PUTZ 6/01
UNI aktuell
Alle Nutzergruppen einbeziehen
Zur Ausstattung der Universitätsbibliothek
Im Zusammenhang mit den Wahlen zu den studentischen Gremien hat die Grün-Alternative Liste auf Flyern und Plakaten kritisiert, dass sich die WUniversitätsbibliothek (UB) mittels anonymer Strichlisten einen Überblick über die Nutzung von Zeitschriften verschaffen will. PUTZ fragte bei der Leiten
den Bibliotheksdirektorin, Barbara Schneider-Kempf, nach.
“Die Bibliothek ist das Herzstück einer jeden Universität.” Wie Recht hat doch die GrünAlternative Liste in einem ihrer Wahl-Flyer. In diesem Jahr hat die UB begonnen, mittels Strichlisten eine Erhebung zur Frequentierung des Zeitschriftenbestandes durchzuführen. Diese, offensichtlich für einige Studierende missverständliche, Aktion ist im Zusammenhang mit der akuten Krise der Anschaffungs-Etats der Bibliotheken, und damit auch der Potsdamer UB zu sehen.
Wie die Hochschulen insgesamt, sind auch ihre Bibliotheken seit
Jahren unterfinanziert. Die Preisentwicklung gerade bei den Zeitschriften hat dazu geführt, dass Bibliotheken länderübergreifend zu Konsortien zusammengeschlossen haben, zunächst elektronische
sich
um
Zeitschriftenpakete gemeinsam zu erwerben. Die enthalten zur Zeit auch Zeitschriften, welche nicht durchweg relevant sind. Um effektiver„schnüren“ zu können, will die UB den Zeitschriftenbestand ermitteln,
\
Eine moderne Uni braucht eine moderne Bibliothek. Doch die kostet Geld... Foto: Fritze
der absolut unverzichtbar für Forschung und Studium in einem bestimmten Fachgebiet ist. So wird die Verhandlungsgrundlage für eine preiswertere Zeitschriftenerwerbung(elektronisch statt print) geschaffen. Darüber hinaus stellt sich ganz grundsätzlich für die Universität die Frage nach der zukünftigen Finanzierung von Literatur für Forschung und Lehre. Die Gründe liegen im Auslaufen der Aufbaumittel ab 2003 und den dramatisch steigenden Preisen. Die Finanzierung wird perspektivisch erheblich niedriger ausfallen. Bei der Entwicklung von Handlungsstrategien will die UB all ihre Nutzergruppen einbeziehen. Lassen sie den„kritischen Geist“(Zitat Flyer GAL) nicht vor der Bibliothek halt machen. Die UB fordert ausreichende finanzielle Absicherung für die Bereithaltung der für das Studium wichtigen.Zeitschriften, die Aktualisierung des Bibliotheksbestandes.
Barbara Schneider-Kempf/ Leitende Bibliotheksdirektorin
Aus dem Senat
In der 82. Sitzung des Senats der Universität Potsdam am 31. Mai 2001 wurden unter anderem die folgenden Beschlüsse gefasst.
Rechenschaftsbericht
Der Senat diskutierte die Rechenschaftsberichte des Rektors für die Zeiträume
1998/1999 sowie 1999/2000. Fragen oder Anregungen bezogen sich auf Themen wie: Wo steht die Universität?, Welche Visionen hat die Universität? Wie gestaltet sich die weitere Strukturentwicklung?.
Satzungen beschlossen
Der Senat hat die Satzungen einer Reihe interdisziplinärer Zentren erlassen, so.“des
12
Zentrums für Dynamik komplexer Systeme, des Zentrums für Dünne Organische und Biochemische Schichten sowie des Zentrums für Umweltwissenschaften und des Zentrums für Biopolymere. Darüber hinaus wurden außer für‘ das Zentrum für Umweltwissenschaften die Direktorien benannt.
Sitzungstermine
Für das Wintersemester 2001/02 hat der Senat folgende Sitzungstermine festgelegt: 20.09.2001, 25.10.2001, 22.11.2001, 20.12.2001, 17.01.2002, 14.02.2002, 14.03.2002.
In der 83. Senatssitzung am 28. Juni 2001 wurden folgende Beschlüsse gefasst:
Eckpunktepapier verabschiedet
Die Eckpunkte zur Strukturund Entwicklungsplanung der Universität Potsdam wurden teilweise kontrovers diskutiert, am Ende aber mit sechs JaStimmen bei zwei Ablehnungen und drei Enthaltungen verabschiedet(siehe auch Beitrag auf Seite 3).
Erziehungswissenschaften
Die Studienordnung und Besonderen Prüfungsbestimmungen für das_Erziehungswissenschaftliche Studium für alle Lehrämter sind vom Senat zustimmend zur Kenntnis genom
men worden.
Neue Ordnungen
Der Senat hat dem Rektor die Promotions- und Habilitationsordnung der Philosophischen Fakultät zur Genehmigung vorgeschlagen.
Kooperationsvereinbarung
Der Senat hat der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung zwischen dem Biotechnologiepark Luckenwalde GmbH und der Uni Potsdam zugestimmt.
Weitere Informationen sind über Birgit Köhler, Geschäftsstelle des Senats; Tel.: 9771732, erhältlich.
gl