Heft 
(1.1.2019) 08
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Forschung_

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Fortsetzung von Seite 20

gen Farbe bestrahlt, beginnen sie zu leuchten.

Bei OPTIMUS übernimmt diese Anregung ein Laser. Sein Licht kann per Lichtwellenleiter über einige Meter bis zu der zu unter­suchenden Stelle transportiert werden. Ist der Boden verseucht, beginnen die PAK infolge der Laserbestrahlung zu leuchten. Das Licht wird nun, ebenfalls per Lichtwellenleiter, zum Detektor befördert. Dieser führt eine Analyse durch, indem er feststellt, bei welcher Farbe (oder Wellenlänge) Licht in welcher Intensität vorhanden ist, er misst ein Fluoreszenz­spektrum. Die Intensität des Signals gibt Auskunft über die Stärke der Verunreinigung. Die Form des Spektrums gibt an, inwieweit vorhanden sind. Dazu haben die Wissenschaftler im Labor Spektren bekannter

Verseuchungen seuchung

Verunreinigungen gemessen. Ein. Vergleich mit den Messungen vor Ort ermöglicht

Böden in der Umgebung der Olfelder, die am Ende des Golfkrieges in Brand gesteckt wurden.

In Zukunft sollen die Arbeiten aber nicht auf den Nachweis von

Olverschmutzungen beschränkt bleiben. Von großem Interesse

sind beispielsweise auch Untersuchungen dazu, wie Böden mit Kohlendioxid

reagieren, da dieser Prozess möglicherweise einen großen Einfluss auf die Entwicklung des Treibhauseffektes hat.Wir wis­sen einiges über die Wechselwirkung der Ozeane mit Kohlendioxid, aber bei den Böden wissen wir nichts, erklärt Löhmannsröben den Hintergrund dieser Pläne.

Metall-lonen auf der Spur

Zum Abschluss derChemie im Dreierpack sprach Hans-Jürgen Holdt, der seit vergangenem Jahr als Professor für Anorganische Chemie an der Universität Potsdam lehrt. Sein Interesse gilt der Entwicklung

der, Medizin ist die Umweltanalyse eines der Haupteinsatzgebiete der opti­

schen Sensoren für Metall­Ionen.

Als Materialien eignen sich besonders gut so genannte

FW rophokaRNezeptors Systeme. In diesen komplexen Molekülen, die aus zwei Komponenten bestehen,

herrscht Arbeitsteilung. Der Rezeptorteil ist für die

Erkennung des Metall-Ions zuständig. Aus der Perspektive der Chemiker gesprochen, heißt das, es existiert eine bestimmte Stelle im Molekül, in die das Ion exakt passt und eingebaut wer­den kann.

Der Fluorophorteil ist dafür ver­antwortlich, ein messbares Leuchtsignal(eine Fluoreszenz) abzugeben, sobald ein Metall­Ion erkannt eingebaut ­wurde. Die Kommunikation zwischen beiden Teilen des Sensors kann zum Beispiel mit Hilfe eines Elektronentransports geschehen. Der Einbau des Ions in den Rezeptor-Komplex setzt ein Elektron frei. Dieses wandert in den Fluorophor-Teil, wo es die Lichterzeugung anregt.

Ein großes Problem bei der Entwicklung solcher Sensoren besteht darin, den Rezep­torkomplex so aufzubauen, dass er nur ein ganz bestimmtes Metall nachweist. Zur Zeit liegt das Hauptaugenmerk darauf, hochselektive optische Sensoren für Schwer- und Übergangsme­tallionen zu entwickeln, da

dann eine Identifikation der| optischer Sensoren für Metall- Sensoren für Alkali- und

PAK. Ionen. Metall-Ionen treten in Erdalkalimetallionen bereits

In einer Kooperation mit Kuwait| vielen Bereichen des täglichen| Entwickelt optische Sensoren für existieren.

untersuchen Löhmannsröben| Lebens auf, oft haben sie eine| Metall-Ionen: Hans-Jürgen Holdt.

und seine Mitarbeiter auch| schädigende Wirkung. Neben Foto: zg. urs

Sport-Studie Neu bewilligt Preis ausgeschrieben Die Deutsche Forschungs-| Der Forschungsverbund Berlin

Unterstützung für Kommunalpolitik

In einer Studie gehen Wissenschaftler am Uni-Institut für Sportwissenschaft derzeit

Fragen des sportlichen Interesses der Potsdamer, ihrer vorhandenen Möglichkeiten

aktiver Bewegung oder auch existierender Visionen zur per­spektivischen Sportlandschaft nach.

Die Untersuchung soll sport­politische Entscheidungen der nächsten Jahre unterstützen und endet in der Erstellung eines Sportentwicklungsplanes für die Landeshauptstadt durch die Forscher. Vorliegen soll das Papier im Juni 2001.

Um die gegenwärtige Situation genau erfassen Zu können, führen die Wissenschaftler um Prof. Dr. Jürgen Rode detail­

lierte Befragungen durch. Gewendet hat man sich bereits an alle Vereine, Krankenkassen und sonstigen Einrichtungen, die ihre jeweiligen sportlichen Angebote benannten. Von 700 Schülern liegen zudem schon Angaben über sportliche Aktivitäten vor. In einem letzten Schritt erfolgen jetzt Bürgerbefragungen zu Sportangeboten, die sich die Potsdamer in ihrer Stadt wün­schen. Zu diesem Zweck ergin­gen insgesamt 3500 Fragebögen an zufällig ausgewählte Personen.

Am Projekt sind neben der Uni auch das Sport- und Bäderamt sowie der_Sradtsportbund

Potsdam e.V. beteiligt.

P.G:

gemeinschaft(DFG) unterstützt das ForschungsprojektWan­dering Images Die Darstellung jüdisch /israelischer Gemein­schaftserziehung auf Fotografien aus Deutschland und Israel von 1920 bis 1970 von Prof. Dr. Juliane Jacobi, Humanwissen­schaftliche Fakultät, mit einer Sachbeihilfe.

Zwei Mitarbeiterinnen werden Fotografien aus Deutschland, Palästina und Israel zum Thema Gemeinschaftserziehung auf erziehungshistorische, jugend­soziologische und bildwis­senschaftliche Fragestellungen hin untersuchen.

Das Projekt ist zunächst für zwei Jahre bewilligt und an die Universität Potsdam angebun­den.

PUTZ

hat jetzt den Nachwuchswissen­schaftlerinnen-Preis ausgeschrie­ben. Die Auszeichnung ist mit 5.000 DM dotiert. Verliehen wird sie für eine hervorragende Promotion in einem For­schungsgebiet der Natur-, Lebens- oder Umweltwissen­schaften. Bewerben können sich Wissenschaftlerinnen, die zum Zeitpunkt der Promotion nicht älter als 31 Jahre waren und ihre Arbeit in einer Forschungsein­richtung oder Hochschule in Berlin oder Brandenburg erfolg­reich abschlossen. Mehr Infos dazu finden Interessierte unter www.fv-berlin.de Alle Unterlagen müssen bis zum 30. November dieses Jahres beim Vorstandssprecher des Forschungsverbundes Berlin, Dr. Günther Tränkle, Rudower Chaussee 17, 12489 Berlin vor­liegen.

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