Studiosi
PUTZ 9/99
Von der Peripherie in die City
Studenten wollen Große Stadtschule nutzen
Dass Potsdam Universitätsstadt ist, merken noch zu wenige Einwohner und Besucher. Das jedenfalls meinen die ansässigen Studenten. Aber nicht nur die. Auch vonseiten der Stadt hat es in der Vergangenheit immer wieder Beteuerungen gegeben, den Zustand zu beenden. Jetzt gibt es vom Allgemeinen Studierendenausschuss(AStA) der Uni den Wunsch, die Große Stadtschule in der Friedrich-EbertStraße als Kulturzentrum nutzen zu wollen.
Doch ob die Idee wirklich realisiert werden kann, steht in den Sternen. Im Stadthaus hält man sich gegenwärtig bedeckt. „Das Konzept muss überzeugen, finanzielle Vorstellungen klar erläutern“, sagt dazu Axel Geiss, Referent des Oberbürgermeisters, eher skeptisch. Eine Entscheidung sei gegenwärtig nicht in Sicht. Die Studis befinden sich in einer schwierigen Situation. Denn die Sache hat einen Haken: Es gibt mehrere Bewerber für die wegen Kindermangels aufgegebene Schule. Dazu zählen die derzeit favorisierte Abendschule, aber auch die Pots:dam-Information oder die Urania, andere Mitkonkurrenten bleiben noch im Dunkeln. Andre Lausch vom AStA hofft trotzdem weiter auf den Zuschlag... Die Stadt müsse schließlich endlich zeigen, wie viel ihr ihre Studenten wert seien.„Das Objekt erfüllt unsere Ansprüche“, meint er. Die Lage ist ideal: direkt in der Innenstadt, mit Bus und Bahn gut erreichbar. Unweit liegt das Holländische Viertel mit seiner ganz eigenen Szenerie. Doch das denkmalgeschützte leere Haus bietet viel Platz, zu viel nur für die jungen Leute allein. Man wolle deshalb lediglich die Hälfte aller Räumlichkeiten in Besitz nehmen, so der Studi-Vertreter.„Der Ort eignet sich hervorragend für ein Cafe, kleinere Veranstaltungen, Proben, Ausstellungen“, schwärmt er. Von der ursprünglichen Absicht, dem Pu
blikum vor allem größere Veranstaltungen anzubieten, sei allerdings Abstand genommen worden. Im Mittelpunkt soll nun die Sacharbeit stehen, die der AStA gemeinsam mit anderen Studierendenvereinen
der Uni und der Fachhochschule leisten will.
Sollten die Bemühungen um Cie Grand Ecole“ Sscheitern;
sehen die Studenten die Stadt im Zugzwang.„Potsdam braucht studentische Kultur in seinem Zentrum“, so ihre feste Überzeugung. Ganz allein stehen sie damit nicht. Unterstützung kommt zum Beispiel vom Kulturamt, der Fraktion „Die Andere“, nicht zuletzt von der Uni-Leitung.
P.G:
Das älteste Schulgebäude Potsdams soll nach dem Willen des AStAs der Uni
ein studentisches Kulturzentrum werden.
Foto: Tribukeit
Nur eine Namensänderung
Auf seiner Sitzung am 16. November 1999 hat das Studierendenparlament(StuPa) der Uni Potsdam mit nur wenigen Gegenstimmen die Umbenennung seines Exekutivorgans von„ReferentInnenrat“(RefRat) in„Allgemeiner Studierendenausschuss“(AStA) beschlossen. Die Namensänderung ist Bestandteil eines Gesamtpakets von verabschiedeten Satzungsänderungen. Notwendig geworden ist jener Beschluss nach Ansicht der Studierenden, um eine Angleichung an den in der Bundesrepublik Deutschland üblichen Standard der Bezeichnung zu erreichen. Verbunden ist damit jedoch weder eine inhaltliche noch personelle Änderung in der Arbeit des Gremiums. Am 9. Dezember 1999 hat auch die Versammlung der Fachschaftsräte dem nun gültigen Beschluss zugestimmt. P.G.
Philips StudentenTaschenbuch
Wer sich genauer über das Angebot, das der Philips-Konzern für Studentinnen und Studenten bereit hält, informieren will, hat dazu jetzt Gelegenheit. Die nunmehr zehnte Ausgabe des Philips Studenten-Taschenbuchs ermöglicht einen umfassenden Überblick über wichtige Bereiche des Unternehmens sowie einige der vorhandenen Praktikumsplätze. Insbesondere Studierenden der Elektrotechnik, anderer Ingenieurswissenschaften und wirtschaftswissenschaftlicher Fachrichtungen eröffnet sich dabei ein breites Spektrum interessanter Tätigkeitsfelder. Ergänzt wird der 160 Seiten starke Band durch praxisorientierte Bewerbungstipps. Auch der Hinweis auf die aktuellen Stellenangebote im Karriereteil des Internetangebotes unter www.philips.de fehlt nicht. PUTZ
Sprachkurs in Sibirien
Für Studierende nach der Zwischenprüfung und Graduierte aller Fachrichtungen, mit Ausnahme der Slawisten, bietet der Deutsche Akademische Austauschdienst(DAAD) vierwöchige Sommersprachkursstipendien für Anfänger an Universitäten in Zentralrussland(Rostov) oder Westsibirien(Tomsk) an. Um ein solches Stipendium, das sämtliche Kosten deckt, können sich Interessenten bis zum 31. März 2000 beim DAAD, Referat 325, Kennedyallece 50,/53175 Bonn, bewerben. Weitere Informationen und Bewerbungsunterlagen gibt es unter http: //www.daad.de. PUTZ
Wohin am Abend?
Im Unicum-Keller Am Neuen Palais gibt es gleich zwei Veranstaltungen noch vor den Weihnachtsfeiertagen.
15. Dezember 1999: Reihe „Wurzeln“ mitä Helge Sauer (Singer/Songwriter, Uni Potsdam); Beginn: 20.00 Uhr
16. Dezember 1999: Filmvortrag„Die Frau im Baum— ein Kampf für die Red Woods“ von Klaus Hugler(Potsdam); Beginn: 20.00 Uhr
Uni-Ball in Berlin
Einen Ball für Tanzbegeisterte gibt es am 22. Januar 2000 im Festzentrum der Trabrennbahn Mariendorf, Mariendorfer Damm 222. Veranstalter ist die„Formation“ der Technischen‘ Universität|Berlin-(Be; ginnen wird der festliche Abend 20.00 Uhr. Die Karten kosten 30,— DM. VorbestelJungen: sind unter Tel. 030/4049551 möglich, ansonsten erfolgt der Kartenvorverkauf immer dienstags ab 21.00 Uhr in der Alten Mensa der TU, Hardenbergstraße. Mehr Informationen finden Interessierte im Internet unter http://home.t;,online.de /home/ckabel. PUTZ
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