Heft 
(1.1.2019) 01
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Campus

PUTZ 1-2/00

Europäischer Bankenmarkt

Vortragsreihe bei Wirtschaftswissenschaftlern

Seit längerem gibt es in der Wirtschafts- und Sozialwis­senschaftlichen Fakultät, Professur für Betriebswirt­schaftslehre mit dem Schwerpunkt Finanzierung und Banken, eine fachöffent­liche Vortragsreihe, in der Vertreter von Banken refe­rieren. Kürzlich nun sprach Dr. Manfred Weber, Haupt­geschäftsführer und Mitglied des Vorstandes Bundesver­band deutscher Banken. Er widmete sichWettbewerbs­politischen Konsequenzen des europäischen Banken­marktes.

Nach Auffassung des Referen­ten führe die gegenseitige An­erkennung der Aufsichtsnor­men in der Europäische Union zu einer Absenkung der Mark­teintrittsbarrieren. Der Mark­teintritt ausländischer Banken in Deutschland hätte mehr Wettbewerb und damit die Stärkung des Finanzsektors in Deutschland und Europa zur Folge.

Kundenbedürfnisse

Der Wandel im Bankgeschäft werde an vielen Stellen deut­lich, so bei den Kundenbe­dürfnissen. Es zeige sich bei­spielsweise die Zunahme des Interesses für Wertpapiere. Aber auch technologische Ent­wicklungen, wie das Telefon- und Onlinebanking, übten ei­nen Zwang zur Umstrukturie­rung der Kreditinstitute aus. Im Geschäft mit Firmenkun­den läge ein weiterer Trend in der Desintermediation, also der direkten Finanzierungsbe­ziehung zwischen Anlegern und Unternehmen, der an­hand der zunehmenden Ver- briefüng und des wachsenden Anteils der Unternehmensan­leihen am Gesamtanleihevolu­men deutlich werde. Für Ban­ken bedeute dies ein Qualitäts­verlust, da gerade das Geschäft mit guten Kunden verloren ginge.

Neuausrichtung

Die Reaktion der Banken auf den Wandel liege in einer stra­

tegischen Neuausrichtung. Die Geschäftsfelder müssten, so Weber, neudefiniert werden, zudem seien Reorganisatio­nen, Outsourcing und Kosten­senkungsmaßnahmen unab­

wendbar für sie. In den letzten Jahren sei beispielsweise eine Tendenz zum Zweigstellenab­bau erkennbar gewesen. Für die Banken bestehe eine Chance darin, verstärkt nötige Investitionen in Technik und neue Vertriebswege vorzuneh­men. Investitionen in die Mit­arbeiterqualifikationen ermög­lichten es, in Zukunft mehr Gewicht auf die Beratung bei der Betreuung von Bankkun­den zu legen. In Deutschland hätten die fünf größten Ban­ken einen Marktanteil von 17 Prozent, was im internationa­len Vergleich sehr niedrig sei und auf eine geringe Konzen­tration hindeute.

Gleiche Bedingungen

Dr. Weber resümierte, dass er zwar nicht unbedingt für eine Privatisierung der Sparkassen und Landesbanken sei, aber nach seiner Ansicht unbedingt

gleiche Wettbewerbsbedingun­gen für alle Marktteilnehmer gewahrt sein müssten. Nötig sei eine Trennung von über­kommenen, alten Strukturen und insbesondere die Beendi­

gung der Subventionierung der öffentlichen Banken durch Gewährträgerhaftung und An­staltslast und durch die Über­lassung von Eigenkapital zu Konditionen weit unterhalb der Marktbedingungen. Eine Förderung der öffentlichen Banken sei allein schon deshalb fragwürdig, weil sie keine Dienstleistung erstellten wür­den, die nicht auch andere Banken zu den gleichen Kon­ditionen erstellen könnten und zudem in der Vergangenheit selten innovativ waren. In der heutigen modernen Zeit sei der Förderauftrag der öffentli­chen Banken aus alten Tagen überkommen, nicht mehr zeit­gemäß und ein Relikt aus dem vorigen Jahrhundert.

Philip Steden/ Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät

VonAachen" bis Zyste"

Duden-Wörterbuch fertig

Auf nunmehr zehn Bände ist das jetzige Duden-Wörterbuch in seiner dritten Fassung ange­wachsen. Die Quantität beein­druckt zuerst bei diesem mo­dernen Nachschlagewerk, das die umfassendste und aktuell­ste Dokumentation der deut­schen Gegenwartssprache be­reithält. Es ist dann aber die Beschreibung lebendiger Spra­che in vielfältigsten Sprach- und Stilschichten selbst, über die sich die Qualität des Kom­pendiums definiert. Regionale Varianten der Sprache, Ju­gend- und Umgangssprache, Termini der Medien und In­formationstechnik, der Film-, Fernseh- und Popkultur, Sprachzugänge zur Politik, Wirtschaft und Kultur, Fach- und Sondersprachen und die Literatursprache der deutschen Klassik - keinen Bereich haben die immerhin 17 Autoren aus- geklammert, um das changie­rende Medium der Sprache in gebrauchsspezifischen Zusam­menhängen auszuloten. Die Problematik eines gleicher­maßen anspruchsvollen wie ehrgeizigen großen Wörterbu­ches der deutschen Sprache scheint bewältigt. Bei der Er­stellung der einzelnen Bände ging es darum zu unterschei­den, was neu, verantwortungs­bewußt, das heißt eben spra- cherprobt in den offiziellen Wortfündes der deutschen Sprache aufgenommen werden kann oder nicht.

Neu verzeichnet das große Wörterbuch der deutschen Sprache zum Beispiel Begriffe wie Backslash, Blockbuster, Boygroup, chatten, Cross­over, Designerfood, endgeil, Fanzine, grottendoof, Hotline, hundertpro, Indie, LFR, Mil- leniumsfeier, Ostalgie oder An­deres.

PUTZ

Duden. Das große Wörter­buch der deutschen Sprache. 3. Auflage. Bibliographi­sches Institut & F.A. Brock­haus AG. Mannheim, 1999. 4800 S. 990,-DM. ISBN Gesamtwerk 3-411-04 733- X.

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Marktanteile in Deutschland

10 %

38%

GeNo=Genossenschaftsbanken

Abb.: Z0.

Bpriv. Banken Sparkassen

GeNo

andere

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