Heft 
(1.1.2019) 06
Einzelbild herunterladen

UNI aktuell

PUTZ 6/01

Statt Schwimmbad und Eis

Schülerinnen beschäftigen sich mit Algorithmen und Quarks

Sommerkurse, Sommerakade­mien und Sommer-Unis die schönste Zeit im Jahr scheint die hohe Zeit des Lernens zu sein. Wenn die meisten nur an Schwimmbad und Softeis denken mögen, pilgern einige Wissensdurstige an die Unis und belegen Sommerkurse. An der Uni Potsdam kommt dieses Jahr eine für Brandenburg völlig neuar­tige Veranstaltung dazu: Die 1. Brandenburgische Sommer­Universität für Schülerinnen in Naturwissenschaft und Technik öffnet vom 23. bis zum 27. Juli die Hörsäle und Labore der Mathematisch­Naturwissenschaftlichen Fakultät, um Schülerinnen der 10. bis 13. Klassen aus Brandenburg und Berlin Uni­Luft schnuppern zu lassen. Auf dem Programm steht eine Woche lang Studieren auf Probe, Professoren und Profes­sorinnen auf den Zahn fühlen, studentischen Tutorinnen und Fachfrauen aus Wissenschaft und Wirtschaft Löcher in den Bauch fragen, jeden Tag(ein anderes Fach erkunden, For­schungsinstitute der Region und die Fachhochschule Branden­burg mit ihren ingenieurwis­senschaftlichen Fächern kennen lernen.

Das Phänomen ist weithin bekannt und mittlerweile auch oft Thema in den Medien: Frauen sind in technisch-natur­wissenschaftlichen Fächern und Berufen nach wie vor unter­repräsentiert. In manchen mehr, wie zum ‚Beispiel in Elektro­technik, Maschinenbau, Infor­matik und Physik, in anderen weniger, wie Chemie oder Geo­logie. Während dies früher einer mädchentypischen Technik­ferne und daraus resultierendem Desinteresse zugeschrieben wurde, haben viele Hochschulen Frauen inzwischen als spezielle Zielgruppe im Blick, die beson­ders motiviert werden muss, damit sie diese scheinbarun­weiblichen Fächer wählt. Vor allem in den Ingenieurwissen­schaften und in der Informatik, deren Nachwuchsprobleme die Green-Card-Debatte auslöste,

bemühen sich Hochschulen, Bundesregierung und Wirtschaft mit bundesweiten Werbekam­pagnen, Modellprojekten und didaktischen Neuerungen inten­siv um den weiblichen Nach­wuchs.

An der Uni Potsdam sind, wie vielerorts, vor allem Informatik und Physik die Sorgenkinder. Daher stehen diese Wi Fächer gemeinsam mit Mathematik und Chemie im Mittelpunkt des Programms an der Uni Potsdam. Aber auch in die anderen Fächer der Mathematisch-Naturwissen­schaftlichen Fakultät, Biologie, Geoökologie, Geowissenschaf­ten, Ernährungswissenschaft, können die Schülerinnen hinein­schnuppern. Ein ganzer Tag ist den Ingenieurwissenschaften an der Fachhochschule Branden­burg gewidmet.

Die 1. Brandenburgische Som­mer-Universität für Schüler­innen in Naturwissenschaft und Technik, die von der Uni Pots­dam gemeinsam mit der Fachhochschule Brandenburg durchgeführt wird, ist Teil des Verbundprojektes! JUWEL

(Jung- weiblich- Lust auf

Technik), mit dem die Branden­burger Hochschulen mehr junge Frauen für Zzukunftsträchtige naturwissenschaftlichtechnische Studiengänge gewinnen wollen. Auf Initiative der Gleichstel­lungsbeauftragten der Uni Potsdam, Monika Stein, wurde in enger Kooperation mit der Mathematisch-Naturwissen­schaftlichen Fakultät ein Kon­zept erarbeitet, das drei Ele­mente zusammenführt: Fach­liche Informationen auf hohem Niveau und attraktive Exkursio­

nen vermitteln den Reiz natur­wissenschaftlicher und techni­scher Studiengänge, weibliche Vorbilder helfen etwaige Hemmschwellen und Zweifel abzubauen. Und die gemein­same Woche auf dem Campus

Wjch Auftechnik

macht den Schülerinnen den Studienort Potsdam schmack­haft. Das Ziel: Junge Frauen sollen erkennen, dass ihnen beruflich weitaus mehr Türen offen stehen als sie gemeinhin denken. Die zweite Veranstal­tung im Rahmen von JUWEL findet im HerbstsangderäBTIU Cottbus und der FH Lausitz statt.

Martina Kretschmann/ Mathematisch­Naturwissenschaftliche Fakultät

Hochschulangehörige sind herzlich eingeladen zur Eröffnung am 23. Juli und zur Öffentlichen Podiums­diskussionWo sind Einsteins Töchter? Auf der Suche nach mehr Frauen für Naturwis­senschaft und Technik am 27. Juli:

Näheres im Internet unter www.juwel.uni-potsdam.de oder bei Martina Kretsch­mann telefonisch unter,

0331/977-2988.

Lernen im Sommer

In der vorlesungsfreien Zeit finden an der Universität Potsdam drei Sommerschulen statt.

Sommersprachkurs Sans Souci 2001Potsdam und seine Gärten

Adressaten: an der deutschen Sprache interessierte Ausländer

4. bis 25. August 2001 Kontakt: Sabine Kerstin Reinicke, Tel.: 0331/977­

4408, E-Mail: kreinick@rz.uni­potsdam.de Sommerschule der Potsdamer Slavistik Adressaten: Studierende, Lehr­kräfte, an der Slavistik Interes­sierte

27. bis 31. August 2001 Kontakt: Dr. Anneliese Dalchow, Tel.: 0331/977­2035, E-Mail: dalchow@rz.uni­potsdam.de

Französische Sommer­Universität Potsdam Umwelt und Technik

Adressaten: Abiturienten, Stu­dierende, Lehrkräfte, an der französischen Sprache und Kultur Interessierte 24. bis 29. September 2001 Kontakt: Katja Schenk, Tel.: 0331/977-4112, E-Mail: kaschenk@rz.uni-potsdam.de PUTZ

. Berliner Straße 411 14467 Potsdam

. Tel. 2758310- Fax 2758330 CC Mo-Fr8-19 h, Sa. 9-13h _ kontakt@copy-center-potsdam.de

‚0

Studentenkopien Dissertationsdruck Exemplardruck

ı Auflagendruck

Q. XXL-Prints

Bindungen kopieren

©

I plotten

scannen archivieren

> Q. 0) O