Heft 
(1.1.2019) 06
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UNI aktuell

PUTZ 6/01

Zugestimmt

Das brandenburgische Kabi­nett hat einer entsprechenden Vorlage der Wissenschaftsmi­nisterin Johanna Wanka zur Hochschulentwicklung der nächsten Jahre zugestimmt. Geplant ist nunmehr das An­wachsen der Studienplätze von derzeit 26000 auf 29500 im Jahr 2007. Die neu hinzuge­kommenen 3500 Plätze entsprechen immerhin der Anzahl der an der Frankfurter Uni immatrikulierten Studie­renden.

Sorgen bereitet der Ministerin die Abwanderung von jungen Leuten aus Brandenburg. Auch deshalb will sie sich für eine zukunftsträchtige Hochschul­Jandschaft einsetzen. Gegen­wärtig sind an den insgesamt neun Hochschulen des Landes 32500 Studenten einge­schrieben. Die Politikerin rech­net mit jährlich 7000 Studi­enanfängern bis 2005/2006.

Vorausgesetzt, die ayisierten finanziellen Mittel fließen tat­sächlich, können die Hoch­schulen etwas aufatmen. Der Grund: Von Regierungsseite versprach man nunmehr Pla­nungssicherheit, vorerst bis 2005/2006. Gerüchte über die Schließung ganzer Einrichtung sind ebenfalls vom Tisch. Alle neun werden weiter bestehen.

Großen Stellenwert bei Wanka besitzt die Überprüfung der vorhandenen Studiengänge. Diese sollen mehr noch als bisher im Landesinteresse liegen. Dabei gehr es aber nicht in jedem Fall darum, dass ein Bezug zur Wirtschaft vorhan­den ist.

Nach wie vor bildet Branden­burg bundesweit das Schluss­licht bei den Hochschulaus­gaben. Dass sich dies ändert, scheint jedoch auch perspek­tivisch kaum möglich. Wanka sieht die Ursache hierfür in der hohen Verschuldung des Landes, Gewaltige Zinszah­Jungen machten Entscheidun­gen für Investitionen schwer.

PUTZ

Eckpunkte stehen fest

Planungspapier verabschiedet

Auf der Sitzung des Senats am 28. Juni 2001 wurden die Eckpunkte zur Struktur- und Entwicklungsplanung der Universität Potsdam disku­tiert und beschlossen. Sechs Senatsmitglieder votierten mit Ja, zwei Senatoren lehnten das Papier ab und drei Mitglieder enthielten sich der Stimme.

Kontrovers wurde das Papier im Senat diskutiert. Die Studieren­denvertreter beispielsweise be­klagten mangelnde Mitbeteili­gung der Studierenden am Verfahren einerseits und ande­rerseits an den Debatten über den Inhalt des Papiers. Trans­parenz fehlte offensichtlich auch in der Philosophischen Fakultät.

Mit Volldampf will die Uni ihre weitere Profilierung angehen. Im soeben verab­schiedeten Eckpunktepapier einigte man sich unter anderem auf acht Profilbereiche, die künftig für den Wissenschaftsbetrieb der Hochschule maßgeb­

lich sein sollen.

Die Eckpunkte zur Struktur­und Entwicklungsplanung sind das Ergebnis einer eineinhalb­jährigen Diskussion des Rekto­rats und der Fakultäten über die weitere Entwicklung der Hoch­schule. Ausgangspunkt war das im Januar 2000 veröffentlichte Gutachten des Wissenschaftsrats über die geistes- und sozialwis­senschaftlichen Fakultäten der Universität Potsdam. Der Wort­laut des Eckpunktepapiers zeigt, dass die Universität die Mög­lichkeiten weitgehend ausge­schöpft hat, die konkreten Empfehlungen des Wissen­schaftsrates_ umzusetzen. Sic entspricht damit insbesondere der Forderung nach Konzen­tration und Bündelung der Ressourcen, um Gestaltungs­spielräume für die Sicherung und den Ausbau besonders innovativer Forschungsstruk­turen und Studienangebote zu schaffen.

Foto: Fritze

Deren_professorale Vertreter Görtemaker und KFEisenberg votierten letztlich unter ande­rem aus diesem Grund gegen das Eckpunktepapier.

Das vom Senat dennoch mehrheitlich verabschiedete Eckpunktepapier wird jetzt dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg vorgelegt. Mit diesem Planungskonzept will sich die Universität nicht nur eine Grundlage für die eigene künftige Entwicklung schaffen, sondern sich auch mit Nachdruck in die mittelfristige Hochschulentwicklungsplanung des Ministeriums einbringen.

gl

Mehr Informationen. unter: http://www. uni­potsdam.de/u/pressmitt/pm 104_01.htm

Nach Leistung

Das Bundeskabinett hat die Dienstrechtsreform der deut­schen Hochschulen beschlossen. Jetzt liegt es am Bundesrat, über deren Schicksal zu entscheiden. Eine erste Lesung zum Thema fand am 13. Juli 2001 statt.

Zwei Gesetzentwürfe machen das Reformpaket aus. Sie beziehen sich auf die Änderung des Hochschulrahmengesetzes und auf eine veränderte Profes­sorenbesoldung. Gerade Letz­tere sorgte in der Vergangenheit immer wieder für Zündstoff. Mit der neuen Reform soll nun eine leistungsgerechtere Bezah­lung kommen. Etwa ein Viertel der Professorenbezüge werden sich künftig durch die Leistun­gen in Forschung und Lehre legitimieren.

Einen wesentlichen Eckpfeiler stellt im gegenwärtigen Entwurf auch die Einführung der lang umstrittenen Juniorprofessur dar. Der Bund will den Ländern bei deren schrittweisen Eta­blierung in den Jahren 2002 bis 2005 mit 360 Millionen Mark helfen. So könne laut Bundes­ministerin Edelgard Bulmahn erreicht werden, dass junge Wissenschaftler bereits mit Anfang 30 selbstständig und unabhängig lehren und for­schen. Derzeit ist hierzulande ein Professor im Schnitt 42 Jahre alt,(wenn er seine(erste Stelle antritt. Die Juniorprofes­sur bedeutet, wird sie denn tat­sächlich beschlossen, die Regel­voraussetzung für eine Univer­sitätsprofessur. Im Berufungs­verfahren wird die Habilitation keine Rolle mehr spielen.

Geht alles glatt, soll die Hochschuldienstrechtsreform Anfang 2002 in Kraft treten.

Mehr Infos unter: ftp://ftp.bmbf.de/010619_ Hochschuldienstrechtsreform _FAQ_1.pdf

P.G.