Heft 
(1.1.2019) 05
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Freundschaft gesät

Die Uni hat ein Ehrenmitglied und ein Haus seinen Namen

Zufrieden mit dem Geleisteten war beim Rundgang durch das Max-Kade-Haus nicht nur Hans G.

Hachmann, der für eine finanzielle Unterstützung beim Umbau gesorgt hatte. Auch Wissenschafts­

ministerin Prof. Dr. Johanna Wanka(m.) und Karin Bänsch(l.) vom Studentenwerk freuten sich.

Endlich ist es nun auch offiziell: Das Studenten­wohnheim in der Forststraße 48-50 trägt seit dem 16. April 2002 den NamenMax-Kade-Haus. Anwesend bei der feierlichen Namensverleihung war auch Dr. Hans G. Hachmann, Präsident der Max-Kade-Stift

1:

gliedschaft der Universität Potsdam verliehen

ng. Er hatte zuvor die Ehrenmit­

N

bekommen.

enn dass der Umbau des einstigen DDR-Baus der 70-er Jahre zum moder­nen Wohnheim überhaupt gelang, ist wesentlich seinem Engagement zu danken. Zwar störte das Antlitz des Gebäudes eigentlich schon lange und Pläne zu seiner Sanierung gab's

auch, aber erst durch die Hilfe der in New York

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ansässigen Stiftung ging es wirklich voran.

Hachmann setzte sich dafür ein, dass 500.000 Dollar nach Potsdam flossen. Insgesamt kostete die Sanierung 3,1 Millionen. Beim Rundgang durch das Haus zeigte sich der Amerikaner beeindruckt vom neuen Outfit des Hauses. Sehr gut investiert, lautete schließlich sein

anerkennendes Urteil.

An die hier einstmals vorherrschende Tris­esse erinnert in der Tat nichts mehr. Entstanden sind schmucke Appartementwohnungen mit

zwei, drei oder vier circa 15 Quadratmeter gro­

sen Zimmern, einer Gemeinschaftsküche, einem Bad und einem zusätzlichen WC. Die

Miete reiht sich ein in das für Potsdamer Ver­

ıältnisse übliche Preisniveau. Rund 180 müs­

Uni Aktuell

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sen die Studis für ihr mit Internet versehenes Domizil zahlen. Aber nicht nur die Räumlich­keiten finden Anklang bei Bewohnern wie Besu­chern. Auch die Außenanlagen stoßen auf Aner­kennung. Hinter dem Haus gibt es einen klei­nen Sportplatz, eine Tischtennisplatte und ein Schachbrett. Begonnen hatten die Bauarbeiten im Oktober 2000. Schon nach einem Jahr konn­

ten die ersten Studenten einziehen, 112 junge

Leute aus acht Nationen.

Genau dieses Gemisch von Nationalitäten ist es, dass dem Anliegen der Stiftung und seines Unter Motto

Freundschaft säen, wo Feindschaft entstanden

Präsidenten entspricht. dem war unterstützt man seit rund 30 Jahren ähnli­che Bauvorhaben in ganz Deutschland. In den neuen Bundesländern stehen bereits Max-Kade­Häuser in Dresden, Jena, Berlin, Leipzig und Halle. In Rostock wird gegenwärtig ein weiteres geschaffen.

Die Stiftung verdankt ihre Mittel dem Unter­nehmer Max Kade, der Anfang des 20. Jahrhun­derts in die USA auswanderte und sich dort sei­nenamerikanischen Traum erfüllte. pE

Der Rektor der Universität Potsdam, Prof. Dr.

Wolfgang Loschelder(1.v.l.), und der Senatsvor­sitzende, Prof. Dr. Manfred Görtemaker(2.v.l.) verliehen am 16. April vor der feierlichen Namensgebung des Studentenwohnheims an den Präsidenten der Max-Kade-Stiftung New York, Dr. Hans G. Hachmann(2.v.r.), die Ehren­mitgliedschaft der Universität Potsdam. Damit sollten zugleich Hans G. Hachmann und die Stif­tung geehrt werden, die durch die großzügige Spende von 500.000 Dollar mithalfen, das Stu­

dentenwohnheim in der Forststraße 48-50 zu sanieren. Red.

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