Heft 
(1.1.2019) 04
Einzelbild herunterladen

Studiosi

PUTZ 4/01

Halbzeit bei Uni-Wette

Energie-Aktionstag vorläufiger Höhepunkt im Wettlauf mit Ministerin Wanka

Kürzlich jährte sich zum 15. Male der Tag des Reaktor­unglücks von Tschernobyl. Das war für die Mitstreiter im Studi-Projektteam der Uni­wette Anlass genug, das ThemaEnergie sparen wie­der auf die Tagesordnung zu setzen. Mit einem Energie­Aktionstag am 26. April war­ben die Studierenden gleich auf mehreren Wegen um Aufmerksamkeit der Öffent­lichkeit.

Unter anderem wurden in Golm die Heizungen isoliert und Fenster abgedichtet. Dabei woll­ten die Studis aus verschiedenen Fachrichtungen klar machen, dass Investitionen in die Gebäu­de nötig seien, um den Energie­bedarf für Wärme drosseln zu können. Bei Rundgängen durch einen Großteil der Universitäts­räume hatte man zuvor Orte ausfindig gemacht, an denen unter anderem wegen undichter Fenster oder fehlender Ther­mostate unnötig Energie ver­schwendet wird.Ein großer Teil der Wärme wird jedoch auf­grund unseres unachtsamen Umgangs verschwendet, Kri­tisierte Knut Günther, angehen­der Geo-Ökologe, an dem Tag

die Unachtsamkeit so manches Zeitgenossen.Hoffentlich, so meinte er weiter,helfen hier die kleinen orangefarbenen Aufkle­ber an Tür, Lichtschalter und Fensterbrett.

Ihre Vorstellung erfuhr zudem auch die MitfahraktionAutos viert fahren!.

sparen zu

Deren Funktionieren ist eigent­lich ganz einfach. Es gibt Kar­ten, die durch verschiedene Farben kennzeichnen, welchen Uni-Komplex der Fahrer gerade ansteuert. Blau bedeutet Grieb­nitzsee, Grün Neues Palais, Gelb Am Park Babelsberg und Rot Golm. Wenn ein Auto­

Beim Aktionstag hieß es Anpacken. Unter anderem wurden Fenster abgedichtet.

reisender noch Platz in seinem Wagen hat, legt er die Karte mit der Farbe seines Fahrtziels hin­ter die Windschutzscheibe und signalisiert so, dass er Kommi­litonen dorthin mitnimmt.

Birgit Teschner/ Projektteam

Foto: zg.

Das Ticket kommt

Nach dreitägiger Urabstimmung stand ‚es. fest: Die Potsdamer Uni-Studierenden wollen das Semesterticket. Von den knapp 26,2 Prozent der Studierenden, die ihre Stimme abgaben, plädierten 72,2 Prozent für das Ticket.Mit.einer solch breiten Akzeptanz habe ich wahrhaftig nicht gerechnet, zeigte sich sogar Johannes Schilling, AStA­Referent für Ökologie und Verkehr, vom Ergebnis über­rascht.

Das Ticket soll es ab kommen­dem Wintersemester 2001/ 2002 geben. Noch allerdings muss die gerade beim zuständi­gen Wahlausschuss und bei Uni­Rektor Prof. Loschelder einge­reichte Beschwerde von der Liberaler

sechs einzelnen Studenten geprüft werden. Die Verkehrs­betriebe und das Studierenden­parlament selbst haben schon zugestimmt. Schilling sieht dem weiteren Verfahren jedoch opti­mistisch entgegen. Klar ist jedenfalls bereits der Preis des neuen Angebots. Kosten wird es genau 219 Mark. Und auch über die Gültigkeit herrscht Einigkeit.

Studierende können das Semesterticket im gesamten Raum Berlin- Brandenburg

nutzen. Reizvoll ist aber für viele von ihnen vor allem, dass es im Portmonee künftig etwas voller sein wird. Die Initiatoren des Fahrausweises hoffen bei den täglichen Anreisen ihrer Berliner Kommilitonen auf Einsparungen von bis zu 60 Prozent der bis­herigen Ausgaben im Jahr.

Hochschulgruppe Campus, deren Fraktion im Studierendenparlament Sowie

Geht alles glatt, können Studierende der Uni bald billiger im Raum Berlin­Brandenburg reisen. Die gerade erfolgte Urabstimmung in der Hochschule brachte ein deutliches Votum für das lange umkämpfte Semesterticket. Foto: zg.

PUTZ 25