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(1.1.2019) 11
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Bester Professor erhielt die Note 1,25

Jura-Studenten evaluierten Vorlesungen und Übungen

Alles begann im Wintersemester 2000/2001, als der damalige Fachschaftsrat Jura an der Juristi­schen Fakultät in Potsdam ein neues, unabhängi­ges Projekt ins Leben rief: Eine von Studierenden organisierte Evaluation der Lehrveranstaltungen. Für alle Beteiligten war es sowohl ein erfolgver­sprechendes Mammut- Projekt und als auch ein schwieriger Hürdenlauf.

nfangs fehlte ein tragfähiges, faires Kon­As um aus der Fülle der möglichen Fra­en diejenigen herauszufiltern, die wirk­

lich prägnante Ergebnisse versprachen und spe­ziell auf die Bedürfnisse der Juristen zugeschnit­ten waren. In die erstellten Fragebögen flossen deshalb Bestandteile des schon vorliegenden Fra­gebogens der ArbeitsgruppeQualität der Leh­re ein und Anregungen, die aus Evaluationen anderer Fachschaften an juristischen Fakultäten in Deutschland stammten. Es entstanden sowohl ein Bogen für Vorlesungen als auch ein weiterer für Übungen. Gefragt wurden die Teilnehmer unter anderem nach dem Vortragsstil des Dozenten, der Verständlichkeit des Stoffes, dem Einsatz von begleitenden Medien sowie den Bedürfnissen der Lernenden zum Austausch mit dem Vortragenden. Außerdem sollte der Schwie­rigkeitsgrad der Veranstaltung und der eigene

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Lernaufwand angegeben werden. Ein weiterer Schwerpunkt stellte die Frage nach der Bereit­stellung von Lernmaterialien dar. Doch Transpa­renz war nicht nur für die Fragen, sondern auch für die Antworten gefordert. Die Studierenden sollten wissen, welche Aussage hinter ihrem Kreuz steht. Daher entschied der Fachschaftsrat, die Bewertung an den Schulnoten auszurichten. Außerdem gab es neben typischen Auswahlant­worten und Ja/Nein-Kästchenoffene Fragen, bei denen die Studierenden selbst ihre Anregun­gen und Kritik formulieren konnten. Den Dozenten wurde anschließend die Möglichkeit gegeben, die Meinungsäußerungen zu kom­mentieren. Das Ergebnis der Evaluation ist erfreulicherweise recht gut ausgefallen, keine Lehrveranstaltung schnitt wirklich schlecht ab. Die WahlfachvorlesungSchutz des geistigen Eigentums von Prof. Dr. Jürgen Oechsler war mit der Note 1,25 der positive Spitzenreiter.

Beispiel soll Schule machen

Ziel der Evaluation war die Intensivierung des Dialogs zwischen Dozenten und Studierenden in der notwendigen Auseinandersetzung um die Qualität der Lehrveranstaltungen. Obwohl an der Potsdamer Uni mitunter die Meinung kursiert, man könne auf solche Projekte aufgrund der

Foto: Tribukeit

Studiosi

www.uni-potsdam.de/portal/novo1/studiosi.htm

Die passgerechte Karriere

Der CareerService der FU Berlin und die Zen­trale Studienberatung der UniPotsdam bieten im Wintersemester 2001/2002 Veranstaltun­gen zuLife/Work-Planning- Wege in den verborgenen Arbeitsmarkt an. Dabei handelt es sich um so genannte Impulstage an einer der beiden Einrichtungen oder auch um drei­wöchige Intensivkurse an der FU, deren Teil­nahme zwischen 684 DM und 1271 DM kos­tet. Der erste Impulstag findet am 7. Dezem­ber 2001 von 9.00 bis 18.00 Uhr an der FU, Boltzmannstr. 16/Musiksaal statt, der zweite folgt am 29. Januar 2002 von 9.00 bis 18.00 Uhr an der Uni Potsdam, Am Neuen Palais, Haus 12, Obere Mensa. Die Teilnahmegebühr hierfür beträgt zwischen 40 DM und 80 DM.

Nähere Auskünfte zu diesem Angebot für Stu­dierende, Absolventen, Berufsumsteiger oder Arbeitslose erhalten Interessierte unter E-Mail: dez2re@rz.uni-potsdam.de oder career@zedat.fu-berlin.de. Red. Gute oder schlechte Lehre? Jura-Studenten der Uni bewerteten ihre Lehrveranstaltungen. Was dabei he­

rauskam, ist jetzt nachzulesen.

bereits durchgeführten zentralen Evaluation ver­zichten, halten dieMacher des Ganzen dieses nach wie vor für wichtig. Und das hat seinen Grund, genauer gleich mehrere. Denn die Ergeb­nisse der zentralen Evaluation wurden nur in Einzelfällen den Studierenden zugänglich gemacht und die Verteilung der Bögen lag im Ermessen des Dozenten. Außerdem kommt häufig eine recht spärliche Zahl von Bögen in Umlauf, deren Fragen manchmal nicht zur spe­ziellen Studienpraxis der individuellen Fachbe­reiche passen. So bleibt noch manchesunent­deckt ohne studentisches Engagement. Wer also dem Juristen-Beispiel folgen möchte, wen­de sich an den Fachschaftsrat.

Die Finanzierung des Projekts erfolgte durch Mittel der Fachschaft und des Studentenwerks. Als Ergebnis hielten die Studierenden schließ­lich eine Broschüre der Evaluation in den Hän­den, die eine detaillierte Auswertung von beant­worteten Fragebögen aus 25 Lehrveranstaltun­gen enthielt. Etwa 1.000 Studierende hatten sich amZettelausfüllen beteiligt.

Livia Erler, Fachschaftsrat Jura

Die BroschüreEvaluation WS 2000/2001 liegt

im Fachschaftsbüro, Park Babelsberg, Haus 15, Raum K 0.11 zur Einsicht aus.

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