Campus
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Im November 1997 wurde der erste Spatenstich für den ersten Neubau der Naturwissenschaften in Golm vollzogen. Am 19. März 1999 konnte nach nur 15 Monaten Bauzeit Richtfest gefeiert werden. Mit der Inbetriebnahme des ersten Neubaus der Mathematisch-Naturwis-senschaftlichen Fakultät auf dem Wissenschaftscampus verbessern sich zunächst teilweise sehr schwierige Arbeitsınd Studienbedingungen für ziologen, Biochemiker, Chemiker und Geowissenschaftler. So ziehen die Chemiker aus den denkmalgeschützten Communs Am Neuen Palais aus. Die biochemischen Arbeitsgruppen haben ihren Hauptsitz nicht mehr im Biotechnologiepark Luckenwalde. Mit dem zweiten geplanten Neubau sollen die Biochemie, die Geowissenschaften und die räumlich ausgebaut werden. Außerdem ist ein Teil der Experimentalphysik mit ei
Chemie
nem größeren Hörsaal dort geplant. Erst mit der Fertigstellung des dritten Gebäudes wird der gesamte Physik-Bereich vom Uni-Komplex Am Neuen Palais nach Golm umziehen. Die Ernährungswissenschaftler verbleiben mittelfristig in Bergholz-Rehbrücke. Um den interdisziplinären Kontakt der naturwissenschaftlichen Fächer untereinander zu befördern, wird ab dem Wintersemester 2000/2001 ein großer Teil der Lehre in Golm stattfinden.
Was die weitere Ausbauplanung betrifft, so gibt es einige Fragezeichen. Denn bisher sind die finanziellen Mittel für die Bauplanung des zweiten und dritten Neubaus noch nicht in den Landeshaushalt 2000/2001 eingestellt, obwohl die Bundesmittel zur Verfügung stehen.
Max-Planck-und Fraunhofer-Institute Für die Max-Planck-Gesellschaft(MPG) und die Fraunhofer-Gesellschaft war die Ertichtung der MathematischNaturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Potsdam in Golm die Grundvoraussetzung für die Ansiedlung ihrer
Die drei Institute der Max-Planck-Gesellschaft sind links im Vordergrund angesiedelt, das Institut der Fraunhofer Gesellschaft liegt rechts und im
Hintergrund ist der erste Neubau für die Naturwissenschaften der Uni
versität zu sehen.
Institute an diesem Standort. Der Max-Planck-Campus ist nördlich des Ortes Golm als erste Baumaßnahme des Wissenschaftsparkes in unmittelbarer Nähe des Uni-Komplexes Golm entstanden. Bereits im Juni 1999 nahmen die drei Max-Planck-Institute offiziell ihren Betrieb auf. Bei dem größten Bauvorhaben in der Geschichte der MPG sind für rund 150 Millionen Mark Neubauten, Zentralgebäude und Gästehäuser einschließlich
Foto: Universität Potsdam
der für den Wissenschaftsbetrieb notwendigen technischen Apparaturen für die Max. Planck-Institute für Kolloidund Grenzflächenforschung, für Gravitationsphysik und für molekulare Pflanzenphysiologie entstanden. Nach dem Ausbau werden hier etwa 300 Mitarbeiter sowie über 200 Gastwissenschaftler arbeiten. Das Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP ist seit April 2000 in Golm. B.E.
Am 28. Juni 2000 fand die feierliche Einweihung des ersten Neubaus der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Uni Potsdam in Anwesenheit zahlreicher Gäste statt. Der Dekan der Fakultät, Prof. Dr. Roland Oberhänsli, nahm aus den Händen des brandenburgischen Ministerpräsidenten, Dr. Manfred Stolpe, den Schlüssel für das neue Haus entgegen.
Foto: Tribukeit
Einrichtungen
Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät der Uni Potsdam Max-Planck-Institute für: Kolloid- und Grenzflächenforschung(WWW:hrttp:// www.mpikg-golm.mpg.de), molekulare Pflanzenphysiologie(WWW: http://www. mpimp-golm.mpg.de), Gravitationsphysik(WWW: http: //www.aei-potsdam.mpg. de)
Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung (WWW: http://www.iap. hg. de)
Naturwissenschaft in Golm
heißt eine achtseitige Beilage des Tagesspiegels und der Potsdamer Neuesten Nachrichten, die das Referat für Presse-, Öffentlichkeits- und Kulturarbeit der Uni Potsdam(PÖK) in Zusammenarbeit mit dem Tagesspiegel herausgegeben hat. Sie ist im PÖK, Uni-Komplex Am Neuen Palais, Haus 6, Raum 0.13, Tel.: 0331/977-1474 erhältlich.
Ehrungen
Unmittelbar nach der Einweihung im Wissenschaftspark begann der Tag der Mathematisch- Naturwissenschaftlichen Fakultät. Auch hier gab es eine Feierstunde. In deren Verlauf erhielten 80 Promovenden und elf Habilitanden ihre Urkunden. Gleichzeitig nutzte man die Gelegenheit, sich von den Absolventen vorhandener Diplom-, Magister- und Lehramtsstudiengänge zu verabschieden. Darüber hinaus wurden Fakultätspreise verliehen. Entgegen nahmen den„Jacob-Jacobi-Preis für den besten Studienabschluss des Jahrgangs“ Anett Frick sowie Matthias Paschke. Der „Michelson-Preis für die beste. Promotion des Jahrgangs“ ‚ging an Dr. Antje Weisheimer. PUTZ