Studiosi
PUTZ 4/01
Halbzeit bei Uni-Wette
Energie-Aktionstag vorläufiger Höhepunkt im Wettlauf mit Ministerin Wanka
Kürzlich jährte sich zum 15. Male der Tag des Reaktorunglücks von Tschernobyl. Das war für die Mitstreiter im Studi-Projektteam der Uniwette Anlass genug, das Thema“Energie sparen” wieder auf die Tagesordnung zu setzen. Mit einem EnergieAktionstag am 26. April warben die Studierenden gleich auf mehreren Wegen um Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit.
Unter anderem wurden in Golm die Heizungen isoliert und Fenster abgedichtet. Dabei wollten die Studis aus verschiedenen Fachrichtungen klar machen, dass Investitionen in die Gebäude nötig seien, um den Energiebedarf für Wärme drosseln zu können. Bei Rundgängen durch einen Großteil der Universitätsräume hatte man zuvor Orte ausfindig gemacht, an denen unter anderem wegen undichter Fenster oder fehlender Thermostate unnötig Energie verschwendet wird.“Ein großer Teil der Wärme wird jedoch aufgrund unseres unachtsamen Umgangs verschwendet”, Kritisierte Knut Günther, angehender Geo-Ökologe, an dem Tag
die Unachtsamkeit so manches Zeitgenossen.“Hoffentlich”, so meinte er weiter,“helfen hier die kleinen orangefarbenen Aufkleber an Tür, Lichtschalter und Fensterbrett.”
Ihre Vorstellung erfuhr zudem auch die Mitfahraktion“Autos viert fahren!”.
sparen— zu
Deren Funktionieren ist eigentlich ganz einfach. Es gibt Karten, die durch verschiedene Farben kennzeichnen, welchen Uni-Komplex der Fahrer gerade ansteuert. Blau bedeutet Griebnitzsee, Grün Neues Palais, Gelb Am Park Babelsberg und Rot Golm. Wenn ein Auto
Beim Aktionstag hieß es Anpacken. Unter anderem wurden Fenster abgedichtet.
reisender noch Platz in seinem Wagen hat, legt er die Karte mit der Farbe seines Fahrtziels hinter die Windschutzscheibe und signalisiert so, dass er Kommilitonen dorthin mitnimmt.
Birgit Teschner/ Projektteam
Foto: zg.
Das Ticket kommt
Nach dreitägiger Urabstimmung stand ‚es. fest: Die Potsdamer Uni-Studierenden wollen das Semesterticket. Von den knapp 26,2 Prozent der Studierenden, die ihre Stimme abgaben, plädierten 72,2 Prozent für das Ticket.“Mit.einer solch breiten Akzeptanz habe ich wahrhaftig nicht gerechnet”, zeigte sich sogar Johannes Schilling, AStAReferent für Ökologie und Verkehr, vom Ergebnis überrascht.
Das Ticket soll es ab kommendem Wintersemester 2001/ 2002 geben. Noch allerdings muss die gerade beim zuständigen Wahlausschuss und bei UniRektor Prof. Loschelder eingereichte Beschwerde von der „Liberaler
sechs einzelnen Studenten geprüft werden. Die Verkehrsbetriebe und das Studierendenparlament selbst haben schon zugestimmt. Schilling sieht dem weiteren Verfahren jedoch optimistisch entgegen. Klar ist jedenfalls bereits der Preis des neuen Angebots. Kosten wird es genau 219 Mark. Und auch über die Gültigkeit herrscht Einigkeit.
Studierende können das Semesterticket im gesamten Raum Berlin- Brandenburg
nutzen. Reizvoll ist aber für viele von ihnen vor allem, dass es im Portmonee künftig etwas voller sein wird. Die Initiatoren des Fahrausweises hoffen bei den täglichen Anreisen ihrer Berliner Kommilitonen auf Einsparungen von bis zu 60 Prozent der bisherigen Ausgaben im Jahr.
Hochschulgruppe Campus“, deren Fraktion im Studierendenparlament Sowie
Geht alles glatt, können Studierende der Uni bald billiger im Raum BerlinBrandenburg reisen. Die gerade erfolgte Urabstimmung in der Hochschule brachte ein deutliches Votum für das lange umkämpfte Semesterticket. Foto: zg.
PUTZ 25