Heft 
(1.1.2019) 06
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PUTZ 6/00

Freiraum mit Zukunft!

Ergebnisse einer Diplomarbeit

Mit derFreiraumgestaltung des Campus Golm, als Erschei­nungsbild eines Ortsteiles beschäftigte sich Felix Schneider in seiner Diplomarbeit. Er studierte von 1995 bis 2000 Ge­oökologie an der Universität Potsdam. Bei seinen Untersu­chungen ging es ihm um das unmittelbar wahrnehmbare und nutzbare Lebensumfeld des Menschen. Er analysierte das Un­tersuchungsgebiet, bewertete die Ökotop- und Freiflächen­qualität und unterbreitete Entwicklungsvorschläge, um die Attraktivität des Uni-Standortes Golm zu erhöhen. PUTZ­Redakteurin Dr. Barbara Eckardt unterhielt sich mit Felix

Schneider.

Wie könnte denn der Cam­pus der Zukunft aussehen?

Schneider: Es würden viele Orte und Plätze der Begeg­nung vorhanden sein, ob im Schatten, in der Sonne oder von Hecken etwas abge­schirmt. Die Gestaltung wäre sehr nutzergerecht, es gäbe beispielsweise ein System mit Wegweisern und farbigen Gebäuden für die Orientie­rung. Aber auch künstlerische Akzente und Sportmöglich­keiten im Freiraum, wie Beach­Volleyball, wären vorhanden. Nicht zuletzt wäre das

Ihre Vorschläge kurzfristig umgesetzt werden können?

Schneider: Das hängt von der Prioritätensetzung der Univer­sität ebenso ab wie von der Einschätzung des aufgezeigten Handlungsbedarfes für eine Attraktivitätserhöhung des Golmer Uni-Standortes. Ver­schiedene Finanzierungsquel­len zeige ich in meiner Arbeit auf. Die Handhabbarkeit der Entwicklungsvorschläge unter­stützte ich, indem ich zehn Handlungsschwerpunkte aus­wies, deren Gestaltung beson­ders wirksam wären. Die

Über die Freiraumgestaltung des Campus Golm machte sich Felix Schneider Foto: Schneider

in seiner Diplomarbeit Gedanken.

Gelände mit ressourcenscho­nenden Anlagen beispielsweise Regenwassernutzung verse­hen. Abgerundet würde die Gestaltung von einem Pflanz­plan, der eine hohe Biotopviel­falt sichert und die jahreszeitli­chen Wechsel vielgestaltig er­lebbar macht.

Wie realistisch ist es, dass

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Chancen für eine Realisierung sind demnach sehr gut.

Ist das Thema Ihrer Arbeit nicht eher untypisch für das Fachgebiet Geoökologie? Schneider: Der Schwerpunkt Geoökologie sollte aus meiner Sicht die fachübergreifende Arbeit zum Ziel haben, was lei­der zu wenig der Fall ist. Ich habe versucht, einen Weg zu

finden, um verschiedene Spezi­algebiete von Botanik, über Sozialwissenschaft bis hin zur Freiraumplanung zu verbin­den.

Wie kamen Sie auf das Thema Freiraumgestaltung des WUniversitätsstandortes Golm?

Schneider: Das war natürlich ein Prozess, der vor meinem Studium einsetzte, in dem ich mich mit Stadtplanung und Siedlungsökologie beschäf­tigte. Das Besondere für mich war, einen abgegrenzten Orts­teil zu untersuchen, grund seiner XNutzungsge­schichte Defizite in gestalteri­scher und siedlungsökologi­scher Hinsicht aufweist. Das Spannende ist, dass die Mög­lichkeiten der Freiraumgestal­

der auf­

tung überwiegend relativ kurz­fristig realisierbar sind, im Ge­gensatz zu existierenden Kon­zeptplanungen, die vor allem langfristig angelegt sind. Worin besteht die neue Sichtweise in Ihrer Arbeit? Schneider: Neu ist die Sicht auf einen Universitätsteil, der nicht rein pragmatisch einzu­schätzen ist, sondern zukünftig attraktiv gestaltet, ein wesentli­ches Kriterium für das positive Image als Studien- und For­schungsstandort sein wird. Ebenfalls neu ist es, die Nutzer des Untersuchungsgebietes befragt zu haben, um deren Kritik und Wünsche in die Vorschlagserarbeitung einzu­beziehen, als einen Beitrag der Beteiligung an den sie betref­fenden Planungsentscheidun­gen.

Vielen Dank für das Ge­spräch.

Die Diplomarbeit von Felix Schneider ist im Institut für Geoökologie, im Prüfungs­amt der Universität Potsdam und in der Stadt- und Lan­desbibliothek Potsdam, Am Kanal 47, ausleihbar. Felix Schneider ist über E-Mail: Xilefschneid@aol.com er­reichbar.

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Foto: Stefan Worring

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Und man kann es auch nicht alleine genießen, solange maı an einem Ort unsererEiner Welt Menschen ihr Recht auf Leben verweigert. So lange ver­trieben, vergewaltigt, ausgebeu tet, verkrüppelt, getötet wiro Denn jedes Elend auf der We: ist unser aller Elend.| MitBrot für die Welt bekom­men Menschen eine Chance. Große und kleine, alte und junge, Frauen und Männel Katholiken und Protestanten Sunniten, Schiiten und Alevı ten, Juden und Buddhisten, schwarze und weiße... und| deshalb engagiere ich mich für diese Aktion.

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