PUTZ 4/00
Personalia
Es hat mir Spaß gemacht
Eigentlich war es wie immer, an jenem 31. März 2000. Waltraud Kögler managte in ihrer bekannt engagierten Art die Druckerei der Universität Potsdam. Dieser oder jener bekam sein Fett weg, weil der Kopierer festgefahren, Druckvorlagen zu unexakt abgeliefert oder Termine nicht eingehalten wurden. Trotzdem wird auch an diesem Tag schier Unmögliches möglich gemacht. Keiner verlässt unzufrieden die Druckerei. Denn Pfusch ist nicht ihre Welt,„ganz oder gar nicht“ ihre Devise.
Und doch wird dieser Tag für die nun 65-Jährige Leiterin der Druckerei unvergesslich bleiben. Denn es ist ihr letzter Arbeitstag. Nicht nur ihre engsten Kollegen, sondern Vertreter aller Bereiche der Uni bis zum Rektor gaben sich ein Stelldichein, um Waltraud Kögler aus dem Berufsleben zu verabschieden. Irgendwie hat sie den Rummel ein bisschen erwartet, ist dann über das Ausmaß der Zuwendung, Anerkennung und Danksagung doch gerührt.
Die gelernte Buchbinderin und Liebhaberin von Maschinen arbeitete seit 1965 an der Universität Potsdam beziehungsweise an ihrer Vorgängereinrichtung. Sie ist stolz auf das KErreichte, insbesondere
Nun muss es in der Uni-Druckerei
ohne Waltraud Kögler gehen. Foto: Fritze
dass die
darauf; ihr nach der Wende Leitung Druckerei übertragen wurde. „Ich habe immer gerne gearbeitet, meine Arbeit war mein Hobby.“ Und so gingen in den letzten Jahrzehnten Tausende von Broschüren, Formularen, Faltblättern, Kopiervorlagen durch ihre Hände. Der: Maschinenpflege widmete große Aufmerksamkeit. Man muss auch loslassen können, sagt Waltraud Kögler und geht in den verdienten Ruhestand.„Es ist für mich aber sehr wichtig, allen noch einmal danke zu sagen.“
der
sie
B.E.
Veranstaltungskalender der Universität Potsdam online unter: http:/www.uni-potsdam.de/u/kalender.htm
Eisenberg DFG- Gutachter
Zum Gut
achter der 4% Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für das Fachgebier„Allge-#8
meine und
angewandte Sprachwissenschaft. einschließlich ihrer Grenzgebiete“ wurde Prof. Dr. Peter Eisenberg für vier Jahre gewählt. Wahlberechtigt sind
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die Hochschullehrer des jeweiligen Fachgebietes in der Bundesrepublik. Eisenberg ist Professor für Deutsche Sprache der Gegenwart im Institut für Germanistik der Universität Potsdam.
Aufgabe der Gutachter ist vor allem, Stellungnahmen zu den bei der DFG eingereichten Anträgen auf Förderung von Forschungsvorhaben abzugeben. PUTZ
UNIDRAM hat begonnen
Zur Erinnerung: noch bis zum 20. Mai ist UNIDRAM-Zeit. Beim Osteuropäisch-deutschen Theatertreffen sind in diesem Jahr Ensembles aus Russland, Polen, Tschechien, Jugoslawien, Kroatien, Ungarn, Rumänien, der Schweiz, aus Österreich und aus Deutschland zu Gast. An mehreren Spielorten, darunter auch wieder das Hans Otto Theater, präsentieren die Veranstalter wie gewohnt ein vielfältiges und dichtes Programm, das neben Theater, Tanz, Konzerten und Parties auch ein Abschlussfeuerwerk umfasst.
Die theatralischen Höhepunkte des 7. UNIDRAMJahres heißen„blackS
KYwhite“ aus Moskau(18.5., 21.30 Uhr sowie 20,5., 22.30 Uhr, jeweils Waldschloss), „Sofa Trio“ aus Budapest (19.5., 19:30 Uhr, Reithalle A des Hans Otto Theaters), „Teatr Cineama“ aus Michalowice(20.5. 19.00 Uhr, Lindenpark) sowie die„Marburger Theaterwerkstatt“(18.5, 19.30 Uhr, Waldschloss). Wer UNIDRAM aus den vergangenen Jahren kennt, weiß jedoch, dass auch die anderen Vorstellungen nicht verpasst werden sollten.
Eine ungewöhnliche Performance:
bei„Imitator Dei“ von blackSKYwhite wird Theater zur Geisterbahnfahrt. Foto: blackSK Yhite
Mit dem enthusiastisch gefeierten Klezmer-Trio„Kroke“ aus der diesjährigen europäischen Kulturhauptstadt Krakau hat das Festival ein besonderes musikalisches Highlight (19.5, 22.00 Uhr, Waschhaus). Und für alle Partygänger sowie für Liebhaber der osteuropäischen Küche ist die„PiroggenParty“(18:5:, 23.00 Uhr, Waldschloss) allemal eine lange Nacht wert. Karten und Infos unter: 0331/719139 oder an der Abendkasse.
Thomas Pösl/PÖK
Nie mehr blamieren!
Wenn es so ist, dass gute Manieren wieder„in“ sind, dann sollten. angemessene Umgangsformen zumindest bekannt sein. Ob man sie befolgt, kann man ja immer noch entscheiden.
Ist es antiquiert, der Dame den Vortritt zu lassen? Sollte man die Uni als Nichtstudent lieber ohne Jeans betreten? Wie ist Kummer bei Hummer zu vermeiden? Wie ist der Smalltalk bei Tisch zu meistern? Was gebietet. der moderne Tanzknigge? Wie. telefoniert man anständig? Wer auf der siche
ren Seite bei der Antwort auf
diese und andere Fragen sein möchte, bekommt jetzt eine Hilfe an die Hand. Gerade ist ein witziges Quizspiel bei DUDEN erschienen. Unter dem Titel„Nie mehr blamieren—
coole Manieren“ vermittelt es eine„Hitliste tagtäglicher Fettnäpfchen“, also Tipps für zeitgemäßes Benehmen.
Der Verlag verspricht mit diesem„Non-Book“ im Westentaschenformat Hilfe beim Vermeiden gröbster Schnitzer und bei der richtigen Entscheidung in kniffligen Situationen. Wem das nicht genügt, der kann auch noch die Hitliste sprachlicher Stolpersteine„Nie mehr blamieren— sicher formulieren!“ studieren.
B.E. Bernd Oehler: Nie mehr blamieren— coole Manieren!
Unsere Hitliste tagtäglicher Fettnäpfchen, Verlag Bibliographisches Institut& F.A. Brockhaus AG, Mannheim 2000, ISBN 3-411-709316, 9,90 DM.