E-Learning vom heimischen Computer aus ist eine bequeme Sache.
Lernen auf elektronisch
Informations- und Wissensgesellschaft baut auf elektronisch unterstütztes Lernen
Tele-teaching, Tele-learning, virtuelles Lernen, Online-Learning... im Laufe der Entwicklung hat sich aus der Vielzahl der Begriffe für Bildungsmöglichkeiten unter Verwendung elektronischer Hilfsmittel“E-Learning” als Oberbegriff herausgeschält. „Portal“ will in einer Artikelfolge das E-Learning etwas näher Kennzeichnen und mit verschiedenen Anwendungen vertraut machen.
it einfachen Formen des E-Learnings M ist sicher so mancher schon vor län
gerer Zeit in Berührung gekommen, Bis zur Wende gab es beispielsweise in der Region Berlin-Brandenburg den Schulfunk, Auch heute noch werden Bildungssendungen des Fernsehens als Unterrichtsmittel genutzt, und nicht selten ergibt sich die Möglichkeit, beim Erlernen einer Fremdsprache einige Zeit in einem Sprachlabor zuzubringen.„Eine wirklich neue Qualität erreichte das E-Learning allerdings erst mit der Etablierung des Internets, also der weltweiten Zusammenschlüsse von Computern und Anwendern mit dem Ziel des Daten- und Informationsaustauschs“, erklärt Andreas Schwill, Professor für Didaktik der Informatik an der Uni Potsdam.
Das neue Stadium ist nicht nur dadurch gekennzeichnet, dass über das Internet, das „Netz der Netze“, an jedem Ort der Erde Informationen aus der ganzen Welt jederzeit zur Verfügung stehen. Von großem Nutzen ist vor allem die Rückkoppelungsmöglichkeit des Informationsempfängers, Denn die Interaktion ist die eigentliche Grundlage für die Gestaltung von E-Learning-Prozessen. Nun kann man allerdings davon ausgehen, dass E-Learning mit dem Computer weder den Lehrer noch den traditionellen Universitätsbetrieb ersetzen Wird, doch zeichnen sich deutlich Veränderungen des Lernens und Studierens ab, die eine Reihe von Vorteilen in sich bergen.
Unabhängig von Zeit und Raum
„Die größten Vorteile des E-Learnings bestehen wohl in der zeitlichen und örtlichen Unabhängigkeit des Lernens sowie in den Möglichkeiten der Selbststeuerung und individuellen Gestaltung des Lernprozesses“, betont Andreas Schwill. Davon ausgehend und darüber hinaus steht elektronisch gestütztes Lernen im Einklang mit derzeitigen gesellschaftlichen Ent
Fotos: Fritze
Uni Aktuell
www.uni-potsdam.de/portal/maio2/uniaktuell
wicklungstendenzen auf dem Bildungssektor im nationalen und internationalen Rahmen. Einmal ist zunehmend lebenslanges Lernen notwendig. Fernstudien sind immer mehr gefragt. Da solche Qualifizierungsmaßnahmen meist parallel zur Berufstätigkeit und somit in der Regel auch am Ort der Berufsausübung vonstatten gehen(müssen), ist das von Zeit und Ort unabhängige E-Learning die prädestinierte Methode, Das gleiche gilt für die steigende Zahl der so genannten„nichtauthentischen“ Studierenden. Dabei handelt es sich um Studierende, die sich im Babyjahr befinden, zwischenzeitlich jobben oder gerade einen Studienaufenthalt im Ausland absolvieren, dennoch aber im Stoff bleiben wollen. Wie im Falle dieses facettenreichen Selbststudienbereiches steht E-Learning auch in Zusammenhang mit der Globalisierung des Bildungswesens. Elektronisch gestützt, ließen sich für viele Fachgebiete Lernmodule verbreiten, deren„Abarbeitung“ zu europa- und weltweit anerkannten Teilstudienabschlüssen führen könnte. Nicht zu unterschätzen ist auch eine nahezu„klassisch einfache“ Komponente des E-Learnings, Die meisten Lernmedien unterstützen durch hohe visuelle Anschaulichkeit des aus aller Welt Gebotenen das didaktische Lernprinzip des Aufsteigens vom Konkreten zum Abstrakten. Und last but not least sind„Highlights“ aus Wissenschaft und Gesellschaft für alle E-Learner hochaktuell zugänglich, vielleicht sogar von Nobel-, Leibniz- oder anderen Preisträgern selbst vorgetragen. Wenn sich dann noch weltweit Universitäten entschließen würden, Ausschnitte ihrer Lehrangebotsunikate— in Potsdam zum Beispiel Europäische Medienwissenschaften oder Softwaresystemtechnik- ins Internet zu stellen, wäre E-Learning für alle Lernwilligen, natürlich vor allem für Studierende der verschiedenen Fachrichtungen besonders attraktiv. ak
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