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Aus Mexico gekommen
Manchmal packt mich das Heimweh
Promotionsabsichten führten Fernando Gömez-Merino an die Potsdamer Uni, an der er sich wohlfühlt.
efragt man Fernando Gömez-Merino B nach seiner Heimat Mexico, bekommen seine dunklen Augen eine noch dunklere Schattierung.„Manchmal packt mich schon das
Heimweh“, sagt er dann lächelnd, obwohl seine Frau auch in Deutschland studiert.
Der Agraringenieur ist seit April an der Universität Potsdam und schreibt seine Dissertation über die Physiologie der Pflanzen, wie sie auf Naturbedingungen und auf Veränderungen durch den Menschen reagieren. Sein Doktorvater ist Prof. Dr. Bernd Müller-Röber vom Institut für Biochemie und Biologie der Universität. Deutsch spricht der Doktorand inzwischen tadellos. Eine solide Ausbildung am Goethe Institut Göttingen hat dazu wesentlich beigetragen. Angenehm fremdländisch klingt sein Akzent.
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Fremdenfeindlichkeit ist dem Dreißigjährigen bis jetzt noch nicht begegnet. Die Menschen in seiner Umgebung empfindet er als nett und am Institut hat er ausgezeichnete Bedingungen vorgefunden. Sowohl sein Arbeitsplatz als auch die im Labor gebotenen Möglichkeiten bezeichnet er als optimal.„Insgesamt gesehen ist in Deutschland alles anders als in meiner Heimat, die Landschaft und auch die Sitten inbegriffen“, sagt er,„und das finde ich spannend“.
Noch mindestens drei Jahre müssen Briefe und Telefonate die Sehnsucht des sympathischen Menschen stillen, bis die Freude am Wiedersehen ihre Blüten trägt. Denn seine zweijährige Tochter ist bei den Schwiegereltern in der Heimat geblieben und die Familienbande sind in Mexico enger geflochten als hier in Deutschland.
Maria Pichottka
Portal o1/01