Heft 
(1.1.2019) 05
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PUTZ 5/00

Studiosi

Chaos ohne Ende

Am Uni-Standort Griebnitzsee fehlen Parkplätze

Wer zu spät kommt, den be­straft das Leben. Dass jener denkwürdige Satz Michail Gorbatschows nicht nur für die große Politik Gültigkeit besitzt, müssen derzeit täg­lich auch die Mitarbeiter der Uni Potsdam, vor allem aber ihre Studenten erfahren. Grund dafür ist das spätestens ab 9.00 Uhr einsetzende Park­platz-Chaos an der Einrich­tung. Das allerdings bietet Fa­cetten. Während in Golm und Am Neuen Palais bei viel Glück mitunter noch einzelne Lücken zu finden sind, führen Autofahrer am. Komplex Griebnitzsee einen schier aus­weglosen Kampf um die nötige Stellfläche für die eigenen vier Räder. Das städtische Ord­nungsamt freuts, kommt so doch endlich Geld in die an­sonsten leeren Kassen.

Streitobjekt Schranke Zu zahlen haben zumeist Stu­dierende. Und dies ist kein Zu­fall. Seit März dieses Jahres trennt eine wegen weiträumi­gen Baumaßnahmen errichtete Schranke an der Einfahrt zum Hochschulgelände die Spreu vom Weizen. Professoren und ein Teil der Mitarbeiter kön­nen mit einer entsprechenden Plakette die Absperrung pas­sieren, der akademische Nach­wuchs bleibt weitgehend draußen. Für die Juristische Fakultät. mit ihren nahezu 2000 Studierenden gibt es ge­nau eine Studenten-Parkplatz­karte, in der benachbarten Wirtschafts- und Sozialwissen­schaftlichen Fakultät ist die Si­tuation trotz Einbeziehung der Fachschaften und ausge­suchter Kriterien nur wenig besser.Parkplätze für alle fordert deshalb unter anderem der Liberale Campus(LiCa). Und auch der Allgemeine Stu­dierendenausschuss(AStA) will die Beseitigung der Bar­riere.

Langzeitproblem

Vernünftige Konzepte zur Lö­sung des die Verteilungsmisere auf den Plan rufenden generel­

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Jen: Problems fehlen. Dr. Volker Pohl, Dezernent für Betriebstechnik,_Bauangele­genheiten und Hausverwal­tung steht vor einer schwieri­gen Aufgabe.Obwohl der jetzt einsetzende Ausbau des Babelsberger Uni-Standortes durchaus einen großen Ge­winn für uns darstellt, sagt er, müssen wir offensichtlich nun mit dem Nachteil stark redu­zierter Parkflächen umgehen. Das Problem besteht im übri­gen auch nach dem Abschluss der Baumaßnahmen weiter. Hier gibt es aus meiner Sicht keine praktikable Lösung, die wirklich zur Entschärfung der Lage beitragen würde.

Alternativen

Guter Rat ist also teuer. Inzwi­schen sinnt man dennoch nach neuen Ideen, um dem Ärgernis zumindest in kleinen Schritten Herr zu werden. Zur Debatte steht gegenwärtig eine Verklei­nerung der jetzt eingegrenz­ten, häufig nicht ausgelasteten Fläche zugunsten für die All­gemeinheit zur Verfügung ste­

hender Plätze. Bei allem Frust gibt es sogar einen Lichtblick: Der Ver­kehrsbetrieb Potsdam(ViP) richtet endlich eine direkte Buslinie zwischen den S-Bahn­höfen Griebnitzsee und Ba­belsberg über_Babelsberg­Nord ein. Die kommt zwar nicht wie erhofft am 28. Mai dieses Jahres, doch am 25. Juni 2000 soll es nach Angaben aus dem ViP tatsächlich losgehen. Das dürfte zwar Erleichterung in Sachen Erreichbarkeit der eng miteinander verknüpften Babelsberger Standorte brin­gen, doch der Zeitpunkt ist nach Auffassung aller Betroffe­nen zu spät. Liegt er doch kurz vor dem Ende des offiziellen Vorlesungszeitraums am 14. Juli und hilft somit in diesem Semester kaum. Verhindern konnte dies auch nicht Uni­Rektor Prof. Dr. Wolfgang Lo­schelder. Er hatte in einem Schreiben an den Verkehrsbe­trieb die Realisierung der Bus­linie noch vor dem 28. Mai dieses Jahres gefordert.

P.G:

Die Parkplatz-Situntion am Uni-Standort August-Bebel-Straße erfordert inzwischen von den Autofahrern viel Geduld und immensen Einfallsreich­tum. Denn für die insgesamt rund 4000 Studierenden und 200 Mitarbei­

ter gibt es nur 150 ausgewiesene Parkplätze.

Foto: Fritze

Förderpreis

Die Akademie für Politik und Zeitgeschehen der Hanns-Sei­del-Stiftung schreibt dieses Jahr erneut den Nachwuchs­förderpreis für politische Pu­blizistik aus. Am Wettbewerb, der unter dem ThemaRegio­nalisierung und KGilobalisie­rung: wo lebt der Mensch? steht, können sich Studenten und Doktoranden aller Fach­bereiche beteiligen. Die einge­reichten wissenschaftlichen Aufsätze sollen sich für eine Veröffentlichung in der von der Akademie herausgegebe­nen politisch-wissenschaftli­chen-Zeitschrift Politische Studien eignen. schluss ist der 2. November 2000. Weitere Infos gibt es bei der Hanns-Seidel-Stiftung, Akademie für Politik und Zeit­geschehen, Postfach 190846, 80608 München, Tel: 089/1258-215.

Einsende­

PUTZ

Messe

Am 28. und 29. Juni 2000 öff­net in Frankfurt am Main, Messegelände, Hallen 3.0/3.1, zum ersten Mal die deutsche Recruiting Messe ihre Pforten. Studenten, Ab­solventen und Berufseinsteiger können dort Personalverant­wortliche aus den größten deutschen Unternehmen und Unternehmensberatungen treffen. Die Messe ist von 9.00 bis 18:00: Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 28,00 DM. PUTZ

Rottraud nicht Waltraud!

Nicht Waltraud, wie wir in der letzten PUTZ meldeten, son­dern Rottraud lautet der rich­tige Vorname der ehemaligen Leiterin der Uni-Druckerei, die uns aber diesen kleinen Fehler überhaupt nicht Übe nahm. PUTZ

Eröffnung einer psychotherapeutischen /verhaltenstherapeutischen Praxis

Dipl. Psych. Frank Mutterlose Psychologischer Psychotherapeut Am Mittelbusch 5, 14480 Potsdam, Tel.: 0331-2805073

(Ab 19. Juni. Alle Kassen)