PUTZ 5/00
Campus
Ringvorlesung
Unter dem Titel„Europa: Einheit und Vielfalt“ HKäuft im Sommersemester eine EuropaRingvorlesung. Vier Vorlesungen stehen noch aus:
20. Juni 2000: Zur Entwicklung europäischer Arbeitskulturen(Referent: Prof. Dr. Dieter Wagner)
27. Juni 2000: Zur Bedeutung der europäischen Währungsunion(Referent: Prof. Dr. Wilfried Fuhrmann) 4. Juli 2000: Zur Konvergenz und Divergenz europäischer Sozialstaatsmodelle(Referentin: Prof. Dr. Ilona Ostner von der Georg-August- Universität Göttingen)
1l. Juli 2000: Europa im Spannungsfeld zwischen Ost und West am Beispiel Russjands(Referentin: Prof. Dr. Jutta Scherrer von Ideolgies Contemporaines Paris)
Die Vorlesungen beginnen um 18.00 Uhr und finden im Universitätskomplex Babelsberg, August-Bebel-Straße 89, Haus 1, Raum 2.31 statt. PUTZ
Fakultätstag
Am 23. Juni 2000 findet der diesjährige hochschulöffentliche Fakultätstag der Philosophischen Fakultät II statt. Ab 15.00 Uhr gibt es im Universitätskomplex Am Neuen Palais im Auditorium maximum ein abwechslungsreiches Programm. Zu diesem Anlass ist auch die Umbenennung der Fakultät in Humanwissenschaftliche Fakultät geplant. Den Festvortrag hält Prof. Dr. Jürgen Mittelstraß von der Universität Konstanz zum Thema„Von der Disziplinarität zur Transdisziplinarität und zurück“. Des Weiteren erhalten an diesem Tag Promovenden und Habilitanden der Fakultät ihre Urkunden. Ab 17.00 Uhr steigt dann im Innenhof des Hauses S ein Open-Air-Fest mit Erlebnisinseln, Klangskulpturen, lebenden Bildern, kulinarischen Oasen und Video-Bildern. In den Foyer-Räumen des Hauses 8 ist eine Ausstellung zu sehen.
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Gegen
Kommandostrukturen
Die Juristische Fakultät und die Philosophische Fakultät I der Universität Potsdam haben Verfassungsbeschwerde gegen zahlreiche Bestimmungen des am 26. Mai 1999 in Kraft getretenen Brandenburgischen Hochschulgesetzes (BbgHG) zum Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe erhoben.
Die Fakultäten haben Prof. Dr. Eckart Klein von der Juristischen Fakultät, der auch im eigenen Namen Verfassungsbeschwerde erhoben hat, mit der Prozessführung beauftragt. Nach Auffassung der Beschwerdeführer verstößt das neue Hochschulgesetz in zentralen Punkten gegen das im Grundgesetz verankerte Grundrecht von Freiheit von Wissenschaft, Forschung und Lehre. Das begründen sie in erster Linie mit den wissenschaftsfremden Strukturen, die den Hochschulen mit dem neuen Gesetz auferlegt worden seien. So könne der Präsident mit den ihm übertragenen Kompetenzen tief in die wissenschaftsrelevanten Angelegenheiten der Fakultäten eingreifen. Gerade die Fakultäten seien aber die an einer Hochschule primär für Forschung und Lehre verantwortlichen Institutionen. Deshalb sei das nun mögliche Hineinwirken des Präsidenten in die Fakultä
ten beispielsweise bei Evaluationen, bei der Mittelverteilung oder beim Vorschlag zur Dekanswahl nicht hinnehmbar. Diese„Kommandostrukturen“ seien mit einer freien Wissenschaftslandschaft unvereinbar. Angesichts der unangemessenen Machtfülle, die der Präsident nach dem neuen Gesetz hat, erhält für die Beschwerdeführer die Frage, wie er ins Amt kommt, weit größere Bedeutung als früher. Die maßgebliche Einschaltung eines von der Landesregierung eingesetzten Landeshochschulrates, der seinerseits das exklusive Vorschlagsrecht für die Wahl des Präsidenten hat, er
mögliche eine(partei-) politi-|
sche Einflussnahme auf die Universität. Diese Entscheidungen griffen tief in die Autonomie der Hochschulen ein und-tangierten daher entscheidend die Rechte der Fakultäten.„Wenn man‘ hinzunimmt“, so. der Jurist Klein, „dass auch die Fakultäten in entsprechender Weise hierarchisiert werden, so zeigt sich die Gefahr einer politischen Manipulation der Universität“. Der Gang der Professoren vor das Bundesverfassungsgericht sei notwendig, weil es die Aufgabe des Gesetzgebers sei, die Universitäten schon vor der Gefahr einer Grundrechtsbeeinträchtigung zu schützen. B.E.
Club macht mobil
Als parteiübergreifendes Gremium hat sich am 16. Mai 2000 der Hochschulpolitische Club in Potsdam gegründet. Der brandenburgische Ex-Wissenschaftsminister Dr. h.c. Hinrich Enderlein(FDP), der Germanistikprofessor Dr. Joachim Gessinger von der Universität Potsdam, das Mitglied des. Landtages, Dr. Andreas Trunschke(PDS), und Michael Kellner vom Landesvorstand Bündnis 90/Die Grünen sind die Gründungsmitglieder. Die Initiative will auf die„katastrophale Unterfinanzie
rung“ der brandenburgischen Hochschulen aufmerksam machen und Lobby-Arbeit für den wissenschaftlichen Standort betreiben. Erklärtes Ziel der überparteilichen Vereinigung ist es, eine breitere Öffentlichkeit für die Unterstützung der Hochschulen im Land Brandenburg zu gewinnen. Dabei soll die Politik der Landesregierung vor allem in den Bereichen Hochschule, Wissenschaft, Forschung und den angrenzenden Feldern Bildung und Kultur kritisch begleitet werden. PUTZ
Kommission
Das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte soll im August 2001 im Kutschstall am Neuen Markt in Potsdam eröffnet werden. Die Errichtung des Hauses ist einer der wesentlichen Beiträge des Landes Brandenburg zum „Preußenjahr“.. 2001. Um die Gesamtkonzeption auf ein möglichst breites wissenschaftliches Fundament zu stellen, setzte der brandenburgische Wissenschaftsminister, Dr. Wolfgang Hackel, eine Gründungskommission ein. Zum Vorsitzenden des sechsköpfigen Gremiums wurde Prof. Dr. Bernhard R. Kroener aus dem Historischen Institut der“ Universität Potsdam berufen. Von der Potsdamer Hochschule sind weitere Mitglieder in die Kommission berufen worden, so die Historiker Prof. Dr. Peter-Michael Hahn und Prof. Dr. Günther Lottes sowie der Germanist Prof. Dr. Knut Kiesant. B.E.
Festakt
Aus Anlass ihres 60. Geburtstages findet am 13. Juli 2000 ein Festakt für Prof. Dr. Helene Harth statt. Die Professorin für französische und italienische‘ Literatur baute das Institut für Romanistik an der Universität Potsdam auf und war von 1995 bis 1999 Prorektorin für Entwicklungsplanung und Finanzen. Der Festakt beginnt um 17.00 Uhr und findet im Universitätskomplex Am Neuen Palais, Haus 8, Auditorium maximum statt. PUTZ
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aussieht.
Boris Pasternak
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