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(1.1.2019) 10
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Weltweit vernetzt

Universitäre Forschungskooperation hat viele Gesichter

Die Bedeutung einer Universität im nationalen wie internationalen Vergleich wird letztlich von ihrer Leistung in der Forschung bestimmt. Wollen die Hochschulen im gegenwärtig bestehenden Konkur­renzkampf untereinander bestehen, müssen sie gerade hier mit Exzellenz brillieren. Das geht heute nicht mehr ohne eine internationale Vernetzung.

uch die Universität Potsdam stellt sich

dieser Herausforderung.Wir sind noch

m Anfang dieses Weges, schätzt Prof.

Dr. Jürgen Kurths aus dem Uni-Institut für Phy­sik den derzeitigen Stand ein. Man habe jedoch die richtige Richtung eingeschlagen. Dabei spie­len insbesondere verschiedene Stiftungen, der Deutsche Akademische Austauschdienst und auch die Europäische Union eine ganz wichtige Rolle. Durch ihre finanzielle Unterstützung bei der Realisierung konkreter Vorhaben machen sie möglich, was ansonsten nur Vision bleiben würde. Ganz typisch dabei: Internationale For­schungskooperation setzt das Engagement des einzelnen Wissenschaftlers voraus. Macht sich der Forscher über nationale Grenzen hinweg einen Namen, kommen auch die Stipendiaten. Allein über die Alexander von Humboldt-Stif­tung weilten zwischen 1996 und 2000 17 Wis­

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senschaftler verschiedener Fachdisziplinen an der Universität Potsdam.

Nach Einschätzung Dr. Regina Gerbers, mit internationalen Forschungsangelegenheiten an der Uni betraut, ist man in der Vergangenheit in Sachen Internationalisierung in der Forschung

ein gutes Stück vorangekommen.Bis zum heu­tigen Tag, sagt sie,wurden beispielsweise im Rahmen des 5. Forschungsrahmenprogramms

55 Anträge eingereicht, von denen 19 Bewilligun­gen erhielten. Im Vergleich dazu seien es im davor liegenden 4. Rahmenprogramm nur neun Projekte gewesen, die an der Universität unter diesem Dach liefen.

Zufrieden allerdings ist auch Gerber noch nicht mit dem Erreichten.Bisher verzeichnet lediglich die Mathematisch-Naturwissenschaftli­che Fakultät tatsächlich bewilligte Projekte, legt sie den Finger auf die Wunde. Hier sollen die anderen Fakultäten nun nachziehen. Damit dies gelingt, arbeitet eine von der Zentralen Uni­Kommission für Forschung und wissenschaft­lichen Nachwuchs eingesetzte Arbeitsgruppe an der Vorbereitung der Teilnahme am 6. For­schungsrahmenprogramm.

Im noch bis 2002 laufenden 5. Forschungsrah­menprogramm glänzen die Potsdamer vor allem mit zwei Projekten. Zum einen handelt es sich dabei um das ProjektControl, Synchronization and Characterization of Spatially Extended Nonli­near Systems, das der Uni-Physiker Prof. Dr. Jür­gen Kurths in einem europäischen Netzwerk von acht Partnern koordiniert(Portal S. 18). In gleicher Rolle fungiert zum anderen der aus dem gleichen Institut stammende Prof. Dr. Martin Wilkens mit seinem ProjektEtanglement in Quantum Infor­mation Processing and Communication, an dem insgesamt 17 Partner beteiligt sind. pg

International vernetzte Forschung heißt Spitzenforschung.

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