PUTZ 6/01
Studiosi
Gewählt
Die Entscheidung darüber, wer als Interessenvertreter der Studierenden künftig in den fünf Fakultätsräten sowie im Senat sitzen wird und wie sich das künftige Studentenparlement(StuPa) zusammensetzt, ist gefallen. Ende Juni dieses Jahres konnten
Studis aller Fakultäten bei Wahlen vom Recht der Stimmabgabe Gebrauch machen.
darüber
kürzlich entscheiden, wen sie als ihre Inteuniversitären Gremien schicken. Die Beteiligung an der Abstimmung hielt sich allerdings
Studis konnten
ressenvertreter in die
in Grenzen. Nur 9,2 Prozent der Wahlberechtigten gingen an die Urnen.
Foto: Fritze Im Senat-sitzen nunmehr Nils Naber und Till Meyer(beide “GAL/Unabhängige Linke”). In den Fakultätsräten arbeiten im nächsten Studienjahr Wioletta Ruszel und Sonja Reiland (Mathematisch-Naturwissen
schaftliche Fakultät), Anja Berger und Hans Arne Trukenbrod(Humanwissenschaftliche Fakultät), Lydia
Ebersbach und Juliane Hofmann (Philosophische Fakultät), Katharina Strauß und Stefan Hübner(Juristische Fakultät) sowie Katharina Besch und Nils Naber (Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät) mit. Auch die Sitzverteilung im StuPa steht fest. Stärkste Fraktion ist die Grün-Alternative Liste mit acht Sitzen, gefolgt von ‚der Offenen Linken. Liste mit fünf und dem Liberalen Campus ‚mit ‚vier Sitzen. Die Jusos kamen auf drei, der Linke Campus und Uniqueer auf je zwei sowie RCDS,“Esoterik Jeben” und CDU auf.je einen Sitz.
PGO:
26
Kein Herz für Radler
Uni-Studenten fordern mehr und sicherere Radwege
Zum zweiten Mal hat der Dynamo Verkehr e.V. eine Kartierung der Radwege Potsdams organisiert und betreut. Die Kartierung der Radwege entstand durch eine Zusammenarbeit zwischen dem Institut für Humangeographie und dem Dynamo Verkehr e.V. der Universität Potsdam. Etwa 70 Studierende Seminars„Humangeographie“ hatten im vergangenen Wintersemester die Aufgabe, die Beschaffenheit der Radwege, ihre Führung im Straßenverkehr
eines
m
sowie ihre Breite‘ zu"erfassen. Die Daten wurden am Computer digital zusammengefügt, so dass als Ergebnis eine Übersichtskarte im Maßstab 1:10000 entstanden ist. Außerdem wurden Gefahrenschwerpunkte fotografiert und in der Karte markiert.
Im Mittelpunkt des Projektes standen die universitätsrelevanten Radwege zwischen den weit zerstreut liegenden Universitätsstandorten. Viele Studierende müssen am Tag verschiedene Uni-Komplexe anfahren. Dem Dynamo‘ Verkehr e.V.‘ ging es darum, dass möglichst viele dieser Wege umweltverträglich zurückgelegt werden können. Das: Angebot‘ öffentlicher
In Potsdam haben die Radler so manche Mutprobe zu bestehen...
Verkehrsmittel passt Studierenden nur selten in den Stundenplan. Das Fahrrad ist billig und umweltfreundlich, und erfreut sich deswegen besonderer studentischer Beliebtheit. Die jetzige Bestandsaufnahme der Arbeitsgruppe soll darstellen, wie sicher und verJockend der Umstieg Hauf das Rad in Potsdam eigentlich ist.
Resultat der Kartierung ist die Erkenntnis, dass es neben guten Abschnitten eine große Zahl an Defiziten in Potsdams Rad
wegenetz gibt. Es wurde und
en
wird auch weiterhin fleißig gebaut. Was aber nicht heißt, dass alles besser wird. Es scheint, als fehle ein Konzept hinter allen Maßnahmen. So sind die Radlerinnen und Radler in der neu gebauten Zeppelinstraße schlichtweg vergessen worden. Am Luisenplatz fehlt ebenfalls eine vernünftige Verkehrs: leitung.
Die Gefahr ergibt sich dann aus fehlender Planung und mitunter rücksichtslosem Verhalten der Autofahrer.
Radfahrende Studierende sind tagtäglich mit Widrigkeiten auf den Straßen konfrontiert. Galabeispiele für besonders gefährliche Unfallfallen gibt es eine Menge... Der Weg zum Neuen
Palais durch die GeschwisterScholl-Straße, die Maulbeerallee, die Rudolf-BreitscheidStraßeoderGolmer“Pisten” gehören dazu. Deshalb muss eine bessere Planung her. Sollen wirkliche Anreize zum Umsteigen vom Auto auf das Rad geschaffen werden, dann reicht jedoch der Ausbau der BUGARouten nicht.
Der Dynamo Verkehr e.V. will nun nach einer ersten Präsentation seiner Projektergebnisse in der Hochschule auf die Stadt zugehen. Dessen Mitglieder
Foto: zg.
hoffen auf die Berücksichtigung ihrer Arbeit, bei den hier Verantwortlichen. Denn Potsdam kann von einem verstärkten Radverkehr nur profitieren, sind sich die an der Uni Engagierten sicher. Denn Gewinnen würden schließlich alle: Eine gesündere Umwelt könnte eine bessere Lebensqualität nach sich ziehen. Deshalb ist klar: Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen, heißt in die Förderung( und in den Ausbau des Radverkehrs zu investieren.
Olaf Löhmer/
Dynamo Verkehr e.V.
Kontakt: agverkehr@rz.uni-| potsdam.de, www.stud.unipotsdam.de/-dynamoev