Titel
www.uni-potsdam,de/portal/jano2/tiiel
ICHAMP funkt wahre Datenfluten
! i
/* t*■*
Mit einer russischen Trägerrakete wurde Champ im Juli 2001 ins All geschickt. Seit dem sendet er zuverlässig die geforderten Daten nach Potsdam.
Das Geoforschungszentrum betreibt Erdfemerkundung mit eigenen Satelliten
Oh mit Fotoapparaten, Film- und Radargeräten, Magnetometem, Multispektralkameras, Mikrowellen oder Laseraggregaten, seit der Mensch gelernt hat, sich in die Lüfte zu erheben, beobachtet er gezielt seinen Planeten von oben. Am 39'. April 1995 startete das GeoForschungsZentrum Potsdam (GFZ) mit dem Aussetzen seines ersten Forschungskleinsatteliten „GFZi“in 400 Kilometern Höhe eine „hauseigene“ Satellitenfemerkundung.
angst ist der liebevoll „Space-Trabbi“ genannte fußballgroße Minisatellit „GFZi“ JLL-Jtmit einer Masse von 21
Kilogramm und 60 laserre- Der Space-Trabbi ist flektierenden Spiegeln in der längst verglüht oberen Atmosphäre verglüht.
Aufgabe von „GFZi“ war die Untersuchung des Erdschwerefeldes. Aus der Vielzahl der bei 24000 Erdumrundungen erfassten Entfernungsdaten konnten Potsdams Geoforscher ein recht genaues Strukturbild des unregelmäßigen Erdschwerefeldes berechnen.
CHAilenging Minisatellite Payload
r
... .
• ’. »V ■ . • ’
;;
Doch damit gaben sie sich nicht zufrieden. Etwa ein Jahr nach dem Ende von „GFZi" als „Sternschnuppe“ starteten sie am 15. Juli 2000 mit sieben Geräten an Bord ihren zweiten, 25mal schwereren Eigensatelliten CHAMP (CHAllen- ging Minisatellite Payload). Dieser hat zunächst - ähnlich wie „GFZi“ - Daten zum Erdschwerefeld zu liefern. Um die Genauigkeit noch mehr zu erhöhen, verfügt CHAMP über einen am GFZ selbst entwickelten und gebauten Laser-Ret-
Christoph Reigber ist ein gemeinsam berufener Professor an der Uni Potsdam und leitet im GeoForschungsZentrum den Bereich Kinematik und Dynamik der Erde.
16
Portal 1-2/02
Foto: zg.