Studiosi
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Die Zielscheibe im Visier
Studentische Evaluation der Germanistik
zur Verbesserung der Studienatmosphäre
In einer Zeit wie dieser ist es immer gut, Dinge zu haben, an die man sich halten kann. Dazu zählt auch die jährlich wiederkehrende Bewertung von Lehre, besser auch bekannt als Evaluation. Hier zeigt sich die friedfertig-monotone Lust an der Wiederholung auf das Schönste. Nun regelt ein neuer Fachschaftsrat seit November 2000 die Belange der Studierenden der Germanistik und hat sich deshalb entschlossen, auch im Hinblick auf die aktuelle finanzielle Situation der Universität, alles einmal ganz anders zu machen.
E
rende und Dozenten, Euch an der Universität wohlfühlt?“ Um ein einigermaßen repräsentatives Ergebnis zu erhalten, verteilte der Fachschaftsrat Grafiken in Form einer Zielscheibe unter die Studierenden, die Platz ließen für allgemeine und detaillierte Bemerkungen zu den Aspekten„Universität“,„Dozenten“,„Lehrveranstaltungen“ und„Studierende“. Hier wurden all die Dinge angeführt, die überhaupt erst einmal ein gewisses Maß an Lehre sichern helfen, zum Beispiel der Buchbestand der Bibliotheken, die Kommunikation der Fakultäten im Hinblick auf die zeitliche Organisation ihrer Lehrveranstaltungen und vor allem die allge
s entstand das Projekt„Zielscheibe“. Die zentrale Frage dabei lautete:„Was müsste gegeben sein, damit Ihr, als Studie
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Foto: Fritze
Sind die Vorlesungen gut genug? Germanistik-Studierende sammeln Ideen
meine Qualität der Lehrveranstaltungen. Das Projekt„Zielscheibe“ diente vor allem dem Zweck, Anregungen der Studierenden aufzunehmen, Interesse zu wecken für die unzähligen Möglichkeiten der studentischen Eigeninitiative und eine(quasi-) Arbeitsplanungsleitkultur für den Fachschaftsrat zu schaffen. Es ging also nicht darum, die Qualität der Lehre im herkömmlichen Sinne zu evaluieren, sondern auf die Stimme des Studierendenvolkes zu hören und die Anregungen dann in Taten umzusetzen. Es gab interessante Ideen und die Forderung nach härteren und längeren Prüfungen. In der nächsten Phase des Projekts wurden die Prioritäten der Nennungen festgelegt. Die acht wichtigsten Punkte sollten nach ihrer subjektiven Wichtigkeit bewertet werden. Die vollständige Auswertung ist im Fachschaftsbüro jederzeit einzusehen.
Die eigentliche Arbeit beginnt jetzt. Geplant ist, die Bildung von Arbeitsgruppen, in denen die Studierenden die Möglichkeit bekommen, ihr studentisches Leben aktiv mitzugestalten. Damit ist auch die Hoffnung verbunden, dass der Fachschaftsrat in seiner Arbeit unterstützt wird.
Tanja Übelacker, Fachschaftsrat Germanistik
Zentrale Evaluation
Seit 1997 gibt es an der Uni eine zentrale Evaluation, deren Organisation und Konzeption bei der„Servicestelle für Lehrevalution“ angesiedelt ist und vom Rektorat begleitet wird. Die Servicestelle kann inzwischen auf eine breite Datenbasis zurückblicken. Das an der Uni verfolgte Modell stützt sich auf drei Säulen, die studienbegleitenden und Absolventenerhebungen, die studentische Lehrveranstaltungskritik sowie die Evaluation durch fachnahe Gutachter.
Die studienbegleitenden und Absolventenerhebungen machen das Fach beziehungsweise den Fachbereich zur Bezugseinheit. Realisiert wurde bereits eine erste Absolventenerhebung, eine weitere erfolgt in diesem Jahr. Bei den studentischen Veranstaltungskritiken verzeichnete man bislang eine rege Beteiligung. Insgesamt konnten seit dem Sommersemester 1998 rund 18.200 Datensätze gewonnen werden. Zu beobachten ist dabei eine unterschiedliche Teilnahme an den Kritiken in den Fakultäten. Grund dafür sind offensichtlich fachliche Besonderheiten. Die dritte Säule, die Begutachtung von Fächern durch fachnahe Gutachter, ist bislang
noch nicht umgesetzt worden. Pg
Ergebnisse und Arbeitsweise der Servicestelle für Lehrevaluation sind in der Unizeitung PUTZ 8/00 ausführlich vorgestellt worden. Nachzulesen sind diese unter http://www.unipotsdam.de /u/putz /index.htm.
Fragebögen für im Wintersemester stattfindende Evaluationen gibt es bei der Servicestelle, Tel.: 977-3323, oder als Kopiervorlage im Internet unter http://www.uni-potsdam.de /u/ evaluation /index.htm.
Essaypreis
Sehnsucht nach Sinn? Lebensziele und Wertvorstellungen im vereinten Europa— unter diesem Titel lädt die Büchergilde Gutenberg junge Menschen bis 30 Jahre ein, sich literarischkritisch zu äußern. Der mit 2500 Euro dotierte Essaypreis wird von einer prominenten Jury vergeben. Die besten Beiträge sollen im Oktober 2002 in der Edition„Zeitkritik“ erscheinen. Einsendeschluss für die Texte ist der 30. April 2002. Ausschreibungsunterlagen und Informationen erhalten Interessierte bei der Büchergilde Gutenberg Verlagsgesellschaft mbH, Heike Guderjahn, Untermainkai 66, 60329 Frankfurt, Tel.: 069/273908-41. Red.
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