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Neue Medien im Blick
Multimedia und Internet sind weltweit in aller Munde. Von einem erhofft man sich eine Revolution des Lernens, Lehrens und Zusammenarbeitens, an das andere werden hohe Erwartungen geknüpft, wenn es um Geschäft und Unterhaltung geht.
Auch die Universität Potsdam stellt sich der Entwicklung. Am 27. Juni dieses Jahres findet deshalb im Auditorium maximum, Haus 08, Komplex Am Neuen Palais der 1. Multimedia-Tag statt. Die Veranstalter, der Multimedia-Ausschuss der Hochschule, wollen dabei Probleme aus dem universitären Alltag beleuchten und zugleich Möglichkeiten ihrer Bewältigung mittels neuer Technologien aufzeigen.
Den_Hauptvortrag zum Thema„Neue Medien in der Hochschullehre: Von der Vision zur Alltagstauglichkeit“ hält ab. 10.15. Uhr Prof. Dr. Reinhard Keil-Slawik von der Universität Paderborn. Eine ab 12.00 Uhr geöffnete Multimedia-Ausstellung in den FoyerRäumen informiert zudem über ausgewählte MultimediaProjekte aller Fakultäten. Geplant sind auch Präsentationen und Ausführungen, die die beiden Bereiche„Lehre“ und „Büro“ betreffen. Damit kommen sowohl Angehörige des wissenschaftlichen wie auch nichtwissenschaftlichen Personals auf ihre Kosten. Eine von Vizepräsident Prof. Dr. Dieter Wagner ab 17.00 Uhr moderierte offene Diskussion über zukünftige Aktivitäten der Universität Potsdam im Multimedia-Bereich rundet das Programm ab.
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Nähere Informationen erhalten Interessierte im Internet unter:
http: //didaktik.cs.uni-potsdam.de/MultimeDies.
Anmeldungen als Aussteller sind möglich bei: schwill@cs.uni-potsdam.de
Ultrakalte Gase
DFG fördert Uni-Physiker
Der Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) beschloss, Anfang des kommenden Jahres 21 neue Schwerpunktprogramme einzurichten. Diese Programme wurden aus 54 Anträgen ausgewählt und werden mit einem Gesamtvolumen von etwa 104 Millionen Mark gefördert. Ziel der Schwerpunktprogramme ist es, Wissenschaftler aus verschiedenen Forschungseinrichtungen und Forschungsgebieten zusammenzubringen.
Zu den ausgewählten Programmen gehört das Projekt „Wechselwirkung in ultrakalten Atom- und Molekülgasen“. Es wird von dem Physiker der Universität Potsdam, Prof. Dr. Martin Wilkens, koordiniert, zwei weitere Potsdamer Wissenschaftler sind beteiligt.
In dem_Schwerpunktprogramm werden ultrakalte Gase untersucht. Diese sind durch sehr niedrige Temperatur, geringe Dichte und schwache Wechselwirkung gekennzeichnet. Die Forscher werden untersuchen, wie ultrakalte Atome und Moleküle wechselwirken und wie deren Bewegungen gezielt manipuliert werden können. Anwendungsfelder sind zum Beispiel Atomlaser, Atomuhren oder Instrumente, mit denen man die Erdschwerkraft präzise messen
kann. Das Projekt wird für sechs Jahre gefördert.
Zu den neuen geförderten Schwerpunktprogrammen gehört weiterhin das Projekt „Methoden der ZeitreihenanaIyse und der digitalen Bildverarbeitung“ Prof. ADr.-A Peter Maaß, ehemals Universität Potsdam, jetzt Universität Bremen, koordiniert es. Von der Universität Potsdam sind Prof. Dr. Jürgen Kurths und sechs weitere Wissenschaftler insbesondere aus dem Zentrum für Nichtlineare Dynamik daran beteiligt.
Die in diesem Projekt untersuchten Methoden werden in vielen Wissenschaftsbereichen und in der Praxis eingesetzt. So finden diese Verfahren in der medizinischen Diagnostik Verwendung, um LangzeitEKG-Daten zu analysieren. Ein anderes Anwendungsbeispiel ist die automatische Klassifizierung von Lackbeschichtungen während der Fertigung von Bauteilen. Die sich ständig vergrößernden Datenmengen verursachen in allen Bereichen „Datenfluten“. Um diese auswerten zu können, ist die Entwicklung neuer Verfahren erforderlich. Die Wissenschaftler werden deshalb Methoden, die in verschiedenen Wissen: schaftsbereichen erarbeitet wurden, zusammenführen und neue mathematisch fundierte Algorithmen entwickeln. Auch dieses Projekt wird sechs Jahre gefördert. B.E.
Europa-Woche
Mit fünf öffentlichen Veranstaltungen beteiligte sich die Universität Potsdam an der diesjährigen bundesweiten Europa-Woche vom 5. bis 14. Mai. Die Hochschule bot in diesem Rahmen unter anderem Vorträge zu Erfahrungen mit der europäischen Währungsunion Oder zum Thema„Europa im Zeichen der Aufklärung“ an.
Die Europa-Woche und das „Jahr der Physik“ waren für das Institut für Physik der Uni
versität Potsdam Anlass für eine Informationsveranstaltung unter dem Motto„Europa 2000 im Zeichen der Physik“. Vorgestellt wurden Forschungsprojekte mit europäischer Orientierung. In Kurzvorträgen und auf Postern präsentierten Wissenschaftler die Ergebnissen der Forschungen aus den Bereichen Nichtlineare Dynamik, Physik kondensierter Materie und Quantentheorie.
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Wahlen der Gremien
Die Gremien-Wahlen der Uni Potsdam zur neuen Zusammensetzung des Senats und der Fakultätsräte rücken näher. Am 27., 28. und 29. Juni dieses Jahres ist es soweit. Alle Vorbereitungen
sind weitgehend getroffen. Mitglieder aller an der Einrichtung vorhandenen Statusgruppen sind nun aufgerufen, ihr Recht zur Stimmabgabe wahrzunehmen.
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N art TEE
Gelegenheit dazu gibt es an allen drei Universitäts-Standorten. Wahlberechtigte der Juristischen wie auch der Wirtschafts- und_Sozialwissenschaftlichen Fakultät finden die Wahlurne auf dem ÜUniversitätskomplex-Komplex 1001 (Bereich Griebnitzsee) im Eingangsfoyer des Hauptgebäudes. Angehörige der Philosophischen Fakultäten I und II stimmen auf dem UniversitätsKomplex II(Bereich Golm) im Kleinen Senatssaal des Hauses 14 ab. Für die MathematischNaturwissenschaftliche Fakultät, die Zentralen Betriebseinheiten und die Verwaltung ist der Kleine Konferenzraum neben der Cafeteria(Haus 8) auf dem Universitäts-Komplex I vorgesehen. Geöffnet sind die Wahllokale an allen drei Tagen jeweils von 9.00 bis 15.00 Uhr. Die universitätsöffentliche Auszählung der Ergebnisse erfolgt schließlich am 29. Juni 2000 ab 15.00 Uhr im UniversitätsKomplex I Am Neuen Palais. Die Prozedur findet im Senatssitzungsaal des Hauses 09 statt. Auskünfte erteilen Peter Brestrich, Tel.:-1789, und Marina Zimmermann, Tel.:-1673. P.G.
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