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(1.1.2019) 07
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JAls eine von sechs Hoch­schulen nimmt die Universität Potsdam an einem Pilotpro­jekt zur Einführung des Total E-Quality Management teil. Ziel ist es dabei, die gleichstel­lungspolitische Lage anhand eines differenzierten Erhe­bungsbogens zu ermitteln und einen Vergleich zu anderen Hochschulen vorzunehmen. In einem weiteren Projekt­schritt sollen sich dann alle

deutschen Universitäten, Fachhochschulen und For­schungseinrichtungen im

kommenden Jahr um das PrädikatTotal E-Quality bewerben können.

nitiiert wird diese Pilotphase ‚on der Sozialforschungsstelle Dortmund, die Gelder kommen ‚om Bundesministerium für ildung, Wissenschaft und Forschung. Der Begriff TotalQuality ist ein Wortspiel, ent­standen auf der Basis desTotal Quality Management. Dieser Begriff aus dem Englischen steht für einen Managementprozess, in welchem zentrale Qualitäts­standards entwickelt werden, im Mittelpunkt stehen dabei die Beschäftigten als Qualitätsfak­ofen. Deren Potenziale sollen ptimal genutzt werden. Total E-Quality wiederum führt jesen Gedanken weiter und bringt die Geschlechterperspek­ve ein. Dies basiert auf der Annahme, dass durch die Be­lachteiligung und Marginali­serung von Frauen(arbeit) in einem Unternehmen wertvolles otenzial verschenkt wird.

Viele große Unternehmen wie die Telekom, Volkswagen oder Schering setzen schon seit ahren auf das Qualitätsziel "Ohancengleichheit.. Sie ver­®rechen sich davon eine opti­Male Nutzung ihrer personellen Ressourcen und damit auch Spareffekte, sowie die größere Zusprache von Kundinnen. Sie Verfolgen also wirtschaftliche Ziele. Wissenschaftliche Einrich­tungen werden zunehmend als Unternehmen betrachtet, die uch unternehmerische Strate­Sien anwenden sollen. Unab­hängig von der politischen Diskussion ist festzuhalten, dass (urch den zunehmenden Wett­

Chancengleichheit als

Wettbewerbsvorteil Pilot-Projekt startet an Uni

bewerb in der Forschung und um die Studienbewerber und Studienbewerberinnen die grös­sere Selbstständigkeit in Form von Globalhaushalten, neue Strategien in der Organisation erfor-dern. In diesem Sinne ist Qualitätsmanagement ein Ins­trument, den neuen Anfor­derungen gerecht zu werden.

Es liegt also nahe, auch hier Chancengleichheit als Wettbe­werbsvorteil und als Teil der Organisationsoptimierung zu betrachten. Davon abgesehen, gibt es aber auch einen geset­zlichen Auftrag zur Gleichstel­lungspolitik. Der knifflige Punkt liegt dabei nicht imOb, son­dern imWie.

Erste Phase

Die Pilotphase läuft voraus­sichtlich von September bis Dezember 2000.

Eine Projektgruppe begleitet die Phase. Beteiligt daran sind Mitglieder der Zentralen Kom­mission für Gleichstellung und Frauenförderung, die Hoch­schulleitung, insbesondere auch die Verwaltung, die Gleichstel­lungsbeauftragte und das Pres­sereferat. In einem ersten Schritt soll es darum gehen, einen Erhebungsbogen der Sozialfor­schungsstelle Dortmund zu überarbeiten und die notwendi­gen Daten zu ermitteln. Wesentliche Schwerpunkte der Erhebung sind die statistische Beschäftigtensituation, die Per­sonalpolitik/Personalentwick­lung, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, die egalitäre

Organisationskultur und die

institutionalisierte Gileichstel­lungspolitik.

Langfristiges Ziel muss es sein, Gleichstellung als Qualitäts­merkmal der Uni Potsdam zu setzen und die dafür erforder­lichen Maßnahmen zu entwic­keln.

Claudia der

Dunst/Büro

Gleichstellungsbeauftragten

PUTZ 7/00

Ich sehe nicht weg!

Ein Autowrack ist mit Ha­kenkreuzen beschmiert, Al­bert Einstein trägt ein schwar­zes T-Shirt, auf dem ein Hakenkreuz entsorgt wird, ein Straßenschild mit der Auf­schriftHerzlich willkom­men ist mit faschistischen Symbolen verunstaltet. Situa­tionen, die(leider) jeder kennt.

Künstler haben sie nun zu Postkartenmotiven gemacht, die anklagen oder mahnen sollen.

Angesichts der aktuellen Situa­tion gibt es in ganz Deutschland vielfältige Aktivitäten, um gegen Ausländerfeindlichkeit und Ras­sismus vorzugehen.

(cn SEHE NICHT WEG!

Zeichnung: Barbara Henniger

Die Brandenburgische Landes­zentrale für politische Bildung will dabei nicht abseits stehen. Ich sehe nicht weg!, heißt die Aktion für Zivilcourage und gegen Gewalt. Entwickelt wurde dafür eine künstlerisch gestaltete

Postkarten-Serie, um Menschen auf diese Weise zum Nach­denken und Handeln anzure­gen.

Rainer Ehrt, Barbara Henniger, Andreas Prüstel, Andreas Käm­per und Klaus Stuttmann, Künstler aus Berlin und Brandenburg, waren von der Initiative sofort angetan und stellten eigene Karikaturen, Zeichnungen und Fotos zur Verfügung. Ernstes heiter zu transportieren, ist ihr Anliegen dabei. Bäcker, Fleischer, Frisöre oder Apotheken sind Orte, wo die Karten ausliegen und gegen eine Spende erworben werden können.

Das Geldsoll den Opfern von Gewalt zugute. kommen oder Maßnahmen gegen Gewalt unterstützen:

Die Initiatoren vonIch sehe nicht weg! wünschen sich, dass viele Firmen Institutionen, Vereine und Organisationen bei

der Aktion mitmachen und andocken. Wie wäre es also, wenn

Kunststudierende der Uni eige­ne Arbeiten für ein Postkarten­motiv zur Verfügung stellten? Vielleicht Stinden Bsicht ja auch Gelegenheiten, die Karten bei größeren Veranstaltungen der Uni zu verkaufen.

Ideen sind gefragt! Wer mit­machen möchte, wende sich an das Referat für Presse-, Öffent­lichkeits- und Kulturarbeit der Uni, Tel.: 0331/977-1474 oder per E-Mail an eckardt@rz.uni­potsdam.de B.E.

Männlichkeit(en)

Ein neues Heft der Potsdamer Studien zur Frauen- und Geschlechterforschung liegt jetzt vor. Die darin enthaltenen Beiträge sind Resultat mehr­

jähriger Forschungen und | Lehre zum Thema Männ­lichkeit(en) am Bereich

Frauenforschung der Universi­tät Potsdam. Im ersten Teil des Doppelheftes werden Ergeb­nisse des Lehrforschungspro­jektes

schaft vorgestellt, die auf nar­rativen Interviews mit Ost­deutschen Männern beruhen. Die Verknüpfung von Militär, Erwerbsarbeit und Männlich­keiten bildet den Bezugspunkt für weitere Beiträge des Heftes.

PUTZ

Das Heft ist für 12,50 DM zuzüglich Porto zu erhalten über: Universität Potsdam, Professur für Frauenfor­schung, PF 90 03 27, 14439 Potsdam, Tel.: 0331/977­

Hauptsache Arbeit? 3390, Fax: 0331/977-3308, Männlichkeitskonstruktionen| E-Mail: schaefer@rz.uni­am ‚Ende der Arbeitsgesell-| Potsdam.de A

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