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Campus
erhöhen Studierende als Gründer
Experten-Workshop an der Uni
Die heutigen Schüler sind die Studierenden von morgen. Also müssen Hochschulen und Schulen eng Zusammenarbeiten. An der Universität Potsdam wird auf diesem Gebiet seit Jahren gute Arbeit geleistet, die natürlich ausbaufähig ist.
Mit dem Herrmann-von- Helmholtz-Gymnasium und der Gesamtschule „Peter Joseph Lenne“ in Potsdam unterhält die Hochschule sogar vertragliche Beziehungen, mit dem Humboldt-Gymnasium steht der Abschluss eines Vertrages bevor. Auch zu anderen Schulen Potsdams gibt es gute Verbindungen.
Zu den Uni-Bereichen Naturwissenschaften, Psychologie, Sportwissenschaft, Sprachen, Informatik, Medienwissenschaft, der English Drama Group und anderen bestehen teilweise intensive Kontakte zwischen Wissenschaftlern der Uni, Lehrern und Schülern.
Diskussion mit Schuldirektoren
Lobbyarbeit betreiben, Wissenschaftsfeindlichkeit abbauen, Begabte fördern, Studierfähigkeit erhöhen, Lehrer weiterbilden, das waren Themenschwerpunkte, die die Vizepräsidenten der Uni, Prof. Dr. Gabriele Blell und Prof. Dr. Jürgen Kurths, sowie Direktoren von neun Gymnasien beziehungsweise Schulen mit gymnasialer Oberstufe kürzlich diskutierten.
Bei dem Treffen suchten alle Beteiligten nach Ideen für neue Projekte. So gibt es Vorstellungen zur Einrichtung einer „Sommerschule“ beziehungsweise eines Schülerseminars. Weitere Überlegungen gehen dahin, Studierende und Doktoranden in Arbeitsgemeinschaften oder ähnlichen Veranstaltungen für Schüler einzubeziehen, den Unterricht für Studierende zum Hospitieren zu öffnen und eine Zusammenarbeit von Uni-Mitar- beitern und Schulfachkonfe- renzen anzustreben. B.E.
Neue und innovative Konzepte der Förderung, Qualifizierung und Motivierung von gründungswilligen Studierenden, Absolventen und Mitarbeitern an deutschen Hochschulen vorzustellen, war das Anliegen des Exper- ten-Workshops „Existenzgründung aus der Hochschule“, der am 14. Januar dieses Jahres an der Uni Potsdam stattfand.
Dass eine erfolgreiche Gründung schon nach wenigen Jahren neue Arbeitsplätze schaffe, betonte Prof. Dr. Friedrich Buttler, Staatssekretär im bran- denburgischen Wissenschaftsministerium. Es sei deshalb auch eine Aufgabe der Hochschulen, sich fündiert mit dieser Thematik zu beschäftigen und neben den schon bestehenden Aktivitäten, neue Möglichkeiten für junge Akademiker zu entwickeln, Existenzen zu gründen. Besonderes hervorgehoben wurde dabei, dass in Brandenburg ein überdurchschnittliches gutes Potential an Akademikern und eine gute Infrastruktur bestehe.
Der Vizepräsident der Universität Potsdam und Initiator des
Höflichkeit, Folgsamkeit, Ehrerbietung und die Anerkennung der Autorität der Eltern - dies sind Forderungen, die Erwachsene durch die Geschichte hindurch zum Kanon
Workshops aus der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät, Prof. Dr. Dieter Wagner, hob die Bedeutung der interdisziplinären Ausrichtung der Qualifikationskonzepte hervor. Entsprechend seien pädagogische, psychologische, wirtschaftliche und familiäre Aspekte zu be
achten. Insbesondere soziale Kompetenzen, wie selbstsicheres Auftreten oder Teamfähig- keit sowie die Kristallisierung einer starken Persönlichkeit sah er als bedeutend an. Als notwendig erachtet er, fakul- tätsübergreifende Konzepte an
„respektvollen Verhaltens“ von Kindern zählten. Die bildungsgeschichtlichen Quellen verdeutlichen, dass mit der Erziehung junger Menschen betraute Personen einen An
der Hochschule zu integrieren welche die speziellen Neigungen der Studierenden berück sichtigen.
Im Anschluss an den Work shop tagte die „IV. Professoren- und Expertenrunde für das Gründernetz der Hochschulen in Brandenburg“ mit
den Vertreten und Referenten der Fachhochschulen und Universitäten in Brandenburg. Es diente dazu, die bereits laufenden vielfältigen Aktivitäten hochschulübergreifend zu koordinieren.
spruch auf Respekt durchzusetzen suchen. Durch reform- pädagogische Bestrebungen an der Wende zum 20. Jahrhundert wurde dieses Muster aufgebrochen.
Mit „Respektspersonen - Wandlungen autoritären Verhaltens in Elternhaus und Schule“ beschäftigte sich deshalb auch eine Ausstellung, die kürzlich an der Universität Potsdam zu sehen war. Die Professur für Historische Pädagogik der Uni und die Forschungsstelle für Berlin- Brandenburgische Bildungsgeschichte veranstalteten diese Exposition.
PUTZ/Foto: Tribukeit
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Gewandelte Respektspersonen
Existenzgründungen zu fordern und Netzwerke zu etablieren, war das Anliegen eines kWorkshops an der Universität Potsdam. Foto: Fritze
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