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Neue Aufgaben für 2002
Ermutigendes beim Neujahrsempfang des Rektors
Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft des Landes Brandenburg und die Mitglieder der Universität nutzten den Neujahrsempfang des Rektors der Universität Potsdam, Prof. Dr. Wolfgang Loschelder, am 24. Januar 2002, um miteinander ins Gespräch zu kommen.
I n seiner Begrüßungsrede betonte Wolfgang Loschelder, dass sich die Universität Potsdam auf einem guten Weg nach vorn im nationalen und internationalen Wettbewerb befinde. Um Profile zu schärfen, Ressourcen zu konzentrieren und durch Zielvereinbarungen Planungssicherheit zu erlangen, hat das Rektorat im vergangenen Jahr ein Eckpunkte-Papier vorgelegt, das vom Senat akzeptiert wurde. Das Konzept müsse nun Schritt für Schritt umgesetzt werden. Auch über Erfolge im Bereich Lehre und Forschung konnte der Rektor berichten. Dazu gehörten die Steigerung der Studierendenzahlen auf 14 000. Das Hasso-Plattner-Ins- titut und das Informatik- Gebäude seien eröffnet, für das zweite Verfügungsgebäude in Golm sei der Grundstein gelegt worden. Zur Erfolgsbilanz zähle auch die Gründung des Brandenburgischen Instituts für Existenzgründung und Mittelstandsförderung (BIEM). Auf drei Schwerpunkte wolle sich das Rektorat der Universität Potsdam im Jahr 2002 konzentrieren und diese zu seinem Programm machen. Das betreffe erstens die Lehrerbildung, die in Weiterentwicklung des Potsdamer Modells in die Lage versetzt werden muss, sich den Herausforderungen der Zukunft zu stellen. Zweitens solle die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses zu einem zentralen Thema, auch landesweit, gemacht werden, und drittens gehe es um die Verbesserung der Allgemeinbildung der Studierenden. Dazu solle ein Konzept für ein „Studium Generale“ erarbeitet werden.
Rektor Wolfgang Loschelder legt Pläne Jur 2002 vor.
Mehr Wettbewerb und Kooperation
Besser als es manche wahrnehmen wollten, seien die deutschen Hochschulen in Lehre und Forschung für den internationalen Wettbewerb vorbereitet. Dieser Überzeugung ist Klaus Landfried. Präsident der Hochschulrektorenkonferenz der Bundesrepublik Deutschland. In seiner Festansprache betonte er aber auch, dass die Unterfinanzierung zu den Schwächen des deutschen Hochschulsystems gehöre. Deshalb seien mehr Wettbewerb und Kooperation nötig. „Hochschulen müssen handeln können wie Unternehmen im Markt, auch wenn ihr Auftrag lautet: Neues Wissen schaffen und weiter geben“, so der Referent. Bisher würden die Hochschulen in Deutschland oftmals wenig „artgerecht“ gehalten, weil sie nur verwaltet und von bürokratischen Vorschriften gesteuert würden. Deshalb führt nach seiner Meinung kein Weg daran vorbei, den Hochschulen mehr institutionelle Eigenverantwortung zu geben. Unerlässlich seien dabei Leistungsvereinbarungen, kaufmännische Buchführung, Kosten- und Leistungsrechnung sowie Leistungsanreize im Beschäftigungsrecht. Was das Geld angehe, so müssten die Länder entweder mehr investieren oder den Hochschulen den Weg zu mehr Eigeneinnahmen eröffnen oder wirksamere Zulas- sungs- beziehungsweise Leistungskontrollen ermöglichen.
Red.
Ehrungen
Im Rahmen des Neujahrsempfang fand eine Reihe von Ehrungen und Auszeichnungen statt. Bereits zum dritten Mal verlieh die Universitätsgesellschaft Potsdam den Preis für die beste Promotion des vergangenen akademischen Jahres. In diesem Jahr wurden zwei Wissenschaftler ausgezeichnet. Den mit 2000 € dotierten Preis erhielt Dr. Stefan Fries für seine Dissertation „Wollen und Können. Ein Training zur gleichzeitigen Förderung des Leistungsmotivs und des induktiven Denkens“. Fries promovierte am Institut für Psychologie. Dr. Helmar Hentschke von der Juristischen Fakultät bekam den Preis in Höhe von 500 € für seine Dissertation „Der Untreueschutz der Vor-GmbH vor einverständ- lichen Schädigungen“.
Den mit 1000 € dotierten Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) für besondere Leistungen eines ausländischen Studierenden erhielt Achmad Zen aus Indonesien. Er kam im Oktober des Jahres 2000 nach Potsdam und schrieb sich als einer der ersten Studierenden in den englischsprachigen Studiengang Polymer Science ein. Aufgrund seiner hervorragenden Leistungen erhält er ein Stipendium, das gemeinsam vom DAAD und vom Berlin-Brandenburgischen Verband für Polymerforschung e.V. verliehen wird.
Weiterhin wurde der technische Leiter des Botanischen Gartens, Wolfgang Pifrement, von der Kanzlerin der Uni Potsdam für seine engagierte und langjährige Tätigkeit geehrt (s. a. Seite 36). Als beste Sportler wurden in diesem Jahr Jochen Hanz und Rayk Haucke ausgezeichnet. Hanz ist seit 1997 Sportstudent an der Uni Potsdam und gehört zu den erfolgreichen Schwimmern des Deutschen Schwimmverbandes. In der Saison 2001 wurde er unter anderem Deutscher Meister über 400m Lagen. Der Jurastudent Rayk Hauke nahm im Jahre 2000 an den Para- Rayk Haucke lympics teil und errang dort eine Silber- und eine Bronzemedaille. he
Klaus Landfried, Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, hielt den Festvortrag.
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