Heft 
(1.1.2019) 05
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Absolventen

PUTZ 5/00

Exzellentes Lehrangebot

Mit einemEhemaligen im Gespräch

Der Student der Verwal­rungswissenschaft Harald Geywitz kam 1992 von Kon­stanz nach Potsdam, um ein Praktikum in der Staats­kanzlei zu absolvieren. Das Lehrangebot der Universität Potsdam und die Stadt be­geisterten ihn so, dass er blieb und sein Studium hier ortsetzte. Seit 1997 ist er Mitarbeiter des Europaabge­ordneten Norbert Glante in Brüssel und Straßburg. Dort beschäftigt er sich insbeson­dere mit Fragen der Tele­kommunikation, der Infor­mationsgesellschaft, der En­ergiepolitik und der Erwei­terung der Europäischen Union. Mit dem Absolven­ten unterhielt sich PUTZ­Redakteurin Dr. Barbara Eckardt.

Als Student der Universität

Konstanz bewarben Sie sich|

erfolgreich um ein Prakti­kum in der Staatskanzlei des Landes Brandenburg. Warum wollten Sie gerade hier praktische Erfahrungen sammeln?

Harald Geywitz: Im Jahr 1992 gab es doch kaum einen interessanteren Ort als Pots­dam für mein Praxissemester: eine oberste Landesverwaltung im Aufbau, eine ungewöhnli­che Ampel-Koalition und in­

teressante politische Köpfe. Die Diskussion um die bran­denburgische Landesverfas­

sung ab 1991 hatte republik­weit hohe Wellen geschlagen. Im Land Brandenburg be­wegte sich etwas in neuen Bah­nen, das war mein Blick von außen, und das hat mich ange­zogen. Zugegeben, die Frei­

zeitmöglichkeiten Potsdams und Berlins waren auch verlockend.

Hat es Ihnen in Potsdam so gut gefallen, dass Sie nach dem Praktikum nicht in Konstanz, sondern an der Universität Potsdam Ihr Studium fortsetzen wollten? Harald Geywitz: Potsdam hat mir von Anfang an gut gefal­len, und ich hatte mich sofort

heimisch gefühlt. Außerdem gab es im Bereich Politik- und Verwaltungswissenschaft unter anderem bei Prof. Dr. Heinz Kleger und Prof. Dr. Werner Jann ein exzellentes Lehrange­bot, zumindest was meine In­teressen anging. Im Rückblick war die Entscheidung in Pots­dam zu bleiben, cine schr glückliche.

Aufgrund Ihrer jetzigen Tätigkeit in Brüssel und Straßburg haben Sie die Möglichkeit, über den natio­nalen Tellerrand zu schauen. Welche Erfahrungen sam­meln Sie persönlich mit der Erweiterung der KEuropä­ischen Union?

Geboren in Stuttgart, Studium in Konstanz und Potsdam und nun in Brüssel: Harald Geywitz.

Foto: privat

Harald Geywitz: Im alltägli­chen Leben erfährt man, dass Vorurteile häufig auf wirkli­chen nationalen Eigenheiten beruhen. Und man lernt, da­mit gelassener umzugehen, denn je länger ich hier bin, de­sto mehr deutsche Seiten ent­decke ich auch an mir. Die Er­weiterung der EU spielt bei fast allen Themen, die im Eu­ropäischen Parlament bearbei­tet werden, eine wichtige Rolle. Wie steht es mit der Freizügigkeit von Arbeitneh­mern, welche Umweltstan­dards können wie schnell er­reicht werden, und welche Art der Energieerzeugung herrscht in den Beitrittsländern vor? Die Frage ist eben nicht mehr,

ob die Erweiterung der EU kommt, sondern wie das ge­schieht. Dabei geht es um De­tails, um Fachpolitik. Die ent­sprechenden Vorbereitungen sollten auch im Land Branden­burg vorangehen, denn im Grunde geht es nur noch um ein paar Jahre, bis unser Nach­bar Polen zur EU gehört. Viele Studierende beklagen das Fehlen praxisrelevanter Aspekte im Studium. Welche Aktivitäten sollten die Stu­dierenden unternehmen, um sich solche Kenntnisse und Erfahrungen während der Ausbildung anzueignen? Harald Geywitz: Sie sollten einfach überhaupt Aktivitäten unternehmen. Letzten Endes muss man den Mut haben, auch mal ein Semester länger zu studieren. Manche prakti­sche Erfahrung, das kann auch die Mitarbeit im AStA oder Studentenparlament sein, ist später wertvoller als ein Ab­schluss in Rekordzeit.. Für meine Fachrichtung liegen zahllose Möglichkeiten mit der Bundeshauptstadt vor der Haustür. Aber auch internatio­nale Erfahrungen sind wichtig, ob nun in Form des(EU-ge­förderten) Erasmus-Auslands­studiums oder als Praktikant in einer europäischen Institution in Brüssel.

Vielen Dank für spräch.

das Ge­

Harald Geywitz ist erreich­bar über:

Büro Norbert Glante, Mit­glied des Europäischen Par­laments, E-Mail: nglante@

europarl.eu.int

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Studienkolleg

Insgesamt 171 ausländische Studienbewerber besuchten im Wintersemester 11999/2000

das Studienkolleg an der Uni­versität Potsdam. Sie haben sich hier auf ein Hochschulstu­dium in Deutschland vorberei­tet. Besonders begehrt waren die Deutschkurse. Allein 50 der Studienkollegiaten nah­men ausschließlich an ihnen teil.

Die Studienbewerber kamen aus 44 verschiedenen Ländern. Jeder zweite von ihnen

stammte aus Asien. PUTZ

Ausstellung

Die Ausstellung500 Jahre Astronomie in Brandenburg und Preußen wird noch bis zum 30. Juni 2000 in den Bahnhofspassagen des Potsda­mer Hauptbahnhofes gezeigt. Veranstalter ist die Galerie des Universums. Geöffnet ist die Schau montags bis sonnabends von 10.00 bis 20.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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Habilitationen

Im Jahre 1999 habilitierten sich an den drei brandenburgi­schen Universitäten 20 Wis­senschaftler, darunter, fünf Frauen, so viele wie nie zuvor.

Allein an der Universität Pots­dam wurden 13 Habilitationen abgeschlossen. Das Durch­schnittsalter der Wissenschaft­lerinnen und Wissenschaftler aller drei Einrichtungen lag zum Zeitpunkt der Habilita­tion bei 40,6 Jahren.

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