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gesehen werden muss. Aus theoretischer Sicht hängt der langfristige Wechselkurs einerseits von den internationalen Inflationsdifferenzen und den Unterschieden im Zinsniveau USA-Euroland ab; andererseits aber auch vom Unterschied in den realen Wachstumsraten des Sozialprodukts.
Solange international niedrige Zinssätze herrschen und die USA beziehungsweise Japan nicht in eine tiefe Rezession abrutschen, herrscht eine stabilitätspolitisch günstige Großwetterlage, die es für problemadäquate Politikmaßnahmen zu nutzen gilt. Überzeugungsarbeit in Großbritannien
Mit dem Euro-Bargeldstart wird sicher in Großbritannien, das noch auf sein altes Pfund setzt, der Druck größer werden, das von Tony Blair versprochene Euro-Referendum in Gang zu setzen. Der Euro-Befürworter Blair wiederum wird seine Landsleute um so eher vom Nutzen des EuroBeitritts überzeugen können, je mehr eine Sta
bilisierung des Euro-Außenwerts gelingt. Es versteht sich, dass das internationale Vertrauen in die neue Euro-Währung steigen würde, wenn erst mit dem dynamischen Finanzzentrum London der führende internationale Devisenhandelsplatz und wichtige Standort für Investmentbanking in Euroland Platz hätte.
Der Euro dürfte auch außerhalb von Euroland rasch populär werden, und zwar insbesondere bei osteuropäischen Beitrittsländern. Dank der EU-Beitrittsperspektive ist das Interesse vieler Beitrittskandidaten an einer frühen Euro
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Fast identisch
Der Euro besteht aus sieben Banknoten und acht Münzen. Während die Banknoten in allen zwölf Ländern des Euroraums identisch sind, haben die Münzen neben einer gemeinsamen Vorderseite eine nationale Rückseite. Über die Stabilität der Kaufkraft des Euros wacht die Europäische Zentralbank, gemeinsam mit den nationalen Zentralbanken des
Währungsgebietes.
Der Name
Red.
Auf den Namen„Euro“ kam man beim EU-Gipfel im Dezember 1995 in Madrid. Keine der bisher existierenden Währungen hieß so, so dass sich die Bürger aller teilnehmenden Länder gleichermaßen umstellen
müssen.
Anbindung— also Festkursen gegenüber dem Euro— recht groß. Aus verschiedenen Gründen ist eine solche Strategie allerdings fragwürdig. Die Deutsche Bundesbank gehört zu den Skeptikern, wenn es darum geht, osteuropäische Neumitglieder der EU mit geringen Pro-Kopf-Einkommen rasch im Euro-Club willkommen zu heißen. Selbst wenn die sogenannten Konvergenzkriterien von Euroland erfüllt wären, hier geht es um Grenzen der staatlichen Kreditaufnahme und eine geringe Inflationsrate, werden die zwölf Euro-Länder gut daran tun, keine sehr rasche Anbindung des Euros in Osteuropa zu befürworten.
Je erfolgreicher allerdings die Schlussphase der Euro-Einführung wird, um so größer wird der Druck in osteuropäischen Ländern sein, sich fest an den Euro zu hängen. Wenn dies in den alten EU-Ländern erhöhte Strukturfondsausgaben für arme Euro-Neumitglieder zur Folge hätte, so wäre die EU-Osterweiterung mit neuem politischen Zündstoff befrachtet.
Mit dem Euro wird die EU weltweit verstärkt als wirtschaftliche und politische Einheit wahrgenommen werden. Die Erwartungen an die EU werden steigen, die Verantwortung der Mitgliedsländer und der Kommission wie der Europäischen Zentralbank wird wachsen. Es wäre wünschenswert, dass Euroland nicht nur seine wirtschaftspolitischen Hausaufgaben mit Blick auf eigene Interessen macht, sondern auch die Außen- und gegebenenfalls Vorbildwirkung eines großen Währungsraums bedenkt.
Prof. Dr. Paul J. J. Welfens, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät
Weitere Infos unter http://www.euroeliw.de und in Welfens/Eichhorn/Palinkas, Euro— neues
Red.
Paul J.J. Welfens bekleidet an der Uni Potsdam die Professur für Wirtschaftspolitik mit dem Schwerpunkt
Internationale Wirtschaftsbeziehungen.
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