Heft 
(1.1.2019) 05
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PUTZ 5/00

Campus

Ringvorlesung

Unter dem TitelEuropa: Ein­heit und Vielfalt HKäuft im Sommersemester eine Europa­Ringvorlesung. Vier Vorlesun­gen stehen noch aus:

20. Juni 2000: Zur Entwick­lung europäischer Arbeitskul­turen(Referent: Prof. Dr. Die­ter Wagner)

27. Juni 2000: Zur Bedeu­tung der europäischen Währungsunion(Referent: Prof. Dr. Wilfried Fuhrmann) 4. Juli 2000: Zur Konvergenz und Divergenz europäischer Sozialstaatsmodelle(Referen­tin: Prof. Dr. Ilona Ostner von der Georg-August- Universität Göttingen)

1l. Juli 2000: Europa im Spannungsfeld zwischen Ost und West am Beispiel Rus­sjands(Referentin: Prof. Dr. Jutta Scherrer von Ideolgies Contemporaines Paris)

Die Vorlesungen beginnen um 18.00 Uhr und finden im Uni­versitätskomplex Babelsberg, August-Bebel-Straße 89, Haus 1, Raum 2.31 statt. PUTZ

Fakultätstag

Am 23. Juni 2000 findet der diesjährige hochschulöffentli­che Fakultätstag der Philoso­phischen Fakultät II statt. Ab 15.00 Uhr gibt es im Univer­sitätskomplex Am Neuen Pa­lais im Auditorium maximum ein abwechslungsreiches Pro­gramm. Zu diesem Anlass ist auch die Umbenennung der Fakultät in Humanwissen­schaftliche Fakultät geplant. Den Festvortrag hält Prof. Dr. Jürgen Mittelstraß von der Universität Konstanz zum ThemaVon der Disziplina­rität zur Transdisziplinarität und zurück. Des Weiteren er­halten an diesem Tag Promo­venden und Habilitanden der Fakultät ihre Urkunden. Ab 17.00 Uhr steigt dann im In­nenhof des Hauses S ein Open-Air-Fest mit Erlebnisin­seln, Klangskulpturen, leben­den Bildern, kulinarischen Oa­sen und Video-Bildern. In den Foyer-Räumen des Hauses 8 ist eine Ausstellung zu sehen.

PUTZ

Gegen

Kommandostrukturen

Die Juristische Fakultät und die Philosophische Fa­kultät I der Universität Potsdam haben Verfassungs­beschwerde gegen zahlreiche Bestimmungen des am 26. Mai 1999 in Kraft ge­tretenen Brandenburgischen Hochschulgesetzes (BbgHG) zum Bundesver­fassungsgericht in Karlsruhe erhoben.

Die Fakultäten haben Prof. Dr. Eckart Klein von der Juristi­schen Fakultät, der auch im ei­genen Namen Verfassungsbe­schwerde erhoben hat, mit der Prozessführung beauftragt. Nach Auffassung der Be­schwerdeführer verstößt das neue Hochschulgesetz in zen­tralen Punkten gegen das im Grundgesetz verankerte Grun­drecht von Freiheit von Wis­senschaft, Forschung und Lehre. Das begründen sie in erster Linie mit den wissen­schaftsfremden Strukturen, die den Hochschulen mit dem neuen Gesetz auferlegt worden seien. So könne der Präsident mit den ihm übertragenen Kompetenzen tief in die wis­senschaftsrelevanten Angele­genheiten der Fakultäten ein­greifen. Gerade die Fakultäten seien aber die an einer Hoch­schule primär für Forschung und Lehre verantwortlichen Institutionen. Deshalb sei das nun mögliche Hineinwirken des Präsidenten in die Fakultä­

ten beispielsweise bei Evalua­tionen, bei der Mittelvertei­lung oder beim Vorschlag zur Dekanswahl nicht hinnehmbar. DieseKommandostrukturen seien mit einer freien Wissen­schaftslandschaft unvereinbar. Angesichts der unangemesse­nen Machtfülle, die der Präsi­dent nach dem neuen Gesetz hat, erhält für die Beschwerde­führer die Frage, wie er ins Amt kommt, weit größere Be­deutung als früher. Die maß­gebliche Einschaltung eines von der Landesregierung ein­gesetzten Landeshochschulra­tes, der seinerseits das exklu­sive Vorschlagsrecht für die Wahl des Präsidenten hat, er­

mögliche eine(partei-) politi-|

sche Einflussnahme auf die Universität. Diese Entschei­dungen griffen tief in die Au­tonomie der Hochschulen ein und-tangierten daher entschei­dend die Rechte der Fakultä­ten.Wenn man hinzu­nimmt, so. der Jurist Klein, dass auch die Fakultäten in entsprechender Weise hierar­chisiert werden, so zeigt sich die Gefahr einer politischen Manipulation der Universität. Der Gang der Professoren vor das Bundesverfassungsgericht sei notwendig, weil es die Auf­gabe des Gesetzgebers sei, die Universitäten schon vor der Gefahr einer Grundrechtsbe­einträchtigung zu schützen. B.E.

Club macht mobil

Als parteiübergreifendes Gre­mium hat sich am 16. Mai 2000 der Hochschulpolitische Club in Potsdam gegründet. Der brandenburgische Ex-Wis­senschaftsminister Dr. h.c. Hinrich Enderlein(FDP), der Germanistikprofessor Dr. Joa­chim Gessinger von der Uni­versität Potsdam, das Mitglied des. Landtages, Dr. Andreas Trunschke(PDS), und Mich­ael Kellner vom Landesvor­stand Bündnis 90/Die Grünen sind die Gründungsmitglieder. Die Initiative will auf dieka­tastrophale Unterfinanzie­

rung der brandenburgischen Hochschulen aufmerksam ma­chen und Lobby-Arbeit für den wissenschaftlichen Stand­ort betreiben. Erklärtes Ziel der überparteilichen Vereini­gung ist es, eine breitere Öf­fentlichkeit für die Unterstüt­zung der Hochschulen im Land Brandenburg zu gewin­nen. Dabei soll die Politik der Landesregierung vor allem in den Bereichen Hochschule, Wissenschaft, Forschung und den angrenzenden Feldern Bil­dung und Kultur kritisch be­gleitet werden. PUTZ

Kommission

Das Haus der Brandenbur­gisch-Preußischen Ge­schichte soll im August 2001 im Kutschstall am Neuen Markt in Potsdam eröffnet werden. Die Errichtung des Hauses ist einer der wesent­lichen Beiträge des Landes Brandenburg zum Preußenjahr.. 2001. Um die Gesamtkonzeption auf ein möglichst breites wissen­schaftliches Fundament zu stellen, setzte der branden­burgische Wissenschaftsmi­nister, Dr. Wolfgang Hackel, eine Gründungskommission ein. Zum Vorsitzenden des sechsköpfigen Gremiums wurde Prof. Dr. Bernhard R. Kroener aus dem Histori­schen Institut der Univer­sität Potsdam berufen. Von der Potsdamer Hochschule sind weitere Mitglieder in die Kommission berufen worden, so die Historiker Prof. Dr. Peter-Michael Hahn und Prof. Dr. Günther Lottes sowie der Germanist Prof. Dr. Knut Kiesant. B.E.

Festakt

Aus Anlass ihres 60. Ge­burtstages findet am 13. Juli 2000 ein Festakt für Prof. Dr. Helene Harth statt. Die Professorin für französische und italienische Literatur baute das Institut für Roma­nistik an der Universität Potsdam auf und war von 1995 bis 1999 Prorektorin für Entwicklungsplanung und Finanzen. Der Festakt beginnt um 17.00 Uhr und findet im Universitätskom­plex Am Neuen Palais, Haus 8, Auditorium maximum statt. PUTZ

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Boris Pasternak

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