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Brandenburg ist vorbereitet
In der Landeszentralbank läuft alles nach Plan
Auch im Land Brandenburg laufen die Vorbereitungen auf die Währungsumstellung auf vollen Touren. Portal-Redakteurin Petra Görlich wollte wissen, wie es um die Einhaltung des Zeitplans steht und welche Aufgaben noch zu bewältigen sind. Friedhelm Meier, Leiter der Abteilung Organisation bei der Landeszentralbank in Berlin und Brandenburg und zugleich Euro-Beauftragter für das Land, gab dazu als Gastautor für die Leser der Universitätszeitung bereitwillig Auskunft.
eutschland steht vor der größten GeldD umtauschaktion seiner Geschichte. Am
31. Dezember verliert die Deutsche Mark ihre Eigenschaft als gesetzliches Zahlungsmittel. Diese Funktion übernimmt ab ı. Januar der Euro. Deutschlandweit werden 4,3 Milliarden Scheine im Gesamtwert von rund 265 Milliarden Euro sowie 17 Milliarden Münzen im Wert von 5,3 Milliarden Euro und einem Gewicht von 78500 Tonnen in Umlauf gebracht.
Die Einführung des Euro-Bargeldes ist auch für die Landeszentralbank in Berlin und Brandenburg eine große rung. Inzwischen sind alle für eine erfolgreiche
ogistische Herausforde
Bargeldumstellung notwendigen Maßnahmen getroffen, einschließlich der der Errichtung eines externen Münzlagers, um die Masse der
auszugebenden Euro-Münzen und der zurückfließenden DM-Münzen zu bewältigen. Seit dem 1. September 2001 läuft die Vorabausstattung, das so genannte Frontloading, der Kreditinstitute, die ihrerseits wiederum die Geschäftskundschaft im Rahmen des so genannten Sub-Frontloading vorzeitig versorgen können. Bis Ende
November waren bereits rund 40 Prozent der im Voraus unverbindlich bestellten Euro-Noten und sogar 90 Prozent der Euro-Münzen von den Kreditinstituten übernommen worden. Dabei stellte sich aber auch heraus, dass die Bedarfsschätzungen der Bundesbank bezüglich der einzelnen
Friedhelm Meier arbeitet bei der Landeszentralbank
Foto: privat
Notenstückelungen und damit auch die Druckaufträge zu Gunsten der kleineren Werte wie 5- und 10- Euro-Noten korrigiert werden mussten. Zum Ende des Jahres konzentrieren sich die Banken nun verstärkt auf das Frontloading der Noten, weil die von der Bundesbank geforderte Versicherung der Euro-Bestände doch
ein erheblicher Kostenfaktor ist.
Ab 17. Dezember hat auch der Bürger die Möglichkeit, die ersten Euro-Münzen in Form einer Münzhaushaltsmischung(Starter Kit) in Empfang zu nehmen. Dabei handelt es sich um einen kleinen Folienbeutel, der eine Mischung von 20 Euro-Münzen mit einem Wert von 10,23 € beinhaltet und ab diesem Tag gegen 20 DM bei Banken und Sparkassen erhältlich ist.
Aber nicht nur die Ausgabe der Euro-Noten und-Münzen, sondern auch die Rücknahme der DM-Währung hat so manches Problem beschert. Selbst bei angenommenen Schwundquo
Die gute alte
ten von fünf Prozent bei den
Noten beziehungsweise über 40 Prozent bei den Münzen erwartet die Landeszentralbank in Deutschland einen Rückfluss von 2,6 Milliarden Scheinen im Wert von rund 266 Milliarden DM sowie von 28,5 Milliarden Münzen im Wert von 9,5 Milliarden DM und einem Gesamtgewicht von 98500 Tonnen. Die Noten werden von unseren Hochleistungsmaschinen innerhalb von etwa vier Monaten vollständig geschreddert. Das Schreddergut wird anschließend in dem Verwertungszentrum„Schwarze Pumpe“ zu Methanol verarbeitet. Für das Entsorgen der Münzen wird ein Zeitrahmen von etwa zwei Jahren veranschlagt. In dieser Zeit werden die Münzen gezählt, deformiert und über das Entsorgungsunternehmen VEBEG Metallschmelzen oder dem Schrotthandel zugeführt.
Die D-Mark geht. Der Euro kommt. Würden
alle neuen Noten aufge
türmt, ergäbe dies einen
Stapel in 55-facher Höhe des Mount Everest,
D-Mark wird Müll
Im Januar beim Einkauf nicht vergessen: Eine gut geputzte Brille und ein übersichtliches Portmonee, in das die neuen
Scheine passen.