Heft 
(1.1.2019) 08
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UNI aktuell

Über Fördermittel in einer Höhe von bis zu 16 Millionen Mark in den nächsten Jahren kann sich der Verein für Bioanalytik und Biohybrid­

Technologie freuen. Sein ProjektBioHyTec- Bio­hybridtechnologien in der

Region Potsdam-Lucken­walde ist als eines der Sieger aus dem 1999 gestarteten InnoRegio Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung her­vorgegangen.

Jer Verein ist an der Universität otsdam angesiedelt. Sein Sprecher ist Prof. Dr. Frieder Scheller vom Institut für Biochemie und Biologie, dessen Arbeitsgruppe für Analytische ijochemie direkt bei BioHy Tech beteiligt sein wird.

Die Partner von BioHyTech wollen gemeinsam an der Entwicklung von DNA- Protein­und Biosensor-Chips arbeiten. Die möglichen Einsatzgebiete dieser Chips reichen von der (osmetikanalytik über die ‚ebensmittelkontrolle bis hin zur medizinischen Diagnostik. esonders für DNA-Chips wird ein riesiger Zukunftsmarkt prog­nostiziert.

auch

Diese Chips nutzen die DNA als Erkennungssubstanz. Sie beste­en aus einer festen Unterlage, zum Beispiel aus Glas, die mit

mikroskopisch kleinen Strukturen versehen ist. Dort ind einzelsträngige DNA­

Moleküle bekannter Sequenz wfgebracht.

Eine zu untersuchende DNA wird zerschnitten und mit einem Fuoreszenzmarker versehen, ein Stoff der bei Bestrahlung mit Laserlicht leuchtet. Um unbekannte DNA-Abschnitte zu Analysieren, lässt man sie mit den Abschnitten auf dem Chip teagieren. Dort, wo die zu Untersuchende DNA auf dem Chip einen komplementären Partner trifft, geht sie Bindungen ein. Bestrahlung mit dem Laser aktiviert die Fuoreszenzmarker. Beinhaltet in Chip nun an genau

Orten DNA­Sequenzen sowohl für gesunde als auch fürkranke

definierten

PUTZ 8/00

Mıt Biochips in die Zukunft

InnoRegio-Projekt auch zu Krebsbekämpfung

zum Beispiel in der Lage sein, auch Konzentrationen an der Kennzeich­

Schwelle der

Mit der Entwicklung von DNA- Protein- und Biosensor-Chips beschäftigt sich das Projekt BioHyTech, einer der Sieger der InnoRegio Initiative. Mit dabei ist auch die Arbeitsgruppe Analytische Biochemie der Uni Potsdam.

Foto: Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät

Gensequenzen, kann man durch Auslesen des Orts, an dem ein Leuchten zu beobachten ist, herausfinden, ob die untersucht­en Gen-Abschnitte eine gestörte oder eine normale Sequenz aufweisen. Auf diese Weise wird zum Beispiel eineSuche nach Defekten in der Erbinforma­tion möglich.

Da sich das Erbgut von Tumoren signifikant von dem des gesunden Gewebes unter­scheidet, können DNA-Chips in Zukunft auch zur Analyse von Tumorzellen eingesetzt werden. Ihre Vorteile gegenüber heuti­gen Methoden liegen nach Angabe von Fachleuten in einer schnelleren und zuverlässigeren

Analyse.

Im Bereich der Lebensmittel­analyse sollten die DNA-Chips

nungspflicht nachzuweisen. Gentechnisch manipulierte Lebensmittel müssen in der EU dann gekennzeichnet werden, wenn ihr genmanipulierter Anteil über einem Prozent liegt. BioHyTech will sich nicht nur auf die Entwicklung neuer Biochips beschränken, vielmehr sollen alle Bereiche von der Ausbildung über die Forschung und Entwicklung bis hin zur Produktion am Projekt beteiligt sein. Ziel der Initiative ist es auch, die Region als Biotech­nologie-Standort auszubauen und durch Innovation neue Arbeitsplätze zu schaffen.

Neben Universitäten und For­schungseinrichtungen sind des­halb auch Industrieunterneh­men sowie regionale Infrastruk­turpartner beteiligt.

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Innovative Impulse für die Region

Im April 1999 startete das

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) den InnoRegio Wettbewerb.

Dieses neue Förderprogramm für die Regionen Ostdeutsch­lands sollte vor allem die Inno­vationskraft in den neuen Bundesländern stärken.

Dazu stellte Bundes­forschungsministerin Edelgard Bulmahn einen Betrag von 500 Millionen Mark be­reit.

Ziel ses bestehende Potenziale von Bildungs- und Forschungseinrichtungen

sowie Wirtschaft und Verwaltung zu bündeln, neue marktfähige Produkte und

Dienstleistungen zu entwick­eln und dadurch neue Arbeitsplätze zu schaffen, hieß es bei der Vorstellung des Projektes.

Über 400 Innovationsbünd­nisse hatten sich daraufhin für eine Wettbewerbsteilnahme beworben. In einer ersten Entscheidung im November 1999 waren daraus 25 Initiativen ausgewählt worden.

Diese hatten weitere acht Monate Zeit, ihre Innova­tionskonzepte zu konkre­tisieren.

Daraus kürte die Jury im Oktober dieses Jahres 19 Gewinner, darunter die BioHyTech Initiative.

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