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Eintönigkeit der Geschlechter
Wahlergebnisse unter die Lupe genommen
Der Blick schweift über die Tische- mein Gott, so viele bunte Zettel- ob dahinter wohl Systematik liegt? Neugierig geworden sehe ich mir das bunte Papier genauer an. Das Konzept wird schnell klar: Senat im Allgemeinen weiß, Mitglieder des Senates aus den Fakultäten in kräftigem Rot oder Pink. Die verschiedenen Statusgruppen der Fakultäten haben eine von vier Farben. Na gut, das ist wohl zur Unterscheidung wichtig.
Ein weiterer Blick auf die bunte Vielfalt macht mich stutzig: Die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät(WiSo) gibt nur Hochschullehrer als Bewerber an, ebenso die Philosophische und die Humanwissenschaftliche Fakultät, immerhin, die Mathematisch- Naturwissenschaftliche. Fakultät. lässt ‚es offen. Aber da gibt es ja nun auch nicht so viele Frauen. Finziger kleiner Lichtblick: Die Juristische Fakultät mit Prof. Dr. Carola Schulze als Kandidatin. Auf der Senatsliste der Hochschullehrer dann ebenfalls nur eine Frau: Jene Professorin Schulze. Komisch, denke ich, wollen Frauen diese Ämter nicht übernehmen? Eigentlich wird die Uni Potsdam für. ihren Schnitt an Professorinnen doch immer gelobt, oder? Das trauige Ergebnis jedenfalls: Im Senat sitzt nur eine Frau für die Hochschullehrer und Hochschullehrerinnen.
Das können. auch die Bewerberinnen aus dem
vier
akademischen Mittelbau nicht ganz ausgleichen. Zumal davon ein Mann und eine Frau gewählt wurden. Aber immerhin summa summarum: 50 Prozent. Hoffnungsvoll gehe ich weiter zu den Studierenden: Dort ist doch sicherlich alles ganz anders - hier handelt es sich schließlich um eine neue Generation von Frauen und Männern, die die Gleichberechtigung schon leben Doch auch hier Frauenabstinenz auf der Liste: Der liberale Campus scheint kaum Frauen Zzußkennen Sdie Grüne Alternative Liste beginnt zwar quotiert, aber hat letztlich vorwiegend Männer. Nur die Jusos setzen auf die 50 Prozent (mit einer Frau und einem Mann). Trauriges Ergebnis auch hier: Zwei Vertreter im! Senat. Also ein Schnitt von null ProzentFrauen. Dagegen bietet die Verwaltung‘ 100 Prozent Frauen. Diese” Gruppe hat jedoch nur einen Sitz im Senat.
Schlechte Quote
Das(Gleichstellungs-) Ergebnis: Drei Frauen und acht Männer sitzen im Senat. Die schlechte Frauenquote bei den Professor(innen) und den Studierenden wird durch die Verwaltung und den Mittelbau aufgefangen, doch das männliche Geschlecht dominiert zahlenmäßig. In den Fakultätsräten verhält es sich ähnlich.
Die politische Partizipation von Frauen in den Universitäts
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gremien sieht demnach nicht rosig aus. Mir stellen sich ganz zwangläufig Fragen. Ungefähr so: Warum bewerben sich Frauen nicht für diese Gremien? Finden sie diese unwichtig? Finden sie den Umgang dort nicht angemessen? Versprechen sie sich keinen Einfluss auf die Hochschulpolitik? Sind Frauen schon so belastet, dass sie diese zusätzliche Aufgabe nicht bewältigen können?
Ursachen suchen
Die Erfahrung aus anderen politischen Gremien auf Kommunalebene, in den Parteien oder auch Gewerkschaften lehrt, dass es sich meistens um ein Bündel von Gründen handelt, die Frauen abhalten, die Politik in Form eines Moandats mitzugestalten. Aber in keinem Fall sind sie unpolitischer oder weniger an der Gestaltung ihres Umfeldes interessiert. Die Aufgabe aller Fakultäten und der Hoch-schulleitung muss es demnach sein, die Gründe füridie Abstinenz zu erfahren und Bedingungen zu schaffen, die die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen ermöglichen, falls das Leitbild Chancengleichheit und die Nutzung der Ressourcen der Frauen an der Uni
Potsdam tatsächlich. ernst gemeint sind. Und war da nicht noch“was mit dem
B ranidienib uns sichten Hochschulgesetz?
Ach ja: Mindestens ein Drittel Frauen in den Gremien. Naja, das haben wir mal so gerade geschafft- mit den ganzen bunten Zetteln.
Claudia Dunst/Büro der Gleichstellungsbeauftragten
Frauen-Info Das aktuelle Heft der FrauenInfo, Zeitschrift der Gleichstellungsbeauftagten der Universität Potsdam, liegt jetzt vor. Themen sind unter anderem Frauenfördermaßnahmen für das Verwaltungspersonal, Dienstrechtsreform im Öffentlichen Dienst, Gender Studies und Frauen in Führungspositionen. Das Heft 1/2000 der FrauenInfo.ist- über. Telelefon 0331/977-1338 erhältlich. PUTZ
Neu erschienen
Die“KWI-Info”, Heft 3/2000; ist erschienen. In der Publikation des Kommunalwissenschaftlichen Instituts der Uni Potsdam (KWI) geht es diesmal schwerpunktmäßig um das Thema “Bürger und Kommune”. Darüber hinaus bietet die Info wie gewohnt Neues aus den Kommunen und weitere interessante Informationen über Seminare oder Tagungen und lesenswerte Bibliothekszugänge. Bestellungen über Telelefon: 0331/977-4534. PUTZ
Seminare
Unter dem Titel“Das Wissen der Forschung— verständlich für Laien” bietet die DFG Seminare an. Der Service ist ausschließlich für Wissenschaftler in von ihr geförderten Graduiertenkollegs gedacht. In zweitägigen Veranstaltungen geht es dabei darum zu trainieren, Laien wissenschaftliche Zusammenhänge verständlich beschreiben zu können. Informationen im Internet unter: http: //www.dfg.de /aktuell/ medientraining/. PUTZ
Einweihung
Nach zweijähriger Bauzeit wird die Bereichsbibliothek Babelsberg der Universitätsbibliothek, Uni-Standort Griebnitzsee, am 230Oktoberf200015.00 Uhr feierlich eingeweiht. Neben Uni-Rektor Prof. Dr. Wolfgang Loschelder, und Bibliotheksdirektorin Barbara SchneiderEßlinger wird auch der brandenburgische Minister für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Dr. Wolfgang Hackel, aus diesem Anlass sprechen.
PUTZ /Foto: Fritze
Umzüge vorbei
Der Bezug des neuen Verfügungsgebäudes für die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät am Standort Golm und der damit verbundene Umzug von einzelnen Instituten bedeutete auch Umzugsarbeit und Bestandsverlagerungen für die Uni-Bibliothek. Getreu dem Grundprinzip, die Literatur da anzubieten, wo Wissenschaftler und Studierende[sie Sbenötigen, sind die Literaturbestände der Chemie nach Golm verlagert worden. Im Gegenzug dazu kamen Bücher und Zeitschriften anderer Fachgebiete von Golm an das Neue Palais. Ende September öffneten sich nun wieder die Türen der‘ betroffenen. Teilbibliotheken. Die, Fachgebiete Chemie/Biochemie befinden sich jetzt am Komplex II, Haus 14a, die Berufspädagogik/Arbeitslehre auf dem gleichen Komplex, Haus 22. Die Klassische Philologie ist am Komplex ‚I; Haus 11, und die Mathematik /Informatik im Haus 9, Am Neuen Palais‘ zu finden. PUTZ
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