astronomical So­ciety. Zu seinen Spezialgebie­ten gehören Gravitationslin­sen, Röntgen astronomie und Kosmologie. B.E.

Außerplanmäßiger Professor

Die Würde eines außerplan­mäßigen Professors wurde Prof. Dr. habil. Dieter Voll­hardt aus dem Max-Planck-In­stitut für Kolloid- und Grenz­flächenforschung Golm verlie­hen. Der 1937 geborene Wis­senschaftler studierte an der Ernst-Moritz-Arndt Univer­sität Greifswald bis 1961 Che­mic. An der Humboldt­Universität zu Berlin pro­movierte er 1966 zum ThemaUn­tersuchungen zur Desorpti­on grenz­flächenaktiver Stoffe mit einem neuen diffu­sionskinetischen System. Von 1972 bis 1991 war er Arbeits­gruppenleiter im Bereich Grenzflächenaktive Stoffe des

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Zentralinstituts für Organische Chemie der Akademie+ der Wissenschaften. Dort habili­tierte er sich 1982 mit dem ThemaUntersuchungen über die Struktur und die molekula­ren Wechselwirkungen in Mo­noschichten amphiphiler Ver­bindungen an wäßrigen Grenzflächen. Nach der Neu­gründung des Max-Planck-In­stituts für Kolloid- und Grenz­flächenforschung wurde Voll­hardt Arbeitsgruppensprecher. Seit 1997 ist der Wissenschaft­ler Privatdozent an der Uni­versität Potsdam im Bereich Chemie. Zu seinen wichtigsten Arbeitsgebieten gehören Grenzflächenchemie, mono­molekulare Schichten, Tenside und Polymere an Grenzflächen und in Lösung sowie biologi­sche und technische Grenz­flächenprobleme.

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Honorarprofessur für Smith

Dr. Gary Smith, der Gründer und langjährige Leiter des Ein­stein Forums Potsdam und jet­zige Direktor der American Academy in Berlin, wurde von der Universität Potsdam zum Honorarprofessor bestellt. Mit der Ehrung wurden sowohl sein wissenschaftliches Werk als auch seine Verdienste um die Entwicklung des brandenbur­gischen. Wissenschaftsbetriebs gewürdigt.

Der 1954 in New Orleans/USA geborene Smith

studierte Germanistik und Philoso­phie in Hou­ston, Aus­tin/Texas, New York, Frankfurt am A Main und Boston. Er promovierte 1989 mit einer Arbeit über Walter Benjamins Idee der Schönheit.

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