Studiosi
PUTZ 6/01
Verloren und doch gewonnen
Die Uniwette fand ihren Abschluss
Nach nunmehr vier Projektmonaten ist die Uniwette vorbei. Obwohl eigentlich alle irgendwie gewonnen haben, gibt es de facto einen Verlierer: die Studierenden.
Im Wettzeitraum beschäftigten sich die Aktivisten des Projektteams mit dem Thema Energiesparen an der Universität. Immerhin 418 Räume nahmen sie dabei mit selbst erarbeiteten Checklisten unter die Lupe. Die Ergebnisse wiesen auf so manches Manko, gaben allerdings auch Anlass zur Hoffnung. Viele Unigebäude befinden sich noch in einem unsanierten oder nur teilweise sanierten Zustand, so dass man durch undichte Fenster, zur Wand nicht isolierte Heizungen noch zu oft Verschwendung von Wärmeenergie feststellen musste. Von Uniseite wurde jedoch bereits viel in Energiesparlampen und Sanierungsarbeiten investiert. Doch das allein reichte ganz offensichtlich nicht aus, um das avisierte Ziel der Senkung des Energieverbrauchs um acht Prozent im Vergleich zum
Vorjahr wirklich zu schaffen. Geholfen hätte ein verantwortungsbewussteres Handeln aller Uni-Angehörigen. Was die
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Studis vorfanden, erschreckte. In sieben Prozent aller kontrollierten Räume waren Beispiel die Heizung auf min
zum
ERELL HEHE HE
Zwar ging die Uniwette verloren, aber gewonnen hat man doch: an Erfahrungen, Einsichten und neuen Kenntnissen. Das Projektteam erfuhr zum
Beispiel, wie eine Solaranlage funktioniert.
Foto: zg.
Semesterticket für alle
Studenten fahren billiger mit Bus und Bahn
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AM
Schwarz-Fahrer wird es wohl in Zukunft weniger geben. Durch das Semes
terticket dürfte die Gilde schrumpfen.
Die Würfel sind gefallen. Das Semesterticket ist sowohl für die Studenten der Uni Potsdam als auch für die der Fachhochschule und der Hochschule für Film und Fernsehen unter Dach und Fach.
Foto: Fritze
Dem vorausgegangen waren Urabstimmungen in den einzelnen Einrichtungen, bei denen die Mehrheit klar für das Ticket votierte.
Gültig ist es bei! allen ‚drei
Hochschulen für die Region
Berlin und Potsdam ABC sowie ganz Brandenburg, allerdings mit Ausnahme dreier südlicher Landkreise. Sein Preis beträgt 219,-DM.
Die jetzige Regelung stellt jedoch keine Lösung für unbegrenzte Zeit dar. So hat sich die Vertretung der Studierendenschaft der Uni(AStA) imit(dem Verkehrsbund Berlin-Brandenburg(VBB) erst einmal vertraglich für die nächsten drei Semester geeinigt.
“Wenn der VBB danach grund erfolgter Gebührenerhöhungen ‚einen neuen ‚Preis verlangt, gibt es auf jeden Fall eine erneute Urabstimmung”, versichert Johannes Schilling, Referent für Ökologie und Verkehr im AStA. Eine Abstimmung über die weitere Nutzung des Semestertickets erfolge aber auch, wenn die Studierenden selbst das nach den drei Semestern einforderten.
Gerade wurden vom AStA Briefe an alle Kommilitonen verschickt, in denen er noch einmal über
auf
destens Fenster gleichzeitig geöffnet. Oft liefen die Computer, ohne dass jemand an ihnen arbeitete. Mit Aufklebern, insgesamt acht an der Zahl, ging das Team der Uniwette dagegen an. Und mehr noch. Es gab Öffentlichkeitsarbeit, einen eigens organisierten Aktionstag am 26. April, Diskussionsrunden in studentischen Gremien, Gespräche mit Uni-Mitarbeitern der Uni, die Besichtigung der Photovoltaik-Anlage der Uni und zuletzt eine uniinterne Abschlussveranstaltung am 13. Juni. Hier wurden nochmals alle Aktivitäten reflektiert. Die Teilnehmer zeigten sich dabei darin einig, dass das Thema “Energiesparen” weiter auf der Tagesordnung bleiben müsse. Der Wetteinsatz wurde bereits eingelöst. Wissenschaftsministerin Wanka bekam an einem Tag von den Studierenden ökologisches Essen serviert.
“3” gestellt und die
Birgit Teschner/ Projektteam
das neue Angebot und damit zusammenhängende Probleme informiert. Dabei weisen die Vertreter des Gremiums darauf hin dasspdasg Ticketänung alle) auch die, die es gar nicht benötigen, bezahlen müssen. Geschieht das nicht, droht die Exmatrikulation.
Nach Entrichtung des fälligen Betrages erhalten die Studierenden Semesterticketberechtigungsschein, den sie später bei der Abholung des Tickets vorlegen. Wo und ab wann das konkret passieren wird, steht allerdings noch nicht fest. Klar ist nur, dass die gesamte Prozedur bis spätestens zum 1. Oktober über die Bühne gehen muss. “Wenn wir mehr wissen, wollen wir noch einmal genau informieren”, verspricht Schilling. Geplant sei, dann auf. der Internetseite des AStA unter der Adresse http://www.asta.unipotsdam..de/semesterticket Auskunft zu erteilen.
einen
P.G. 25