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(1.1.2019) 11
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Studiosi

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Die Zielscheibe im Visier

Studentische Evaluation der Germanistik

zur Verbesserung der Studienatmosphäre

In einer Zeit wie dieser ist es immer gut, Dinge zu haben, an die man sich halten kann. Dazu zählt auch die jährlich wiederkehrende Bewertung von Lehre, besser auch bekannt als Evaluation. Hier zeigt sich die friedfertig-monotone Lust an der Wiederholung auf das Schönste. Nun regelt ein neuer Fachschaftsrat seit November 2000 die Belange der Studierenden der Germanistik und hat sich deshalb entschlossen, auch im Hinblick auf die aktuelle finanzielle Situation der Univer­sität, alles einmal ganz anders zu machen.

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rende und Dozenten, Euch an der Universität wohlfühlt? Um ein einigermaßen repräsenta­tives Ergebnis zu erhalten, verteilte der Fach­schaftsrat Grafiken in Form einer Zielscheibe unter die Studierenden, die Platz ließen für all­gemeine und detaillierte Bemerkungen zu den AspektenUniversität,Dozenten,Lehrver­anstaltungen undStudierende. Hier wur­den all die Dinge angeführt, die überhaupt erst einmal ein gewisses Maß an Lehre sichern hel­fen, zum Beispiel der Buchbestand der Biblio­theken, die Kommunikation der Fakultäten im Hinblick auf die zeitliche Organisation ihrer Lehrveranstaltungen und vor allem die allge­

s entstand das ProjektZielscheibe. Die zentrale Frage dabei lautete:Was müss­te gegeben sein, damit Ihr, als Studie­

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Foto: Fritze

Sind die Vorlesungen gut genug? Germanistik-Studierende sammeln Ideen

meine Qualität der Lehrveranstaltungen. Das ProjektZielscheibe diente vor allem dem Zweck, Anregungen der Studierenden aufzu­nehmen, Interesse zu wecken für die unzähli­gen Möglichkeiten der studentischen Eigenini­tiative und eine(quasi-) Arbeitsplanungsleit­kultur für den Fachschaftsrat zu schaffen. Es ging also nicht darum, die Qualität der Lehre im herkömmlichen Sinne zu evaluieren, son­dern auf die Stimme des Studierendenvolkes zu hören und die Anregungen dann in Taten umzusetzen. Es gab interessante Ideen und die Forderung nach härteren und längeren Prü­fungen. In der nächsten Phase des Projekts wurden die Prioritäten der Nennungen festge­legt. Die acht wichtigsten Punkte sollten nach ihrer subjektiven Wichtigkeit bewertet werden. Die vollständige Auswertung ist im Fach­schaftsbüro jederzeit einzusehen.

Die eigentliche Arbeit beginnt jetzt. Geplant ist, die Bildung von Arbeitsgruppen, in denen die Studierenden die Möglichkeit bekommen, ihr studentisches Leben aktiv mit­zugestalten. Damit ist auch die Hoffnung ver­bunden, dass der Fachschaftsrat in seiner Arbeit unterstützt wird.

Tanja Übelacker, Fachschaftsrat Germanistik

Zentrale Evaluation

Seit 1997 gibt es an der Uni eine zentrale Evalu­ation, deren Organisation und Konzeption bei derServicestelle für Lehrevalution angesiedelt ist und vom Rektorat begleitet wird. Die Service­stelle kann inzwischen auf eine breite Datenba­sis zurückblicken. Das an der Uni verfolgte Modell stützt sich auf drei Säulen, die studien­begleitenden und Absolventenerhebungen, die studentische Lehrveranstaltungskritik sowie die Evaluation durch fachnahe Gutachter.

Die studienbegleitenden und Absolventener­hebungen machen das Fach beziehungsweise den Fachbereich zur Bezugseinheit. Realisiert wurde bereits eine erste Absolventenerhebung, eine weitere erfolgt in diesem Jahr. Bei den stu­dentischen Veranstaltungskritiken verzeichnete man bislang eine rege Beteiligung. Insgesamt konnten seit dem Sommersemester 1998 rund 18.200 Datensätze gewonnen werden. Zu beob­achten ist dabei eine unterschiedliche Teilnah­me an den Kritiken in den Fakultäten. Grund dafür sind offensichtlich fachliche Besonderhei­ten. Die dritte Säule, die Begutachtung von Fächern durch fachnahe Gutachter, ist bislang

noch nicht umgesetzt worden. Pg

Ergebnisse und Arbeitsweise der Servicestelle für Lehrevaluation sind in der Unizeitung PUTZ 8/00 ausführlich vorgestellt worden. Nachzulesen sind diese unter http://www.uni­potsdam.de /u/putz /index.htm.

Fragebögen für im Wintersemester stattfinden­de Evaluationen gibt es bei der Servicestelle, Tel.: 977-3323, oder als Kopiervorlage im Internet unter http://www.uni-potsdam.de /u/ evaluation /index.htm.

Essaypreis

Sehnsucht nach Sinn? Lebensziele und Wert­vorstellungen im vereinten Europa unter die­sem Titel lädt die Büchergilde Gutenberg jun­ge Menschen bis 30 Jahre ein, sich literarisch­kritisch zu äußern. Der mit 2500 Euro dotier­te Essaypreis wird von einer prominenten Jury vergeben. Die besten Beiträge sollen im Ok­tober 2002 in der EditionZeitkritik erschei­nen. Einsendeschluss für die Texte ist der 30. April 2002. Ausschreibungsunterlagen und Informationen erhalten Interessierte bei der Büchergilde Gutenberg Verlagsgesellschaft mbH, Heike Guderjahn, Untermainkai 66, 60329 Frankfurt, Tel.: 069/273908-41. Red.

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