PUTZ 4/00
Studiosi
Wohin am Abend?
Im Unicum-Keller Am Neuen Palais gibt es in diesem Monat noch zwei Veranstaltungen. 16. Mai 2000: Doors-Abend, Beginn: 20.00 Uhr
26. Mai 2000: Konzert in der Reihe„rocken“:„Sugar Boost“(Erfurt) und„Reizgas“ (Potsdam), Beginn: 21.00 Uhr
Die Mannschaft des UnicumKellers ist auch beim T1-Frühlingsfest dabei.
25. Mai 2000: nil-Cocktailbar, Beginn: 22.00 Uhr
Jugendcamp
Potentiellen EXPO 2000-Besuchern mit schmaler Geldbörse bietet sich jetzt eine lukrative Chance. Der Stadtjugendring Wolfsburg e.V. organisiert während der vom 1. Juni bis zum 31. Oktober dieses Jahres stattfindenden Ausstellung ein Jugendcamp. Gedacht ist es insbesondere für Jugendgruppen, Studiengruppen und Schulklassen, die eine bezahlbare und altersgerechte Unterkunft suchen. Eine Übernachtung kostet(inclusive' Frühstück). 22;-DM. Hinzu kommen weitere kostengünstige Service-Angebote und ein attraktives Rahmenprogramm.
Wer sich näher informieren möchte, wende sich an den Stadtjugendring Wolfsburg e.V., Jugendzeltplatz AlmkeEXPO-Projekt, Volkmarsdorfer Str., 38446 Wolfsburg, Tel.: 05365-9895-0, E-Mail: expo@ jzp.de. Im Internet können Interessierte auch unter der
Adresse http: //www.jzp.de
nachlesen. PUTZ
Universitätszeitung PUTZ online unter:
http://www.
_ uni-potsdam.de/ u/putz/index.htm
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Nicht nur Elefanten
Uni-Studenten in Südafrika
Am Morgen war das Brot, scheinbar sicher zwischen den Zelten deponiert, verschwunden: von vorwitzigen Grauhörnchen stibitzt. An derartige Überraschungen gewöhnten sich die 17 UniStudenten, die zum Landschaftspraktikum in Südafrika weilten, schnell. Ihr Tagesprogramm war vollgestopft.
Addo-Elefanten-Park in der Nähe von
Insgesamt vier Wochen dauerte der Aufenthalt im fremden Land. Die Studierenden der Geoökologie beschäftigten sich gleich mit mehreren Problemen. Dabei ging es zum einen um die geologische Entwicklung, Fauna und Flora eines Gebietes um Kapstadt, die auf der Welt einmaligen Proteen auf dem Plateau des Tafelberges sowie einschneidende Landschaftsveränderungen durch erste steinzeitliche Siedler oder durch neuere Siedlungspolitik. Helfer und Partner dabei war Prof. Heinz Beckedahl von der Universität in Pietermaritzburg, zu der es künftig engere Kontakte geben soll.
Die Gruppe widmete sich auch der extremen Bodenerosion im Gebiet der Transkei, einem ehemaligen Homeland. Durch Straßenbau und intensivere Landnutzung in neuerer Zeit ausgelöst, kommt es hier bei Starkniederschlägen zum Phänomen der unterirdischen Erosion. Bodenschichten werden weggespült,_KErosionsrinnen bilden sich. Geländevermessungen, Kartierungen und fotografische Do
kumentationen gestalteten sich besonders abenteuerlich, wenn es galt, einen geologischen Aufschluß an einer Abbruchkante zu untersuchen oder wenn tagelanger Regen Boden, Zelte, Kleidung und alle Beteiligten hoffnungslos durchweicht hatten. Dennoch schaffte man es, nahezu achttausend Kilometer durchs Land zu reisen. Die Eindrücke
Foto: Tschochner
Port Elizabeth.
waren dabei verschieden. Südafrika wirkte auf die Potsdamer teilweise sehr europäisch und dann wieder ganz ursprünglich afrikanisch, mit weidenden Großwildherden— Elefanten, Giraffen, Zebras, Kudus, Buntböcken- oder mit igluartigen buntbemalten Lehmhütten der Xhosa in der Transkei. Die Strecke entlang der Küsten bot von allem etwas: staubende Homelandpisten, Pässe, die hinauf auf die immerhin dreitausend Meter hohen Drakensberge führten, eine unglaubliche Blütenvielfalt neben dem traurigen Anblick der Spuren verheerender Buschfeuer rings um Kapstadt. Am Ende lag der St. Lucia Nationalpark, ein artenreiches Feuchtgebiet an der Küste, das 1999 wegen seiner einzigartigen Naturausstattung zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Afrika überzeugte die von vier Uni-Mitarbeitern geleitete Gruppe jedoch nicht nur durch die Landschaft, sondern vor allem durch die Menschen, die dort leben. Auch das bleibt in Erinnerung hier in Potsdam, jenseits‘ von Afrika. Heike Wolff/
Studentin der Geoökologie
„Uniqueer”
Im Januar dieses Jahres gründete sich ‚die Freie Les BiSchwule Hochschulgruppe „uniqueer“. Die Vereinigung will künftig für eine Enttabui sierung homo- und bisexuelle Lebensweisen in- und außer halb der Universität eintreten. Nach Angaben der Initiatoren des Projektes strebe man an, bestehenden Diskriminierun gen an der Uni entgegenzu wirken sowie homo- und bise xuellen Studierenden und Leh renden ein Forum innerhalb der Hochschule zu bieten. „uniqueer“ plant zudem die Organisation von Ringvorlesungen zum Thema„Homos exualität“, weiterführende studentische Arbeitsgemeinschaf ten und die Organisation von Wochenendseminaren und Workshops.
Vorgenommen haben sich die „uniqueer“-Mitglieder auch, das kulturelle Leben der Uni mit Ausstellungen, Filmaben den, Veranstaltungen zum Welt-Aids-Tag oder zum Chri stopher-Street-Day zu berei
chern: PUTZ IMPRESSUM ISSN 0947-1650 PUTZ
Die Potsdamer Universitätszeitung
Herausgeber: Referat für Presse-, Öffentlichkeits- und Kulturarbeit(PÖK) im Auftrag des Rektors der Universität Potsdam, Prof, Dr. Wolfgang Loschelder Redaktion: Dr. Barbara Eckardt(B.E.), Janny Glaesmer(gl)(verantwortl.), Petra Görlich(P.G.)
Dr. Ursula Resch-Esser(urs)
Texterfassung, Vertrieb: Andrea Benthien
Titelfoto: UNIDRAM
' Anschrift der Redaktion: Am Neuen Palais 10, D-14469 Potsdam, Telefon(03 31) 9 77-1474 oder-1496, -1665,-1675 Telefax(03 31) 9 77-1145 oder-1130 E-mail: presse@rz.uni,potsdam.de Internet: http://www.uni-potsdam.de/ u/putz/index.htm
Redaktionsschluß der Juni-Ausgabe: Mittwoch, 17. Mai 2000
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Es gilt Anzeigen-Preisliste Nr. 4
(vom 1.10.99)
Anzeigenschluß der Juni-Ausgabe: 2. Juni 2000