Heft 
(1.1.2019) 06
Einzelbild herunterladen

PUTZ 6/01

Studiosi

Gewählt

Die Entscheidung darüber, wer als Interessenvertreter der Stu­dierenden künftig in den fünf Fakultätsräten sowie im Senat sitzen wird und wie sich das künf­tige Studentenparlement(Stu­Pa) zusammensetzt, ist gefallen. Ende Juni dieses Jahres konnten

Studis aller Fakultäten bei Wahlen vom Recht der Stimmabgabe Gebrauch ma­chen.

darüber

kürzlich entscheiden, wen sie als ihre Inte­universitären Gremien schicken. Die Beteiligung an der Abstimmung hielt sich allerdings

Studis konnten

ressenvertreter in die

in Grenzen. Nur 9,2 Prozent der Wahlberechtigten gingen an die Urnen.

Foto: Fritze Im Senat-sitzen nunmehr Nils Naber und Till Meyer(beide GAL/Unabhängige Linke). In den Fakultätsräten arbeiten im nächsten Studienjahr Wio­letta Ruszel und Sonja Reiland (Mathematisch-Naturwissen­

schaftliche Fakultät), Anja Berger und Hans Arne Trukenbrod(Humanwissen­schaftliche Fakultät), Lydia

Ebersbach und Juliane Hofmann (Philosophische Fakultät), Ka­tharina Strauß und Stefan Hüb­ner(Juristische Fakultät) sowie Katharina Besch und Nils Naber (Wirtschafts- und Sozialwissen­schaftliche Fakultät) mit. Auch die Sitzverteilung im StuPa steht fest. Stärkste Frak­tion ist die Grün-Alternative Liste mit acht Sitzen, gefolgt von ‚der Offenen Linken. Liste mit fünf und dem Liberalen Campus ‚mit ‚vier Sitzen. Die Jusos kamen auf drei, der Linke Campus und Uniqueer auf je zwei sowie RCDS,Esoterik Jeben und CDU auf.je einen Sitz.

PGO:

26

Kein Herz für Radler

Uni-Studenten fordern mehr und sicherere Radwege

Zum zweiten Mal hat der Dy­namo Verkehr e.V. eine Kar­tierung der Radwege Pots­dams organisiert und betreut. Die Kartierung der Radwege entstand durch eine Zusam­menarbeit zwischen dem In­stitut für Humangeographie und dem Dynamo Verkehr e.V. der Universität Potsdam. Etwa 70 Studierende SeminarsHumangeographie hatten im vergangenen Winter­semester die Aufgabe, die Be­schaffenheit der Radwege, ihre Führung im Straßenverkehr

eines

m

sowie ihre Breite zu"erfassen. Die Daten wurden am Com­puter digital zusammengefügt, so dass als Ergebnis eine Über­sichtskarte im Maßstab 1:10000 entstanden ist. Außerdem wur­den Gefahrenschwerpunkte fo­tografiert und in der Karte mar­kiert.

Im Mittelpunkt des Projektes standen die universitätsrelevan­ten Radwege zwischen den weit zerstreut liegenden Universitäts­standorten. Viele Studierende müssen am Tag verschiedene Uni-Komplexe anfahren. Dem Dynamo Verkehr e.V. ging es darum, dass möglichst viele dieser Wege umweltverträglich zurückgelegt werden können. Das: Angebot öffentlicher

In Potsdam haben die Radler so manche Mutprobe zu bestehen...

Verkehrsmittel passt Studieren­den nur selten in den Stundenplan. Das Fahrrad ist billig und umweltfreundlich, und erfreut sich deswegen besonderer studentischer Be­liebtheit. Die jetzige Bestands­aufnahme der Arbeitsgruppe soll darstellen, wie sicher und ver­Jockend der Umstieg Hauf das Rad in Potsdam eigentlich ist.

Resultat der Kartierung ist die Erkenntnis, dass es neben guten Abschnitten eine große Zahl an Defiziten in Potsdams Rad­

wegenetz gibt. Es wurde und

en

wird auch weiterhin fleißig gebaut. Was aber nicht heißt, dass alles besser wird. Es scheint, als fehle ein Konzept hinter allen Maßnahmen. So sind die Rad­lerinnen und Radler in der neu gebauten Zeppelinstraße schlichtweg vergessen worden. Am Luisenplatz fehlt ebenfalls eine vernünftige Verkehrs: leitung.

Die Gefahr ergibt sich dann aus fehlender Planung und mitunter rücksichtslosem Verhalten der Autofahrer.

Radfahrende Studierende sind tagtäglich mit Widrigkeiten auf den Straßen konfrontiert. Gala­beispiele für besonders gefähr­liche Unfallfallen gibt es eine Menge... Der Weg zum Neuen

Palais durch die Geschwister­Scholl-Straße, die Maulbeer­allee, die Rudolf-Breitscheid­StraßeoderGolmerPisten gehören dazu. Deshalb muss eine bessere Planung her. Sollen wirkliche Anreize zum Um­steigen vom Auto auf das Rad geschaffen werden, dann reicht jedoch der Ausbau der BUGA­Routen nicht.

Der Dynamo Verkehr e.V. will nun nach einer ersten Präsenta­tion seiner Projektergebnisse in der Hochschule auf die Stadt zugehen. Dessen Mitglieder

Foto: zg.

hoffen auf die Berücksichtigung ihrer Arbeit, bei den hier Verantwortlichen. Denn Pots­dam kann von einem verstärkten Radverkehr nur profitieren, sind sich die an der Uni Engagierten sicher. Denn Gewinnen würden schließlich alle: Eine gesündere Umwelt könnte eine bessere Lebensqualität nach sich ziehen. Deshalb ist klar: Verantwortung für die Zukunft zu über­nehmen, heißt in die Förderung( und in den Ausbau des Rad­verkehrs zu investieren.

Olaf Löhmer/

Dynamo Verkehr e.V.

Kontakt: agverkehr@rz.uni-| potsdam.de, www.stud.uni­potsdam.de/-dynamoev