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Bulletin
Das Potsdamer Bulletin für Zeithistorische Studien Nr. 22/2001 Negt vor Inder
Broschüre geht es diesmal um Themen wie“Mauerfall-Lessons of the| Wall" oder um “Sowjetisierung, Stalinisierung, Juche”. Tagungsberichte und Besprechungen jüngst erschienener Publikationen fehlen ebenfalls nicht. So setzt sich unter anderem Mario Kessler mit Joachim Petzolds Buch “Parteinahme wofür? DDRHistoriker im Spannungsfeld von Politik und Wissenschaft” auseinander. PUTZ
Bezogen werden kann das Potsdamer Bulletin beim Zentrum für Zeithistorische Forschung, das das Heft herausgibt(Tel.: 0331/289910).
Sammelband
“Victor Klemperers Werk. Texte und Materialien für Lehrer” heißt ein dieser Tage in den Handel gekommener Sammelband, dessen Herausgeber Dr. Karl-Heinz Siehr vom Potsdamer. Uni-Institut für Germanistik ist.
Der Band schließt unmittelbar an den. gerade zu Ende gegangenen Victor-Klemperer-Wettbewerb an und bietet die erste systematische Auseinandersetzung mit Victor Klemperers Tagebüchern als Anregung für den Unterricht, Insgesamt 13, zum. großen„Teil aus: der Universität Potsdam kommende Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen. haben in. Aufsätzen Positionen für die Schule herausgearbeitet. Klemperers Sprachkritik. oder. auch. das Tagebuch als historische Quelle sind nur einige der hier behandelten Themen. Im Anhang gibt es ergänzende Materialien, die die Einarbeitung in den Stoff
unterstützen. PS.
Victor Klemperers Werk. Texte und Materialien für Lehrer. Herausgegeben von Karl-Heinz Siehr. Berlin: Aufbau Taschenbuch Verlag 2001. ISBN: 3-7466-8065-4. 24,90 DM.
PUTZ 5/01
Aus Frankreich in Potsdam
Gespräch mit Eric Sacher
Nicht selten trifft man an der Universität Potsdam Studierende oder Mitarbeiter aus dem Ausland. Eric Sacher ist von Mitte März bis Anfang Mai als französischer Praktikant im Dezernat für Planung, Statistik, Forschungsangelegenheiten und Organisation tätig gewesen.
Der 27-Jährige studierte in Frankreich zehn Jahre die verschiedensten Fächer, unter anderem Geschichte, Politikwissenschaften, Management oder Französische Literatur. Für die PUTZ sprach Praktikantin Agnes Baumert mit ihm.
Warum haben Sie sich für die Universität Potsdam entschieden?
Sacher: Ich war 1990 im Rahmen einer einwöchigen Schulreise schon einmal in Potsdam, gerade fünf Monate nach dem Mauerfall. Zehn Jahre später wollte ich zurückkommen, um die Veränderungen der Stadt und auch der Universität zu sehen. In Frankreich bin ich im Öffentlichen Dienst angestellt. Während dieser Arbeit habe ich die Möglichkeit bekommen, für ein Jahr zu studieren. Dafür muss ich zwei Praktika absolvieren. Als erste Praktikantenstelle habe ich Paris gewählt, und nun bin ich für zwei Monate in Potsdam.
Was beinhaltet Ihr Praktikum?
Sacher: Zum einen arbeite ich an Übersetzungen der offiziellen Amtsbezeichnungen der Universität. Das bedeutet, ich suche die englischen und französischen Begriffe für bestimmte deutsche Titel heraus, die denselben Tätigkeitsbereich wie an deutschen Universitäten abdecken. Diese Arbeit ist sehr wichtig für die internationale Forschungskooperation der Universität.
Zum anderen habe ich während meines Praktikums einen Bericht vorgelegt, in dem ich einen Vergleich zwischen dem System der deutschen Hochschulen und den berufsbildenden Hochschulinstituten in Frankreich anstelle.
hier bereits viel verändert.
Ich habe auch drei Wochen zusammen mit‘ dem Beauf; tragten der französischen Botschaft für die akademischen Beziehungen der neuen Bundesländer, Prof. Dr. Bernard Cros, gearbeitet, wo wir ebenfalls einen solchen Vergleich führten. Außerdem beurteile ich die internationalen Hochschulbeziehungen zwischen Potsdam und Frankreich aus meiner persönlichen Sicht.
Fühlen Sie sich als französischer Student in das Potsdamer Universitätsleben integriert?
Sacher: Eine Beziehung zu den deutschen Studierenden zu bekommen, hat"sich füri mich recht schwierig gestaltet. Denn ich kam gerade zu Beginn der Semesterferien nach Potsdam. So blieb der Kontakt zum Studentenleben zunächst unmöglich. Aber seit Semesterbeginn lebt ja die Universität wieder auf. Deswegen kann ich wenigstens in der letzten Zeit meines Aufenthaltes einige der vielen Angebote, die von Studenten organisiert werden, nutzen. Ich habe also doch noch Theater— oder Kinovorstellungen erleben können.
Eric Sacher kam nach Potsdam und staunte: Nach dem Mauerfall hatte sich
Foto: Fritze
Hier in der Verwaltung wurde ich sehr herzlich aufgenommen. Die Mitarbeiter haben mich beispielsweise kurz nach meiner Ankunft mit einer Party anlässlich meines Geburtstages überrascht.
Vielen Dank für das Gespräch.
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