Heft 
(1.1.2019) 12
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Neue Währung keine Unbekannte mehr

Gespräch mit Uni-Dezernentin für Haushalt und Beschaffung

Auch für die Universität Potsdam heißt es, sich von der D-Mark zu verabschieden. Portal-Redakteurin Petra Görlich sprach darüber mit Ursula Swillims, Dezernentin für Haushalt und Beschaffung

an der Hochschule.

Die endgültige Umstellung der Währung von der D-Mark auf den Euro steht unmittelbar bevor. Wie gut ist die Universität Potsdam haushalts­technisch darauf vorbereitet?

Swillims: Ich meine, gut. Wir haben entspre­chend den vom Ministerium vorgegebenen Richtlinien die Vorarbeiten geleistet. So ganz neu ist der Euro für uns ja auch nicht mehr. Denn wir gehen bereits als Buchgeld mit ihm um. Auch die Anmeldungen zum Doppelhaushalt 2002/ 2003 erfolgten schon in der neuen Währung.

Seit wann liefen denn die Vorbereitungen, damit am ı. Januar nächsten Jahres wirklich alles klappt?

Swillims: Ernst wurde es eigentlich mit dem Beginn der dritten Stufe der Europäischen Wirt­schafts- und Währungsunion am I. Januar 1999. Von diesem Zeitpunkt an ist der Euro für uns präsent. Das heißt, wir bekommen seither durchaus Überweisungen oder Rechnungen in Euro, die jedoch immer noch in DM umgerech­net wurden.

Welche Schritte waren konkret nötig in Vorbe­reitung eines reibungslosen Übergangs zum neuen Geld?

Swillims: Wir mussten sicherstellen, dass vom 1. Januar nächsten Jahres an alle Buchungen wie gewünscht funktionieren. Das bedeutet, dass die von uns verwendeten Programme des Hoch­schulinformationssystems(HIS) tatsächlich rechtzeitig in veränderter Form vorliegen müs­sen. Dies wird auch so sein. Ich erwarte hier kei­ne bösen Überraschungen. Alle nötigen Abspra­chen sind getroffen. Schwierigkeiten, die durch den üblichen Jahresabschluss entstehen könn­ten, dürften auch nicht passieren. Fakultäten sowie Dezernate sind beispielsweise angehalten, in diesem Jahr getätigte Vorschüsse und Ab­schläge im Drittmittelbereich abzurechnen, sie nicht mit ins nächste Jahr zu nehmen. Bis zum

Portal 12/01

Ursula Swillims wacht

an der Uni über die reibungslose Einführung des Euros.

Foto: Fritze

10. Dezember wurden die Abrechnungen durch­geführt, so dass 2002 neu begonnen werden kann.

Ein anderer Punkt ist die Umstellung des Bar­geldes. Diesbezüglich gibt es klare Vorgaben. Zunächst erhält die Zahlstelle eine entsprechen­de Ausrüstung. Alle Auszahlungen erfolgen dann ab ı. Januar in Euro. Gleichzeitig sind wir aber noch verpflichtet, bis zum 28. Februar Deut­sche Mark entgegenzunehmen, denn sie stellt bis dahin ebenfalls ein offiziell anerkanntes Zah­lungsmittel dar. Dieses zweistufige Verfahren wollen wir jedoch auf die Zahlstelle begrenzen und bei den zahlreich vorhandenen Handkassen nicht praktizieren. Die werden zum Jahresende abgerechnet und nehmen dann ausschließlich Euro an. Ansonsten wäre der Verwaltungsauf­wand zu hoch.

Ganz ohne Pannen gehen Umstellungen in die­ser Größenordnung erfahrungsgemäß nicht ab. Wo sehen Sie mögliche Klippen?

Swillims: Ein bisschen müssen wir hoffen, dass es mit den Programmen funktioniert. Eine ande­re Frage ist es, ob die bereitgestellten Münzen und Scheine ausreichen.

Sie haben zahlreiche Mitarbeiter im Dezernat. Wurden Sie für die Währungsumstellung spe­ziell geschult?|

Swillims: Extra Schulungen gab es keine. Wir haben uns intern mit den entsprechenden Vor­schriften befasst. Dazu liefen dann Gespräche, die auch noch fortgeführt werden sollen. Das geschieht nach einem Zeitplan, der die Beseiti­gung aller offenen Punkte gewährleistet.

Vielen Dank für das Gespräch.

Sicher

In die Euro-Banknoten wurde eine Reihe von Sicherheitsmerkmalen ein­gearbeitet, damit echte Banknoten sofort zu erkennen sind. Zwei der Sicherheitsmerkmale unterscheiden sich: Euro-Banknoten zu 5, 10 und 20 haben einen Spezialfolienstreifen und einen Perlglanzstreifen, die höheren Werte ein Spezialfolienelement und eine die Farbe wechseln­Red.

de Wertzahl.

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