Campus
Künftig mit neuem Profil
Die ZEIK nach der Evaluierung
Im Jahre 1991 wurde die Zentrale Einrichtung für Informationsverarbeitung und Kommunikation(ZEIK) an der Universität Potsdam gegründet. Damals wurden der Einrichtung drei Aufgabenschwerpunkte aufgetragen: Die Sicherung der datenverarbeitungstechnischen Versorgung der Universität, die Schaffung einer modernen Kommunikationsinfrastruktur, und sie sollte neben einer I&K-Grundausbildung auch die fachnahe I&K-Ausbildung abdecken.
Wie auch die anderen zentralen Einrichtungen der Universität Potsdam ist die ZEIK 1998 im Auftrag des Rektorats evaluiert worden. Überprüft wurde durch eine| Evaluierungskommission, ob die damalige Konzeption heutigen Erfordernissen im Bereich von
I&K Stand hält. Aufgrund der schnelllebigen Entwicklung gerade in diesem Bereich war es nur zwangsläufig, dass die Kommission am Ende einen Sachstandsbericht vorlegte, der auch neue Aufgabenfelder für die ZEIK definierte.
Zukünftig soll die ZEIK vier Schwerpunktaufgaben erfüllen: Dazu zählt die Bereitstellung von technischem Support, die Grundausbildung im Bereich I&K, die Softwarebeschaffung sowie die Betreuung von Informationssystemen. Insgesamt heißt das, dass sich die Arbeit der ZEIK künftig vornehmlich auf technische Grunddienste und Systemdienste konzentrieren wird. Dabei steht die Betreuung des Uni-Netzes, der Zugang zum Internet mit allen Diensten, wie E-Mail, WWW, newsgroups, und die externen Ein
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wahlmöglichkeiten im Vordergrund. Darüber hinaus soll stärker dem aktuellen Trend Rechnung getragen werden, dass zunehmend mehr Studierende und Mitarbeiter von ihrem eigenen PC aus auf die Ressourcen der Uni zurückgreifen können.
Lehre und fachnahe DV-Kurse gehören in die Verantwortung der Fakultäten. Die ZEIK ist dann nur noch für die„Grundausbildung“ zuständig, das heißt, sie bildet aus in den Bereichen Rechnernutzung, Betriebssysteme, Standard-Software sowie Nutzung des Internets. Die I&K-Grundausbildung wird auch weiterhin, aber in neuer Form an allen drei Uni-Standorten angeboten.
Ein weiteres Aufgabengebiet der ZEIK wird auch weiterhin die Übertragung multimedialer Informationen über das Uni-Netz, die Betreuung des Video-Servers der Universität und die Bereitstellung damit in
leistungen sein. Weitere grundsätzliche Entscheidungen zur Nutzung multimedialer Techniken und Dienste wird die Uni-Leitung Anfang 2000 treffen.
Damit(die ZEIK(den üncuen Anforderungen gerecht werden kann, ergaben sich für die Universitätsleitung Konsequenzen auch in der strukturellen Zusammensetzung der ZEIK. Zwei Mitarbeiter der ZEIK, die auch früher schon vornehmlich fachnahe Ausbildung für die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät durchgeführt haben, werden nunmehr diese Dienste in der Fakultät leisten. Mitarbeiter aus dem Dezernat Planung, Organisation, Forschungsförderung, die hier bislang für die Datenverarbeitung in der Verwaltung zuständig waren, sollen künftig der ZEIK zugeordnet werden.
Bis zum Ende des Wintersemesters 1999/2000 soll die Neustrukturierungsphase der ZEIK abgeschlossen sein.
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elektronisch erfasst. Denn unser Vorgänger, die„Bibliothek der Akademie für Staat und Recht“ der DDR, katalogi; sierte bereits 1972 alles elektronisch.
Degkwitz: Dazu kommt jetzt der riesige Bestand Berlins. Die Stadt hat bis zu 40 Millionen Bücher— etwa so viele wie Nordrhein-Westfalen. Aneinandergereiht bilden die Bände einen Bücherwurm von Berlin bis Paris. Allerdings sind nur bis zu 30 Prozent elektronisch erfasst.
Schneider-Eßlinger: Auch wurde zur Zeit der Mauer viel Geld in die FU und TU hineingepumpt. Dabei wurden fantastische Bestände aufgebaut. Die FU hatte einen Jahresetat von 15 Millionen DM. Eine vergleichbare Universität wie Münster hatte höchstens sieben Millionen. Zum Vergleich: Die Uni Potsdam verfügt bis 2002 über jährlich vier Millionen Mark aus dem Aufbauprogramm des Bundes für die neuen Bundesländer. Das
läuft dann aus und wir müssen mit bis zu zwei Millionen Mark auskommen. Allein unsere Zeitschriftenabonnements kosten aber 1,5 Millionen Mark— dann bleibt nicht mehr viel für Neuanschaffungen. PUTZ: Nun kann man sich zwar in allen Bibliotheken ein Buch ausleihen. Aber man muss immer noch zu jeder einzelnen Bibliothek hin und immer einen neuen Benutzerausweis ausstellen lassen. Degkwitz: Die Direktbestellmöglichkeit ist im Aufbau. Sie können sich die Bücher mit der Post senden lassen. Wir möchten auch einen gemeinsamen Nutzerausweis aufbauen, aber das dauert noch. Das ist ein organisatorisches Problem- kein technisches. Denn wenn ein Nutzer aus der TU bei uns 100 wertvolle Kunstbände ausleihen will, dann muss man sich auch einigen, wer den Schaden trägt, wenn die Bücher nicht zurückkommen.
PUTZ: Noch einmal zurück zu dem Neubau. Warum investieren sie hier eigentlich noch in Steine‘ und setzen nicht
Verbindung stehender Service- B.E./gl 163.000 BOCHEr IM LS Neuen Palais m Bücher in Golm ME Bücher in 417.000 Babelsberg
Fast eine Million Bände fassen die Bibliotheken der Uni Potsdam.
gleich auf die neuen, elektronischen Medien? Schneider-Eßlinger: Die digitale Bibliothek wird die traditionelle nicht ablösen, sondern nur ergänzen. Wir abonnieren schon heute über 1500 elektronische Fachzeitschriften. Parallel haben wir einen eigenen Server für die Publikationen wie Doktorarbeiten an der Uni Potsdam aufgebaut. Aber der Gesamtanteil der elektronischen Publikationen liegt bei 10 bis 20 Prozent.
Das liegt nicht an den„sentimentalen Bibliothekaren“, die sich lieber Buchrücken ansehen und die elektronischen Medien abblocken. Die Verlage zögern: Sie müssen viel
Abb.: PUTZ/Bibliothek
Geld in diesen Zweig investieren und wissen noch nicht genau, wie sie(das Geld wieder verdienen können.
Aber in der Zukunft wird die Zahl der Regalmeter zugunsten der Rechnerarbeitsplätze zurückgehen.
PUTZ: Frau Schneider-Eßlinger, Herr Dregkwitz, wir danken für dieses Gespräch.
Recherche und Bücher
im Internet:
Kooperativer Bibliotheksverbund Berlin-Brandenburg: http://www.kobv.de
Uni Potsdam:
http: //info.ub.uni-potsdam.de http: //pub.ub.uni-potsdam.de