Heft 
(1.1.2019) 05
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Schnelle Programme

sind das Ziel

Trainingslehrgang zur Vorbereitung der Internationalen Schülerolympiade

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Kurze Fachsimpelei, bevor es mit dem Lösen der Klausuraufgaben ernst wird:

Melanie Schmidt und Stephan Denkl.

Neun junge Leute um die 18 kamen vom Frühstück und schlenderten gelassen in den Computerraum des Institutes für Informatik. Von Unruhe, Aufge­regtheit oder Anspannung fast keine Spur. Die Jugendlichen, alle Endrundenteilnehmer des Bundeswettbewerbs für Informatik, weilten Mitte April für vier Tage an der Uni Potsdam, um sich für die Internationale Schülerolympiade in Infor­matik(IOT) 2002 im koreanischen Yong-In zu qualifizieren.

n Potsdam absolvierten sie den zweiten von ]sscsam vier Trainingslehrgängen. Bei

Fachvorträgen konnten die Jugendlichen aktuelle Forschungen in der Informatik kennen lernen. Auf dem Tagungsprogramm standen aber vor allem mehrstündige Klausuren. Bei der Lösung der Aufgaben mussten die Teilnehmer zeigen, wie gut sie ihre Informatikkenntnisse unter Zeitdruck in lauffähige Programme umset­zen können. Um die Aufgaben erfolgreich bewäl­tigen zu können, sei ein enormes Hintergrund­wissen, insbesondere über algorithmische Ansät­ze nötig, das so manchen Informatik-Studieren­den überfordern würde, ist sich Marco Thomas aus dem Institut für Informatik der Uni sicher. Dieses Wissen würden sich die Schüler nur durch intensives Literaturstudium und Üben aneignen

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können. Ohne eigenen Antrieb gehe gar nichts, denn einige der Teilnehmer hätten nicht einmal Informatik-Unterricht in der Schule.

Die neun Jugendlichen kamen aus ganz Deutschland und üben intensiv in ihrer Freizeit, befassen sich aber durchaus nicht Tag und Nacht nur mit Informatik, wie man vermuten könnte. Noch immer scheinen sich Mädchen für Infor­matik seltener zu interessieren. Bei Melanie Schmidt aus Dortmund ist das anders. Sie besucht die 12. Klasse und ist es gewöhnt, als ein­ziges Mädchen unter vielen Jungen am Compu­ter zu sitzen.Informatik ist für mich neben anderen Interessen eine zusätzliche Herausfor­derung, sagt die Schülerin. Sie verkauft aber auch im Schulkiosk und singt im Chor. Das Inter­esse für Informatik ergab sich bei ihr eher zufäl­lig in der 7. Klasse. Genau wie Melanie geht Ste­phan Denkl in die 12. Klasse. Der aus München Stammende verbringt in Vorbereitung auf Wett­kämpfe etwa fünf bis sechs Stunden in der Woche mit dem Training. Sonst hat er Interessen wie alle Jugendlichen seines Alters.Vielleicht studiere ich Informatik oder Mathematik, aber genau weiß ich es noch nicht.

Nach den vier Trainingslehrgängen wird fest­stehen, wer im August nach Korea reist und zur

vierköpfigen Mannschaft gehört. be

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Uni Aktuell

www.uni-potsdam.de/portal/maio2/uniaktuell

Neu erschienen

Neuesexchange

Das erste Informationsheft des Akademischen Auslandsamtes in diesem Jahr,exchange, ist erschienen. Unter der ÜberschriftTips to know before you go werden in kurzen Überblicken und nach verschiedenen Kategorien Studien­möglichkeiten und-bedingungen in neun euro­päischen Ländern vorgestellt, darunter Schwe­den, Spanien, Frankreich, Großbritannien und Italien.

Das Heft kann kostenlos unter folgender E-mail­Adresse angefordert werden: buerger@rz.uni­potsdam.de,

Neues Bulletin

Das Zentrum für Zeithistorische Forschung feiert sein zehnjähriges Bestehen und gleichzei­tig die fünfundzwanzigste Herausgabe desPots­damer Bulletins für Zeithistorische Studien. Neben einem Rückblick zur Entwicklung des Zentrums widmen sich verschiedene Autoren vor allem der Novellierung des Stasi-Unterlagen­Gesetzes. Das neue Heft präsentiert darüber hinaus neue Forschungsvorhaben, fasst Tagungs­berichte zusammen, weist auf institutseigene Neupublikationen hin und gibt einen Ausblick auf in den nächsten Monaten anstehende Ta­gungen und Konferenzen.

Das Heft ist gegen eine Schutzgebühr von 2,24 Euro beim Zentrum für Zeithistorische For­schung erhältlich und kann unter folgender Tele­fonnummer bestellt werden: 0331/ 289910.

Neues zu Preußen

Aus Anlass des sechzigsten Geburtstags von Prof. Julius H. Schoeps, Leiter des Moses Medelssohn Zentrums in Potsdam erschien beim Hildeshei­mer Georg Olms Verlag eine zweibändige, neun­hundert Seiten umfassende Festschrift unter dem TitelPreußens Himmel breitet seine Ster­ne..... Darin sind Preußen und das deutsche Judentum im 18., 19. und 20. Jahrhundert die Schwerpunkte. Namhafte Autoren, darunter Arnulf Baring, Jost Hermand, Marion Gräfin Dönhoff, Hermann Glaser, Arno Lustiger oder Marcel Reich-Ranicki, aber auch Wissenschaftler der Universität Potsdam, machen das Werk zu einem Kompendium der Real- und Geistesge­schichte auf diesen Gebieten, auch im europäi­schen Zusammenhang.

Willi Jasper/Joachim H. Knoll(Hrsg.): Preußens Himmel breitet seine Sterne... Ideen zur Kultur-, Politik- und Geistes­geschichte der Neuzeit. Festschrift zum sechzigsten Geburts­tag von Julius H. Schoeps. Georg Olms Verlag AG, Hildes­heim 2002, ISBN 3-487-11641-3

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