Heft 
(1.1.2019) 05
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E-Learning vom heimischen Computer aus ist eine bequeme Sache.

Lernen auf elektronisch

Informations- und Wissensgesellschaft baut auf elektronisch unterstütztes Lernen

Tele-teaching, Tele-learning, virtuelles Lernen, Online-Learning... im Laufe der Entwicklung hat sich aus der Vielzahl der Begriffe für Bildungsmög­lichkeiten unter Verwendung elektronischer Hilfs­mittelE-Learning als Oberbegriff herausgeschält. Portal will in einer Artikelfolge das E-Learning etwas näher Kennzeichnen und mit verschiedenen Anwendungen vertraut machen.

it einfachen Formen des E-Learnings M ist sicher so mancher schon vor län­

gerer Zeit in Berührung gekommen, Bis zur Wende gab es beispielsweise in der Region Berlin-Brandenburg den Schulfunk, Auch heute noch werden Bildungssendungen des Fernsehens als Unterrichtsmittel genutzt, und nicht selten ergibt sich die Möglichkeit, beim Erlernen einer Fremdsprache einige Zeit in einem Sprachlabor zuzubringen.Eine wirk­lich neue Qualität erreichte das E-Learning allerdings erst mit der Etablierung des Inter­nets, also der weltweiten Zusammenschlüsse von Computern und Anwendern mit dem Ziel des Daten- und Informationsaustauschs, erklärt Andreas Schwill, Professor für Didaktik der Informatik an der Uni Potsdam.

Das neue Stadium ist nicht nur dadurch gekennzeichnet, dass über das Internet, das Netz der Netze, an jedem Ort der Erde Infor­mationen aus der ganzen Welt jederzeit zur Verfügung stehen. Von großem Nutzen ist vor allem die Rückkoppelungsmöglichkeit des Informationsempfängers, Denn die Interaktion ist die eigentliche Grundlage für die Gestaltung von E-Learning-Prozessen. Nun kann man allerdings davon ausgehen, dass E-Learning mit dem Computer weder den Lehrer noch den tra­ditionellen Universitätsbetrieb ersetzen Wird, doch zeichnen sich deutlich Veränderungen des Lernens und Studierens ab, die eine Reihe von Vorteilen in sich bergen.

Unabhängig von Zeit und Raum

Die größten Vorteile des E-Learnings beste­hen wohl in der zeitlichen und örtlichen Unab­hängigkeit des Lernens sowie in den Möglich­keiten der Selbststeuerung und individuellen Gestaltung des Lernprozesses, betont Andreas Schwill. Davon ausgehend und darüber hinaus steht elektronisch gestütztes Lernen im Ein­klang mit derzeitigen gesellschaftlichen Ent­

Fotos: Fritze

Uni Aktuell

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wicklungstendenzen auf dem Bildungssektor im nationalen und internationalen Rahmen. Einmal ist zunehmend lebenslanges Lernen notwendig. Fernstudien sind immer mehr gefragt. Da solche Qualifizierungsmaßnahmen meist parallel zur Berufstätigkeit und somit in der Regel auch am Ort der Berufsausübung vonstatten gehen(müssen), ist das von Zeit und Ort unabhängige E-Learning die prädestinierte Methode, Das gleiche gilt für die steigende Zahl der so genanntennichtauthentischen Studie­renden. Dabei handelt es sich um Studierende, die sich im Babyjahr befinden, zwischenzeit­lich jobben oder gerade einen Studienaufent­halt im Ausland absolvieren, dennoch aber im Stoff bleiben wollen. Wie im Falle dieses facet­tenreichen Selbststudienbereiches steht E-Lear­ning auch in Zusammenhang mit der Globali­sierung des Bildungswesens. Elektronisch gestützt, ließen sich für viele Fachgebiete Lern­module verbreiten, derenAbarbeitung zu europa- und weltweit anerkannten Teilstudien­abschlüssen führen könnte. Nicht zu unter­schätzen ist auch eine nahezuklassisch einfa­che Komponente des E-Learnings, Die meis­ten Lernmedien unterstützen durch hohe visuelle Anschaulichkeit des aus aller Welt Gebotenen das didaktische Lernprinzip des Aufsteigens vom Konkreten zum Abstrakten. Und last but not least sindHighlights aus Wissenschaft und Gesellschaft für alle E-Lear­ner hochaktuell zugänglich, vielleicht sogar von Nobel-, Leibniz- oder anderen Preisträgern selbst vorgetragen. Wenn sich dann noch welt­weit Universitäten entschließen würden, Aus­schnitte ihrer Lehrangebotsunikate in Pots­dam zum Beispiel Europäische Medienwissen­schaften oder Softwaresystemtechnik- ins Internet zu stellen, wäre E-Learning für alle Lernwilligen, natürlich vor allem für Studieren­de der verschiedenen Fachrichtungen beson­ders attraktiv. ak

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