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(1.1.2019) 10
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Aus Mexico gekommen

Manchmal packt mich das Heimweh

Promotionsabsichten führten Fernando Gömez-Merino an die Potsdamer Uni, an der er sich wohlfühlt.

efragt man Fernando Gömez-Merino B nach seiner Heimat Mexico, bekommen seine dunklen Augen eine noch dunklere Schattierung.Manchmal packt mich schon das

Heimweh, sagt er dann lächelnd, obwohl seine Frau auch in Deutschland studiert.

Der Agraringenieur ist seit April an der Uni­versität Potsdam und schreibt seine Disserta­tion über die Physiologie der Pflanzen, wie sie auf Naturbedingungen und auf Veränderungen durch den Menschen reagieren. Sein Doktorva­ter ist Prof. Dr. Bernd Müller-Röber vom Insti­tut für Biochemie und Biologie der Universität. Deutsch spricht der Doktorand inzwischen tadellos. Eine solide Ausbildung am Goethe Institut Göttingen hat dazu wesentlich beige­tragen. Angenehm fremdländisch klingt sein Akzent.

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Fremdenfeindlichkeit ist dem Dreißigjähri­gen bis jetzt noch nicht begegnet. Die Menschen in seiner Umgebung empfindet er als nett und am Institut hat er ausgezeichnete Bedingungen vorgefunden. Sowohl sein Arbeitsplatz als auch die im Labor gebotenen Möglichkeiten bezeich­net er als optimal.Insgesamt gesehen ist in Deutschland alles anders als in meiner Heimat, die Landschaft und auch die Sitten inbegriffen, sagt er,und das finde ich spannend.

Noch mindestens drei Jahre müssen Briefe und Telefonate die Sehnsucht des sympathischen Menschen stillen, bis die Freude am Wiedersehen ihre Blüten trägt. Denn seine zweijährige Tochter ist bei den Schwiegereltern in der Heimat geblie­ben und die Familienbande sind in Mexico enger geflochten als hier in Deutschland.

Maria Pichottka

Portal o1/01