Weiter Kampf um Kulturzentrum
Gespräch mit dem AStA-Vorsitzenden Till Meyer
Seit August dieses Jahres ist der neue AStA im Amt. Seine Mitglieder haben die Arbeit aufgenommen, die Verantwortungsgebiete sind abgesteckt. An der Spitze des Gremiums steht zum zweiten Male Till Meyer, der alle Fäden in der Hand hält. Mit dem 24- jährigen Studenten der Politikwissenschaft, Geschichte und des Öffentlichen Rechts sprach Portal-Redakteurin Petra Görlich.
Hat im Kopf noch viele Pläne: AStA-Vorsitzender Till Meyer.
Sie führten bereits im vergangenen Jahr den AStA an. Was hat Sie bewogen weiterzumachen?
Meyer: Die Freude an der Arbeit. Es macht Spaß, sich zu engagieren. Ich habe noch eine ganze Menge Ideen, die noch nicht umgesetzt sind.
Der Kern des AStA ist von ehemals zehn Referenten auf nunmehr fünf geschrumpft. Warum die Reduzierung.?
Meyer: Auf den ersten Blick ist es eine Minimierung der Leute. Aber dahinter steckt die Absicht, dass sogar mehr Kommilitonen als bisher mitarbeiten werden. Zwar nicht direkt im AStA, aber in enger Kooperation mit uns. Beispielsweise werden vom Studierendenparlament eingesetzte Arbeitskreise ebenfalls wichtige Probleme angehen, damit der AStA nicht alles allein macht. Auch die vorhandenen studentischen Initiativen werden wir mit ins Boot holen.
Der AStA besteht übrigens nicht nur aus den fünf gewählten Referenten. Es gibt darüber hinaus noch zwei weitere kooptierte Referentinnen, die mitmachen. So sind wir eigentlich sieben. Außerdem arbeiten beim AStA fünf Angestellte. Frank Richarz, bereits alter Hase in Sachen studentischer Angelegenheiten, fungiert dabei als Geschäftsführer. Alles in allem sieht es nach meiner Einschätzung deshalb so aus, als seien wir schlagkräftiger denn je.
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Welche Schwerpunkte haben Sie sich fürs nächste Studienjahr gesetzt?
Meyer: Im ersten Jahr bin ich gemeinsam mit den anderen angetreten, um das Semesterticket zu realisieren und das Kulturzentrum zu erstreiten. Das Semesterticket ist Wirklichkeit geworden, das Kulturzentrum soll jetzt folgen. Ich glaube auch, das wir das schaffen. Momentan laufen die Gespräche mit der Stadt ganz gut. So werden wir gemeinsam mit SEKIZ e.V. und dem offenen Kunstverein e.V. die Elflein Höhe beleben.
Aber natürlich planen wir mehr, zum Beispiel Kulturveranstaltungen an Orten wie der Fabrik, dem Waschhaus oder dem Casino in der Pappelallee, allesamt Orte, an denen wir schon präsent sind. Als wichtige Themen liegen uns unter anderem die Geschlechterdemokratie, die Integration ausländischer Studierender, die verkehrsmäßige Erschließung der Uni- und Wohnheimstandorte am Herzen.
Der AStA wird so gut sein, wie ihn Ihre Kommilitonen unterstützen. Wie wollen Sie das erreichen?
Meyer: Das A und O ist eine noch bessere inneruniversitäre Öffentlichkeitsarbeit. Wir müssen genau erklären, was wir wollen, und zwar mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln.
Studiosi
www.uni-potsdam.de/portal /studiosi
Bei der Semesterticketabstimmung zeigte sich das deutlich. Viele hatten zwar mitbekommen, dass das mit dem AStA zu tun hat, ihnen war aber die Bedeutung des Tickets nicht in jedem Fall klar. Hier gibt’s Reserven.
Vor uns liegt auch die Aufgabe, Propaganda in
eigener Sache zu machen. Wir müssen zeigen, dass viele Veranstaltungen von uns kommen, dass studentische Projekte mit AStA-Geldern finanziert werden. Die Studierenden müssen wissen, dass sie sich an uns wenden sollten, wenn sie etwas auf die Beine stellen wollen.
Sie wollen Einfluss auf die Hochschulpolitik nehmen. Welche Chancen haben Sie?
Meyer: Natürlich versuchen wir, einen guten Kontakt zur Hochschulleitung, zum Rektor zu halten. Wir ziehen da am gleichen Strang, aber gehen oft unterschiedliche Wege, um zum Ziel zu kommen. Unser Vorteil ist es dabei, manches lockerer angehen zu können.
Vielen Dank für das Gespräch. Aktuelle Informationen über die Arbeit des AStA's bietet die Homepage des Gremiums. Zu
finden ist sie im Internet unter der Adresse http: //www.asta.uni-potsdam.de
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Foto: zg.