Titel
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Kein F ach wie EHER LER jedes andere 19. November 1990
Koalitionsvereinbarung SPD, FDP und Bündnis 90 in Brandenburg zu einem„breit angelegten Unterricht in Religions- und Lebenskunde“
Ein Blick in die Klassenzimmer
Schuljahr 1992/1993
Modellversuch Lebensgestaltung, Ethik, Religion beginnt an 44 Schulen der Sekundarstufe I in Brandenburg
Foto: Fritze
1. August 1996
Brandenburgisches Schulgesetz tritt in Kraft, sieht schrittweise Einführung des Faches Lebensgestaltung, Ethik, Religionskunde (LER) vor
Schuljahr 1996/1997 LER ist reguläres Schulfach in Brandenburg
Ich fühle mich während des Unterrichts ziemlich frei. Man lernt hier, über die eigenen Probleme zu reden, sie besser zu verstehen. Auch
Wie sehen Potsdamer Schüler und Schülerinnen ihren LERUnterricht? Wie sind ihre Erfahrungen, was nehmen sie daraus mit? An der Goetheschule in Potsdam-Babelsberg fragte Thomas Pösl nach. wie man sie lösen kann. Man bezieht sich auch nicht immer auf die ganze Klasse, sondern auf die Einzelperson oder eben auf die Gruppe, in der man arbeitet. Ich mag LER, weil es sehr abwechslungsreich und vielseitig ist und weil ich
Bei LER muss man nicht so viel lernen wie in
anderen Fächern, hier ist alles sehr spielerisch und vieles wird in Gruppen erarbeitet. Gleichzeitig wird das Fach doch sehr ernst genommen, von Schülern und Lehrern. Obwohl ich noch nicht lange LER-Unterricht habe, würde er mir fehlen, hauptsächlich wegen der Religionsthemen. Die finde ich total spannend.
Anita Wobeser, Klasse 7b
Im Prinzip bringt mir LER nicht viel. Viel lernt man hier eigentlich nicht. Das ist mir alles zu unkonkret. Blöd’ finde ich vor allem, dass Zensuren gegeben werden. Das Fach ist ziemlich neu, und es ist doch auch ein besonderes Fach, das wird jedenfalls immer wieder betont. Warum also macht man dann bei der Leistungsbewertung dasselbe wie woanders auch?
Alexander Braune, Klasse 9a
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mich dem Lehrer anvertrauen kann, ohne dass der gleich zum nächsten läuft und alles erzählt.
Dominique Römhild, Klasse 7b
Das Fach ist sinnvoll allein schon deshalb, weil über Themen gesprochen wird, die sonst kaum beachtet werden. Also dieser ganze Bereich der Lebensgestaltung. Der Unterrichtsstoff wird lockerer angegangen als in den anderen Fächern, er ist meistens auch leichter zu bewältigen. Die Drucksituation ist hier anders, deshalb freue ich mich auch, wenn ich‘ne LER-Stunde habe. Es könnten ruhig ein oder zwei mehr sein. LER ist ein bisschen wie eine Insel in dem ganzen Trott. Hier interessiert sich endlich mal jemand für die eigene Meinung des Schülers. Wie gut oder schlecht der Unterricht ist, hängt auch viel von einem selber ab.
Tim Walther, Klasse 9a
Portal 11/01