Heft 
(1.1.2019) 05
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PUTZ 5/01

UNI aktuell

Abenteuer Denken

Mathematik für Potsdamer Schüler an der Universität

Meist gehört es zum guten Ton zu bekennen, in Mathe­matik in der Schule eine Niete gewesen zu sein. Das Fach war und ist von vielen gefürchtet und verursacht bei nicht weni­gen noch Jahre nach der Schulzeit Alpträume.

Wie oft müssen sich Lehrer die Frage gefallen wofür dieser oder jener mathematische Sachverhalt benötigt wird. Doch im Alltag steckt mehr Mathe­matik, als gemeinhin angenom­men wird. Man denke nur an die aktuelle Rentendebatte oder an Börsenmeldungen. Dennoch begeistert diese Wissenschaft nicht jeden. ‚Studien belegen, dass die deutschen Schüler im internationalen Vergleich nur mittelmäßige Leistungen in Mathematik und Naturwissen­schaften erbringen. Ursachen sind nicht zuletzt im Mathe­matikunterricht zu suchen.

lassen,

Dass es durchaus auch Spaß machen kann, sich mit mathe­matischen Sachverhalten unver­krampft zu beschäftigen und dabei etwas zu lernen, zeigt der Mathematik-Didaktiker Prof. Dr. Thomas Jahnke von der Universität Potsdam. Er initi­

ijerte ein Projekt für mathema­tisch interessierte, nicht in erster Linie hochbegabte, Schülerin­nen und Schüler der Jahrgangs­stufen 12. Eingeladen sind je­

Sie wollen Hochschulluft schnuppern, Mathematik an einer Universität lernen: Schülerinnen und Schüler von Potsdamer Schulen.

weils acht Schüler und ihre Mathematiklehrer aus den mit der Uni kooperierenden Pots­damer Schulen: Helmholtz-, Humboldt- und Leibniz-Gym­nasium, Gesamtschulen Voltaire und Lenne sowie Sportschule Friedrich Ludwig Jahn.

An insgesamt sechs. Nachmit­tagenlernen die Schüler am Beispiel der Linearen Abbildun­gen den Aufbau einer mathema­

Foto: Fritze

tischen Theorie kennen, bei der Gegenstände aus dem Schul­unterricht aufgegriffen und in allgemeiner Form betrachtet werden, erläutert Thomas Jahnke das Anliegen.

Ziel des Projektes ist es, außer­halb des regulären Unterrichts einen Beitrag zur Erhöhung der Studierfähigkeit von Abituri­enten zu Die PSchüler erhalten Gelegenheit, an einem ungewohnten Lernort hoch­schulspezifische Lern- und Lehr­methoden auszuprobieren. Ganz bewusst wurde die Form der Vorlesung gewählt, um das vom Schulalltag Abweichende zu ‚zeigen. ‚Und Schüler nehmen das Angebot an. Auch nach den ersten Vorlesungen hat sich die Zahl der Zuhörer nicht verringert. Ganz im Gegenteil, es spricht sich herum, weitere gesellen sich dazu. Deshalb soll es in Zukunft weitere Projekte dieser Art geben. B.E.

leisten.

die

Bizarres unter Glas

Wer kürzlich die Ausstellung des Botanischen Gartens der Uni­versität. Potsdam bei einer Hallenschau in der Biosphäre der BUGA betrachtete, konnte eine botanische Weltreise unternehmen... Die Präsentation mit dem TitelFlorenreiche der

Erde bot für jeden Geschmack etwas und war nach Ansicht viel­er Besucher eine Augenweide. Gezeigt wurden charakteristi­sche Vertreter der Pflanzenwelt der einzelnen Florenreiche und ­regionen. Insgesamt 287 ver­schiedene Pflanzenarten gab es

zu sehen. Der Naturfreund fand Zypressen und Ginsterder Mittelmeerländer vor, konnte Drachenbäume der Kanaren; Proteusgewächse und Suk­kulenten des Kaplandes ganz aus der Nähe anschauen. Auch Kakteen"und Bromelien der amerikanischen Tropen, Palm­farne, Schraubenpalmen und

Kannenpflanzen der altwelt­lichen Tropen und sogar Pflanzen aus Australien und

Neuseeland bot die Schau. Jedes Florenreich wurde mit einem Poster vorgestellt. Die Ausstellung stand in engem Zusammenhang mit der eben­falls unter dem TitelFloren­reich der Erde laufenden Ringvorlesung an der Uni, die in diesem Semester jeweils donner­stags von 11.00 bis 12.30 Uhr im Großen Botanikhörsaal, Maulbeerallee 2a, stattfindet. P.G.

Die Buosphärenhalle auf der BUGA. Foto: Fritze

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