Heft 
(1.1.2019) 08
Einzelbild herunterladen

Studiosi

Fortsetzung von Seite 20

Schrecklich

Anne Endler, 19, Biochemie Am Neuen Palais

"Ich komme gerade mit dem Zug aus Brandenburg. Das dauert ungefähr eine halbe Stunde, zum Glück ist der Zug nicht so voll. Schrecklich ist dafür, dass man sein Rad hier­so weit schieben muss. Norma­

lerweise sollte das so sein, dass man vom Bahnhof direkt in das Stadtzentrum kommt und nicht erst ein Einkaufszentrum durchquert. Gut fände ich es, wenn man mit dem Rad durch den Park Sanssouci zum Neu­en Palais fahren dürfte."

Extrem besser

Till Kuhlbrodt, 30, Institut für Klimafolgenforschung(PIK) "Der neue Bahnhof ist extrem viel besser als das Provisorium mit der Holzbrücke. Ich kann nun Richtung Telegrafenberg aussteigen. Vorher musste ich über die Holzbrücke fahren und dann noch'mal über die Bahngleise. Jetzt spare ich fünf Minuten. Mein Tipp: Für den Weg vom Bahnhof zur Uni das Zweitrad in Potsdam ansch­ließen.

Zur Uni weiter mit Bus

Entgegen anders lautenden Befürchtungen bleibt die Uni Potsdam weiter fest im Bus­Netz der Stadt verankert. Das jedenfalls versicherte auf An­frage Bernd-Michael Rabisch, Verkehrsleiter im Verkehrsbe­trieb Potsdam GmbH(ViP). Danach existierten derzeit kei­ne verbindlichen Festlegungen hinsichtlich einer veränderten Trassenführung der Linie 695. Eine vereinzelt von studenti­scher Seite geforderte Verdich­tung der Fahrtakte allerdings stehe derzeit ebenfalls nicht auf dem Plan. Für Aufregung hatte in der Vergangenheit die Auslegung des Briefwechsels eines Uni-Studenten mit dem ViP sowie eine von der Lan­deshauptstadt initiierte Unter­suchung zur Optimierung des öffentlichen Personennahver­kehrs gesorgt, deren Ergebnis­se jedoch noch nicht vollstän­dig vorliegen.Konsequenzen für die Hochschule könnten

sich insofern ergeben, als dass in Zukunft eine andere Busli­nie die Einrichtung anfährt. Die Haltestellen, sowohl in der Maulbeer- wie auch in der Lin­denallee, werden aber nicht aufgegeben, so Rabisch. Hin­tergrund der Studie sei viel­mehr eine mögliche Verbesse­rung bei der Koordinierung vorhandener Linien. Über neue Regelungen zum Pro­blem müssen in jedem Fall zunächst die Stadtverordneten entscheiden. Bedeutung hät­ten jene Auffassungen frühe­stens für den Fahrplanwechsel im Mai 2000. Übrigens: Nach Auskunft des Bereichsleiters Verkehr bei der Havelbusge­sellschaft... Potsdam; Peter Ethofer, sollen sich im näch­sten Jahr die Endhaltestellen bei den Linien 606 und 606a ändern. Die Busse fahren dann bis zum Wissenschaftspark Golm beziehungsweise bis zum Bahnhof Golm. P.G.

Gerade zu Semesterzeiten stehen die Linienbusse 695 und 606 bei den Stu­dis hoch im Kurs.

_ Wintersemester 2000/2001

Foto: Fritze

PUTZ 8/99

Knöllchen für Park-Radler

Keine Uni hat so einen schö­nen Campus wie Potsdam. Der Park Sanssouci liegt zwischen den Uni-Gebäuden am Neuen Palais und dem Stadtkern. Das ist nicht nur für die Freistun­den schön. Der Park wäre auch eine wunderschöne Route für alle morgendlichen Radfahrer. Aber: Rad fahren ist im Park verboten. Genau wie Angeln, Musizieren und Spaziergänge fernab der Asphalt- und Schot­terwege. Die Stiftung Preußi­sche Schlösser und Gärten Ber­lin/Brandenburg erlaubt es nicht. Schließlich, so Klaus Jür­gen Bayer, Chef der Parkwa­che, seien die Grünanlagen von Sanssouci kein Freizeit­park"Der Park ist: eineEin­richtung mit musealem Cha­rakter." Lediglich für Ange­stellte der Uni gibt es eine Sondergenehmigung. Das blaue Papier mit dem nötigen Stempel erhält man für fünf Mark pro Jahr bei der Abtei­lung für Sicherheitswesen der Uni in Golm, Haus 18.

mf Mehr Polizeistreifen Doch die schwarzradelnden

Studenten sind der Stiftung Schlösser und Gärten inzwi­schen zu viel."Die Uni hat ei­nen großen Anteil an dem überhand nehmenden Ver­kehr", sagt Bayer. Touristen und andere Besucher würden von den Radfahrern"behin­dert und gefährdet". Neue Schilder sollen darum das Fahrverbot bekräftigen, Poli­zeistreifen sogar Knöllchen verteilen. Allen Hoffnungen auf eine Lockerung des Ver­bots für Radfahrer erteilt er eine Absage. Drastisch formu­liert es Bayer:"Nur über die Leiche des Generaldirektors." Doch darauf will es kein Rad­fahrer ankommen lassen.

mf

21