Titel
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blematisch ist, eine Pädagogik der Wertebildung zu entwickeln, die Indifferenz und Indoktrination verbietet. Das Fach LER an unterschiedlichen Schulen mit uneinheitlichen Bedingungen, mit teilweise nicht angemessen ausgebildeten Lehrern zu etablieren, ist nach Auffassung des Beirates ebenso schwierig zu bewältigen.
Nach genauer Analyse und Bewertung liegen jetzt Empfehlungen für die folgende Entwicklungsphase von LER vor. Und dies unabhängig vom endgültigen Ergebnis der Klage vor dem Bundesverfassungsgericht zum Streit um die verfassungsrechtliche Stellung des Religionsunterrichts an Brandenburger Schulen. Der Richterspruch berührt nach Meinung des Beirats„nicht die Existenz des Fachs, sondern allenfalls den schulischen Kontext, das Konzert der Fächer, in dem LER in Zukunft unterrichtet wird“, LER konkurriere nicht mit dem Religionsunterricht.
Der Beirat kommt bei seinen Untersuchungen zu dem Ergebnis, dass das neue Fach bisher noch nicht für alle Schüler erreichbar ist. Schlussfolgernd wird festgestellt, dass die Einführung des Faches institutionelle Rahmenveränderungen voraussetzt, wobei unter anderem die größere Selbständigkeit der einzelnen Schulen genannt wird. Grundvoraussetzung für das Gelingen des Unternehmens sei die Bereitstellung hinreichender finanzieller und personeller Ressourcen. Weiter wird angemerkt, dass eine Breitenwirkung des Faches auch von zentralen Vorgaben abhängt, wie beispielsweise ausreichende Stundenkontingente und die Sicherung einer befriedigenden Leistuhgsbewertung. Sicherstellung der Fortbildung, Entwicklung von Rahmenplänen und geeigneten Unterrichtsmaterialien sowie die Evaluation schulischer Lernund Leistungsergebnisse sind weitere Schlussfolgerungen des Beirates.
Der Beirat empfiehlt die Einführung des Faches LER als reguläres eigenständiges Unter
Beirat
Mitglieder des Beirates für das Schulfach Lebensgestaltung, Ethik, Religionskunde: Prof. Dr. Wolfgang Edelstein, Max-PlanckInstitut für Bildungsforschung, Berlin; Prof. Dr. Karl Erich Grözinger, Universität Potsdam; Prof. Dr. Bärbel Kirsch, Universität Potsdam; Prof. Dr. Achim Leschinsky, Humboldt-Universität zu Berlin; Prof. Dr. Jürgen Lott, Universität Bremen; Prof. Dr. Fritz Oser, Universität Freiburg/Schweiz
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Verständnis für behinderte und alte Menschen aufzubringen, will gelernt sein.
Buchtipp
richtsfach in den Klassenstufen 5 bis 10. Bisher lag die Priorität bei der Sekundarstufe I, also in Klasse 7 bis 10. In den Klassen 5 und 6 der Primarstufe, so wird vorgeschlagen, soll LER als reguläres Fach allgemein eingeführt werden. In den Klassen ı bis 4 sollen Elemente des LERUnterrichts im Rahmen des Sachunterrichts zur Geltung kommen. Der Beirat empfiehlt weiter, LER in der Sekundarstufe II nicht als Fach einzuführen, sondern religionswissenschaftlichen und ethikwissenschaftlichen Anteilen im Fach Philosophie Raum zu geben.
Schulen müssten Stätten verständnisintensiven Lernens im Dienste der kognitiven und soziomoralischen Entwicklung der Schüler sein, so der Beirat. Wenn das neue Fach„nicht Bestandteil einer solchen Vision ist, läuft LER freilich das Risiko, bloß ein weiteres, die Stundentafel belastendes Element trägen Schulwissens zu werden, das, wie andere gutgemeinte Maßnahmen auch, schließlich Langeweile und Unlust an der Schule verstärkt.“ be
Tagung
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Wolfgang Edelstein, Karl Erich Grözinger, Sabine Gruehn, Imma Hillerich, Bärbel Kirsch, Achim Leschinsky, Jürgen Lott, Fritz Oser: Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde. Zur Grundlegung eines neuen. Schulfachs. Analysen und Empfehlungen.
Beltz Wissenschaft, Deutscher Studien Verlag, 2001, 68,00 DM ISBN: 3-407-32001-9
Unter dem Titel„Lebensgestaltung-EthikReligionskunde. Zur Grundlegung eines neuen Schulfaches“ findet am 14. November um 9.00 Uhr eine Tagung der Studiengänge LER der Universität Potsdam statt. Tagungsort ist der Max-Planck-Campus Golm, Zentralgebäude, Hörsaal, Am Mühlenberg ı, 14476 Golm. Kontakt: Sibylle Rosenfeld, Tel.: 0331/977-1325, E-Mail: kenngott@rz.unipotsdam.de
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