PUTZ 6/00
| Campus
Neuer Studiengang
Erstmals richten die drei | Potsdamer Hochschulen, die
Universität Potsdam, die Fachhochschule und die Hochschule für Film und
Fernsehen einen gemeinsamen Studiengang aus. Es handelt sich dabei um den Modellstudiengang„Europäische Medienwissenschaften“.
| Für zunächst drei Jahre bietet | man hier ab dem Wintersemester 2000/2001 eine Ausbil| dung für Berufsfelder im interkulturellen Medienbereich. | Jährlich sollen 25 Studierende d aufgenommen werden.
| Die Ausbildung vermittelt die inhaltliche und organisatori| sche Entwicklung von Medien und Medienprodukten sowie die Prozesse der öffentlichen Kommunikation, insbesondere | mit Blick auf europäische Rah| menbedingungen. Erschei| nungsformen, Bedingungen | und Folgen von Medien im | globalen Wandel, in neuen | geographischen, sozialen und
| interkulturellen Zusammen| hängen sind inhaltliche Schwerpunkte der Ausbildung. | Die Studierenden werden befähigt, sich schnell und flexibel | auf neue Berufsfelder einzu| stellen. Absolventen können | unter anderem in Fernsehredaktionen, als Redakteure im Internet-Bereich, in medienästhetischen Lektoraten oder im internationalen Me| dienmanagement tätig sein. Der Studiengang, dessen Einrichtung der Senat der Universität Potsdam noch zustimmen muss, gliedert sich in einen Bachelorstudiengang mit einer Regelstudienzeit von drei Jahren und einen Masterstudiengang mit einer Regelstudienzeit von zwei Jahren. Studieninteressierte können sich bis zum 31. Juli 2000 für diesen Studiengang schriftlich beim Studierendensekretariat der Universität Potsdam, Am Neuen Palais 10, 14469 Potsdam bewerben. PUTZ
Nähere Informationen zur inhaltlichen Ausrichtung des Studienganges erteilt Dr. Hans-Jörg Pöttrich, Tel.: 0331/977-2320.
Jetzt anderer Name
Fakultätsfest brachte Umbenennung
Seit dem Fakultätsfest am 23. Juni 2000 trägt die Philosophische Fakultät II den Namen Humanwissenschaftliche Fakultät. Zwei Philosophische Fakultäten an der Universität Potsdam zu haben, führte manchmal zu Verwechslungen und Irritationen. Das gehört nun der Vergangenheit an.
Die jetzt Humanwissenschaft
Sprache, Musik Sport, Technik.
Mit der Namensänderung wird die Fakultät unterscheidbarer von anderen Fakultäten der Uni Potsdam. Insbesondere wird damit der Unterschied zur Philosophischen Fakultät I deutlich, die sich primär dem Verständnis kultureller Produkte des Menschen beispielsweise in den Philologien und
Für gute Stimmung beim diesjährigen Fakultätsfest war gesorgt.
liche Fakultät konzentriert sich im Wesentlichen auf zwei Profilbereiche mit den dazugehörigen Grundlagenfächern und Lehramtsstudiengängen. Es sind dies der kognitionswissenschaftliche Bereich mit der Untersuchung des menschlichen Denkens und der erziehungswissenschaftliche Bereich.
Das Verständnis menschlichen Verhaltens und Handelns und deren Entwicklung sowie die Förderung damit verbundener Bildungsprozesse und spezieller Fertigkeiten, beispielsweise in Sport und Musik, sind Inhalte von Forschung und Lehre der Fakultät. Die darin versammelten Institute unterscheiden sich in der Spezifität der betrachteten menschlichen Leistung. Sie reichen von sehr allgemeinen Ansätzen wie Pädagogiken und Psychologie, bis hin zu sehr speziellen menschlichen Leistungen wie
Foto: Tribukeit
der Philosophie und dem Verständnis kultureller Prozesse wie der Geschichte widmet. Der Unterschied zur Wirt; schafts- und—Sozialwissenschaftlichen Fakultät besteht in deren Fokussierung auf soziale Gefüge und AustauschproZzeSssE.
Der Name einer Fakultät konstituiert keine exklusive Kategorie im Vergleich zu den anderen Fakultäten, in denen offensichtlich auch humanwissenschaftliche Ausrichtungen erkennbar sind, meint der Dekan der Humanwissenschaftlichen Fakultät, Prof. Dr. Hanno Schmitt. Umgekehrt seien auch in der Humanwissenschaftlichen Fakultät natur, sozial-, kultur- und geisteswissenschaftliche Ansätze vertreten. Der Name diene also nicht der Abgrenzung, sondern der Hervorhebung der prototypischen Ausrichtung. PUTZ
Fakultätsfest
Unter dem Motto„Aufklärung!!!“ haben die Mitarbeiter und Studierenden der Philosophischen Fakultät der Universität Potsdam ihr diesjähriges Fakultätsfest am 6. Juli begangen.
Neben einer Podiumsdiskussion zum Thema„Wozu Aufklärung?“ gab es dabei viel Theater, Lesungen, Tanz und Musik. Einer der Höhepunkte des Tages war der Festakt, auf dem die Umbenennung der Philosophischen Fakultät I in Philosophische Fakultät erfolgte und feierlich Promotionsund Habilitationsurkunden überreicht wurden. Zudem erhielten verdienstvolle Wissenschaftler Ehrungen. So verlieh man an Dr. Wilhelm Jasper aus dem Moses Mendelssohn Zentrum Potsdam die Würde eines außerplanmäßigen Professors. In Anerkennung ihrer bisherigen Leistungen bekam Dr. Susan Neiman, Tel Aviv University, von der Fakultät eine Ho
norarprofessur. Die Wissenschaftlerin ist durch eine Zahl von philoso
phiegeschichtlichen Publikationen zur Aufklärung bekannt. Neiman ist seit wenigen Tagen auch Direktorin des Potsdamer Einstein-Forums.
PUTZ
Auch im Internet
Wer sich einen Überblick über die im Jahr 1999 im MenschenRechtsZentrum der Uni Potsdam geleistete Arbeit verschaffen will, kann dies jetzt auch im Internet tun. Den Jahresbericht der Einrichtung finden Interessierte unter der Adresse http: www//enterprise.rz.unipotsdam.de/u/mrz/index.h tm PUTZ