Studiosi
Fortsetzung von Seite 20
Schrecklich
Anne Endler, 19, Biochemie Am Neuen Palais
"Ich komme gerade mit dem Zug aus Brandenburg. Das dauert ungefähr eine halbe Stunde, zum Glück ist der Zug nicht so voll. Schrecklich ist dafür, dass man sein Rad hierso weit schieben muss. Norma
lerweise sollte das so sein, dass man vom Bahnhof direkt in das Stadtzentrum kommt und nicht erst ein Einkaufszentrum durchquert. Gut fände ich es, wenn man mit dem Rad durch den Park Sanssouci zum Neuen Palais fahren dürfte."
Extrem besser
Till Kuhlbrodt, 30, Institut für Klimafolgenforschung(PIK) "Der neue Bahnhof ist extrem viel besser als das Provisorium mit der Holzbrücke. Ich kann nun Richtung Telegrafenberg aussteigen. Vorher musste ich über die Holzbrücke fahren und dann noch'mal über die Bahngleise. Jetzt spare ich fünf Minuten. Mein Tipp: Für den Weg vom Bahnhof zur Uni das Zweitrad in Potsdam anschließen.“
Zur Uni weiter mit Bus
Entgegen anders lautenden Befürchtungen bleibt die Uni Potsdam weiter fest im BusNetz der Stadt verankert. Das jedenfalls versicherte auf Anfrage Bernd-Michael Rabisch, Verkehrsleiter im Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH(ViP). Danach existierten derzeit keine verbindlichen Festlegungen hinsichtlich einer veränderten Trassenführung der Linie 695. Eine vereinzelt von studentischer Seite geforderte Verdichtung der Fahrtakte allerdings stehe derzeit ebenfalls nicht auf dem Plan. Für Aufregung hatte in der Vergangenheit die Auslegung des Briefwechsels eines Uni-Studenten mit dem ViP sowie eine von der Landeshauptstadt initiierte Untersuchung zur Optimierung des öffentlichen Personennahverkehrs gesorgt, deren Ergebnisse jedoch noch nicht vollständig vorliegen.„Konsequenzen für die Hochschule könnten
sich insofern ergeben, als dass in Zukunft eine andere Buslinie die Einrichtung anfährt. Die Haltestellen, sowohl in der Maulbeer- wie auch in der Lindenallee, werden aber nicht aufgegeben“, so Rabisch. Hintergrund der Studie sei vielmehr eine mögliche Verbesserung bei der Koordinierung vorhandener Linien. Über neue Regelungen zum Problem müssen in jedem Fall zunächst die Stadtverordneten entscheiden. Bedeutung hätten jene Auffassungen frühestens für den Fahrplanwechsel im Mai 2000. Übrigens: Nach Auskunft des Bereichsleiters Verkehr bei der Havelbusgesellschaft... Potsdam; Peter Ethofer, sollen sich im nächsten Jahr die Endhaltestellen bei den Linien 606 und 606a ändern. Die Busse fahren dann bis zum Wissenschaftspark Golm beziehungsweise bis zum Bahnhof Golm. P.G.
Gerade zu Semesterzeiten stehen die Linienbusse 695 und 606 bei den Studis hoch im Kurs.
_ Wintersemester 2000/2001
Foto: Fritze
PUTZ 8/99
Knöllchen für Park-Radler
Keine Uni hat so einen schönen Campus wie Potsdam. Der Park Sanssouci liegt zwischen den Uni-Gebäuden am Neuen Palais und dem Stadtkern. Das ist nicht nur für die Freistunden schön. Der Park wäre auch eine wunderschöne Route für alle morgendlichen Radfahrer. Aber: Rad fahren ist im Park verboten. Genau wie Angeln, Musizieren und Spaziergänge fernab der Asphalt- und Schotterwege. Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin/Brandenburg erlaubt es nicht. Schließlich, so Klaus Jürgen Bayer, Chef der Parkwache, seien die Grünanlagen von Sanssouci kein Freizeitpark"Der Park ist: eine‘Einrichtung mit musealem Charakter." Lediglich für Angestellte der Uni gibt es eine Sondergenehmigung. Das blaue Papier mit dem nötigen Stempel erhält man für fünf Mark pro Jahr bei der Abteilung für Sicherheitswesen der Uni in Golm, Haus 18.
mf Mehr Polizeistreifen Doch die schwarzradelnden
Studenten sind der Stiftung Schlösser und Gärten inzwischen zu viel."Die Uni hat einen großen Anteil an dem überhand nehmenden Verkehr", sagt Bayer. Touristen und andere Besucher würden von den Radfahrern"behindert und gefährdet". Neue Schilder sollen darum das Fahrverbot bekräftigen, Polizeistreifen sogar Knöllchen verteilen. Allen Hoffnungen auf eine Lockerung des Verbots für Radfahrer erteilt er eine Absage. Drastisch formuliert es Bayer:"Nur über die Leiche des Generaldirektors." Doch darauf will es kein Radfahrer ankommen lassen.
mf
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